2. – 13. Juni 2021 in Köln, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr + Online
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Juni

02
Mittwoch
18:30 – 19:30, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht GESCHICHTE WIRD GEMACHT: ERÖFFNUNG vor Ort

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

20:00 – 21:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht ARCHIV-GESPRÄCH Vol. 1: Wilde Archive – Strategien für die Zukunft Live-Stream

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

21:30, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht WUNSCHPROGRAMM AUS DEM IMPULSE-ARCHIV Stream + Live-Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

03
Donnerstag
10:00 – 14:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht DIE KUNST DER (SELBST-)ARCHIVIERUNG Telefon + Online

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

13:00 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht IMPULSE-ARCHIV

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

15:30 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht ARCHIV-GESPRÄCH, Vol. 2: Archiv & Lücke Live-Stream + Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

19:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht WUNSCHPROGRAMM AUS DEM IMPULSE-ARCHIV Stream + Live-Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

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Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

19:00, Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

21:00 – 22:00, Showcase Joana Tischkau
Playblack
TanzFaktur, Live-Stream + Chat

It’s Showtime, Baby! In PLAYBLACK werden Songs und Interviews von Ikonen der Popgeschichte kopiert und angeeignet. Eine rasante Collage über die Rolle Schwarzer Entertainer*innen in der weiß dominierten Unterhaltungsindustrie.

03.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat
04.–06.06. Video on demand

Sprache: Englisch und Deutsch

© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw

„If you’re thinking about being my Baby, it don’t matter if you’re black or white” singt der King of Pop in seinem Hit. „Black or White“ ist eine audio-visuelle Symbiose zwischen weißen Rockgitarrenriffs und Schwarzem Gangster Rap. Zum Release 1991 schwärmt Michael Jacksons Plattenfirma Epic Records sogar von einem „’Rock n’ Roll dance song about racial harmony’“.

Popmusik behauptet immer wieder, rassistische Machtstrukturen überwinden zu können. Dieser Farbenblindheit begegnet PLAYBLACK mit einem kindlichen Trotz, der genau das Gegenteil beweist. Ungeniert klaut Joana Tischkau das Format der Mini Playback Show und zeigt darin, dass die weiße Erfahrung nicht allgemeingültig ist. In einem immer chaotischer werdenen Kampf mit Kostümen, Perücken und Tanzschritten imitieren die Performerinnen Interviews und Bühnenshows verschiedener Figuren der Popgeschichte: Choreografie, Gestik, Mimik, Playback – eine perfekte Kopie.

PLAYBLACK offenbart das ambivalente Potenzial der Nachahmung: Sie kann Solidaritätsbekundung sein, aber auch Karikatur. Das weiße Begehren nach Schwarzer Verkörperung wird entblößt, indem wir uns tief in den Abgründen, Erinnerungen und Projektionen Afroamerikanischer und -deutscher Kulturproduktionen verirren. Ab in die Zauberkugel!

Credits

Performance: Joana Tischkau, Dori Antrie, Clara Reiner
Chor: Dilara Celebi, Nadine Kiala, Rahma Klein
Tonregie: Jan Gehmlich
Dramaturgie: Elisabeth Hampe
Lichtdesign: Dennis Dieter Kopp
Kostüm: Nadine Wagner
Assistenz: Leonie Kopineck
Grafikdesign und Bühne: Justus Gelbert
Bildregie: Anh Trieu
DOP: An Nguyen
Bildmischer: Nao Aphischai Luu
Produktionsleitung: Lisa Gehring
Streaming Operator: Jonathan Kastl
Kamera: Michael Maurissens, Max Kluger

Produktion

PLAYBLACK ist eine Produktion von Joana Tischkau in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Studiengang Choreographie und Performance im Rahmen der Hessischen Theaterakademie, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

Biografien

Annedore Adei Antrie studiert derzeit als einzige Person of Color im dritten Jahr Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als schauspielender Mensch steht sie für studentische und freie Projekte auf der Bühne und vor der Kamera und hofft, dass sie als Schwarze Darstellerin nach ihrem Abschluss an interessanten und komplexen Rollen und Projekten mitwirken kann und ihr stereotype, nur durch ihr Schwarzsein markierte Charaktere erspart bleiben. Als Teilnehmerin der „Mini Playback“ Show würde sie Judi Jacksons Hit „Still“ performen.

Jan Gehmlich studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er schreibt Songs, produziert Hörstücke, Podcasts, Soundcollagen und Bühnenarbeiten oftmals in Kollaboration. Sein Schaffen wird von dem Vorsatz geleitet, sich als weißer Cis-Mann in den Dienst feministischer und antirassistischer Kunstproduktion zu stellen, in der Frauen und POCs als Autor*innen auftreten können. Da das Kunstmachen nur die halbe Miete ist, fährt er mit einem Golfcaddy am Frankfurter Flughafen herum und bringt Passagiere zu ihrem Gate. Er ist auf der Suche nach Jobs im Bereich Ton, Performance und emotionale Fürsorge.

Elisabeth Hampe studierte Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie schreibt Konzepte, arbeitet als Performerin, Dramaturgin und nebenbei in einem Berliner Plattenladen. Ihr Interesse gilt den Repräsentationsmechanismen Schwarzer Musik und Kulturproduktion, so befasste sie sich z. B. kritisch mit dem viel diskutierten Mittel des Blackfacings auf deutschen Bühnen.

Dennis Dieter Kopp studierte Theater, Medien und Literatur an der Universität Hildesheim. Seit 2012 arbeitet er* als Beleuchter*, Performer* und Dramaturg* u. a. an den Münchner Kammerspielen sowie für Oliver Zahn//HAUPTAKTION, Thermoboy FK, christians//schwenk, Henrike Iglesias, Markus&Markus, Marie Simons und Ceren Oran und Joana Tischkau. Als Soloperformer* und Mitglied von cobragianni.cobra ist er* verantwortlich für „Let Me Be the Object of Your Desire“ (2012) und „EIN BISSCHEN MEHR MUSS MAN SCHON SEHEN oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte“ (2017). Seine* künstlerische Praxis befasst sich vor allem mit Fragen kritischer Männlichkeitsforschung auf der Suche nach queeren, feministischen und intersektionalen Perspektiven.

Clara Reiner kam dank ihrer Kindheit in einem popfernen Haushalt erst durch die Arbeit an PLAYBLACK in den Genuss der „Mini Playback Show“. Inzwischen hat sie ein Gespür für die Fallstricke des Showbusiness und einen Ohrwurm entwickelt. Wenn sie nicht mit PLAYBLACK tourt, studiert sie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie macht Stücke und Dinge, arbeitet meistens mit anderen und interessiert sich für nichtmenschliche Akteur*innen.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Ina Trenk studiert Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und lernte Joana Tischkau und Jan Gehmlich über die gemeinsame Arbeit am von Anne Kapsner initiierten Projekt „Der Ursprung der Welt“ an der Hessischen Theaterakademie kennen. Obwohl sie die Bühnenoutfits von Boney M. sofort inspirierten, kannte sie die Band vorher nicht. Ihr Lieblingssong ist „Green Grass of Tunnel“ von Múm.

17:30 – 19:00, Stadtprojekt Club Real
Expert*innengespräch: DIE GROSSE SCHERE
Videokonferenz
03.06.21 17:30–19:00

Die Teilnahme ist kostenlos.

Mit der GROSSEN SCHERE setzen Club Real der sozialen Ungleichheit in Mülheim ein Denkmal gesetzt. Im Expert*innengespräch gehen sie diesem Phänomen gemeinsam mit der Historikerin Eva Gajek und dem Soziologen Volker Kersting auf den Grund: Woran lässt sich soziale Ungleichheit festmachen? Und wie wird sie in Städten sichtbar? Was ist dran an der Behauptung von Club Real, dass die Schere zwischen Arm und Reich zur Gefahr für die Gesellschaft wird, wenn sie sich zu weit öffnet? Volker Kersting war Leiter der „Stadtforschung und Statistik“ von Mülheim an der Ruhr und hat an der Ruhr-Universität Bochum u.a. zu sozialer Stadtentwicklung geforscht. Eva Gajek forscht an der Universität Gießen zu einer Geschichte des Reichtums von 1900 bis 1970.

04
Freitag
10:00 – 14:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht DIE KUNST DER (SELBST-)ARCHIVIERUNG Telefon + Online

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
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Sprache: Deutsch

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Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

13:00 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht IMPULSE-ARCHIV Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

15:30 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht ARCHIV-GESPRÄCH, Vol. 3: Archiv & Erinnerung Live-Stream + Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

19:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht WUNSCHPROGRAMM AUS DEM IMPULSE-ARCHIV Stream + Live-Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Joana Tischkau
Playblack
Video on demand

It’s Showtime, Baby! In PLAYBLACK werden Songs und Interviews von Ikonen der Popgeschichte kopiert und angeeignet. Eine rasante Collage über die Rolle Schwarzer Entertainer*innen in der weiß dominierten Unterhaltungsindustrie.

03.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat
04.–06.06. Video on demand

Sprache: Englisch und Deutsch

© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw

„If you’re thinking about being my Baby, it don’t matter if you’re black or white” singt der King of Pop in seinem Hit. „Black or White“ ist eine audio-visuelle Symbiose zwischen weißen Rockgitarrenriffs und Schwarzem Gangster Rap. Zum Release 1991 schwärmt Michael Jacksons Plattenfirma Epic Records sogar von einem „’Rock n’ Roll dance song about racial harmony’“.

Popmusik behauptet immer wieder, rassistische Machtstrukturen überwinden zu können. Dieser Farbenblindheit begegnet PLAYBLACK mit einem kindlichen Trotz, der genau das Gegenteil beweist. Ungeniert klaut Joana Tischkau das Format der Mini Playback Show und zeigt darin, dass die weiße Erfahrung nicht allgemeingültig ist. In einem immer chaotischer werdenen Kampf mit Kostümen, Perücken und Tanzschritten imitieren die Performerinnen Interviews und Bühnenshows verschiedener Figuren der Popgeschichte: Choreografie, Gestik, Mimik, Playback – eine perfekte Kopie.

PLAYBLACK offenbart das ambivalente Potenzial der Nachahmung: Sie kann Solidaritätsbekundung sein, aber auch Karikatur. Das weiße Begehren nach Schwarzer Verkörperung wird entblößt, indem wir uns tief in den Abgründen, Erinnerungen und Projektionen Afroamerikanischer und -deutscher Kulturproduktionen verirren. Ab in die Zauberkugel!

Credits

Performance: Joana Tischkau, Dori Antrie, Clara Reiner
Chor: Dilara Celebi, Nadine Kiala, Rahma Klein
Tonregie: Jan Gehmlich
Dramaturgie: Elisabeth Hampe
Lichtdesign: Dennis Dieter Kopp
Kostüm: Nadine Wagner
Assistenz: Leonie Kopineck
Grafikdesign und Bühne: Justus Gelbert
Bildregie: Anh Trieu
DOP: An Nguyen
Bildmischer: Nao Aphischai Luu
Produktionsleitung: Lisa Gehring
Streaming Operator: Jonathan Kastl
Kamera: Michael Maurissens, Max Kluger

Produktion

PLAYBLACK ist eine Produktion von Joana Tischkau in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Studiengang Choreographie und Performance im Rahmen der Hessischen Theaterakademie, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

Biografien

Annedore Adei Antrie studiert derzeit als einzige Person of Color im dritten Jahr Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als schauspielender Mensch steht sie für studentische und freie Projekte auf der Bühne und vor der Kamera und hofft, dass sie als Schwarze Darstellerin nach ihrem Abschluss an interessanten und komplexen Rollen und Projekten mitwirken kann und ihr stereotype, nur durch ihr Schwarzsein markierte Charaktere erspart bleiben. Als Teilnehmerin der „Mini Playback“ Show würde sie Judi Jacksons Hit „Still“ performen.

Jan Gehmlich studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er schreibt Songs, produziert Hörstücke, Podcasts, Soundcollagen und Bühnenarbeiten oftmals in Kollaboration. Sein Schaffen wird von dem Vorsatz geleitet, sich als weißer Cis-Mann in den Dienst feministischer und antirassistischer Kunstproduktion zu stellen, in der Frauen und POCs als Autor*innen auftreten können. Da das Kunstmachen nur die halbe Miete ist, fährt er mit einem Golfcaddy am Frankfurter Flughafen herum und bringt Passagiere zu ihrem Gate. Er ist auf der Suche nach Jobs im Bereich Ton, Performance und emotionale Fürsorge.

Elisabeth Hampe studierte Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie schreibt Konzepte, arbeitet als Performerin, Dramaturgin und nebenbei in einem Berliner Plattenladen. Ihr Interesse gilt den Repräsentationsmechanismen Schwarzer Musik und Kulturproduktion, so befasste sie sich z. B. kritisch mit dem viel diskutierten Mittel des Blackfacings auf deutschen Bühnen.

Dennis Dieter Kopp studierte Theater, Medien und Literatur an der Universität Hildesheim. Seit 2012 arbeitet er* als Beleuchter*, Performer* und Dramaturg* u. a. an den Münchner Kammerspielen sowie für Oliver Zahn//HAUPTAKTION, Thermoboy FK, christians//schwenk, Henrike Iglesias, Markus&Markus, Marie Simons und Ceren Oran und Joana Tischkau. Als Soloperformer* und Mitglied von cobragianni.cobra ist er* verantwortlich für „Let Me Be the Object of Your Desire“ (2012) und „EIN BISSCHEN MEHR MUSS MAN SCHON SEHEN oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte“ (2017). Seine* künstlerische Praxis befasst sich vor allem mit Fragen kritischer Männlichkeitsforschung auf der Suche nach queeren, feministischen und intersektionalen Perspektiven.

Clara Reiner kam dank ihrer Kindheit in einem popfernen Haushalt erst durch die Arbeit an PLAYBLACK in den Genuss der „Mini Playback Show“. Inzwischen hat sie ein Gespür für die Fallstricke des Showbusiness und einen Ohrwurm entwickelt. Wenn sie nicht mit PLAYBLACK tourt, studiert sie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie macht Stücke und Dinge, arbeitet meistens mit anderen und interessiert sich für nichtmenschliche Akteur*innen.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Ina Trenk studiert Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und lernte Joana Tischkau und Jan Gehmlich über die gemeinsame Arbeit am von Anne Kapsner initiierten Projekt „Der Ursprung der Welt“ an der Hessischen Theaterakademie kennen. Obwohl sie die Bühnenoutfits von Boney M. sofort inspirierten, kannte sie die Band vorher nicht. Ihr Lieblingssong ist „Green Grass of Tunnel“ von Múm.

21:00 – 22:00, Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Live-Stream

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

05
Samstag
10:00 – 14:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht DIE KUNST DER (SELBST-)ARCHIVIERUNG Telefon + Online

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

10:00 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht 100 MÄNNER, 100 KUCHEN, 100 (POP-)DIVEN. 7-stündige Non-stop-Lesung mit Çakey Blond Live-Stream

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

13:00 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht IMPULSE-ARCHIV Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

15:30 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht ARCHIV-GESPRÄCH, Vol. 4: Archiv & Müll Live-Stream + Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

19:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht WUNSCHPROGRAMM AUS DEM IMPULSE-ARCHIV Stream + Live-Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Joana Tischkau
Playblack
Video on demand

It’s Showtime, Baby! In PLAYBLACK werden Songs und Interviews von Ikonen der Popgeschichte kopiert und angeeignet. Eine rasante Collage über die Rolle Schwarzer Entertainer*innen in der weiß dominierten Unterhaltungsindustrie.

03.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat
04.–06.06. Video on demand

Sprache: Englisch und Deutsch

© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw

„If you’re thinking about being my Baby, it don’t matter if you’re black or white” singt der King of Pop in seinem Hit. „Black or White“ ist eine audio-visuelle Symbiose zwischen weißen Rockgitarrenriffs und Schwarzem Gangster Rap. Zum Release 1991 schwärmt Michael Jacksons Plattenfirma Epic Records sogar von einem „’Rock n’ Roll dance song about racial harmony’“.

Popmusik behauptet immer wieder, rassistische Machtstrukturen überwinden zu können. Dieser Farbenblindheit begegnet PLAYBLACK mit einem kindlichen Trotz, der genau das Gegenteil beweist. Ungeniert klaut Joana Tischkau das Format der Mini Playback Show und zeigt darin, dass die weiße Erfahrung nicht allgemeingültig ist. In einem immer chaotischer werdenen Kampf mit Kostümen, Perücken und Tanzschritten imitieren die Performerinnen Interviews und Bühnenshows verschiedener Figuren der Popgeschichte: Choreografie, Gestik, Mimik, Playback – eine perfekte Kopie.

PLAYBLACK offenbart das ambivalente Potenzial der Nachahmung: Sie kann Solidaritätsbekundung sein, aber auch Karikatur. Das weiße Begehren nach Schwarzer Verkörperung wird entblößt, indem wir uns tief in den Abgründen, Erinnerungen und Projektionen Afroamerikanischer und -deutscher Kulturproduktionen verirren. Ab in die Zauberkugel!

Credits

Performance: Joana Tischkau, Dori Antrie, Clara Reiner
Chor: Dilara Celebi, Nadine Kiala, Rahma Klein
Tonregie: Jan Gehmlich
Dramaturgie: Elisabeth Hampe
Lichtdesign: Dennis Dieter Kopp
Kostüm: Nadine Wagner
Assistenz: Leonie Kopineck
Grafikdesign und Bühne: Justus Gelbert
Bildregie: Anh Trieu
DOP: An Nguyen
Bildmischer: Nao Aphischai Luu
Produktionsleitung: Lisa Gehring
Streaming Operator: Jonathan Kastl
Kamera: Michael Maurissens, Max Kluger

Produktion

PLAYBLACK ist eine Produktion von Joana Tischkau in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Studiengang Choreographie und Performance im Rahmen der Hessischen Theaterakademie, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

Biografien

Annedore Adei Antrie studiert derzeit als einzige Person of Color im dritten Jahr Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als schauspielender Mensch steht sie für studentische und freie Projekte auf der Bühne und vor der Kamera und hofft, dass sie als Schwarze Darstellerin nach ihrem Abschluss an interessanten und komplexen Rollen und Projekten mitwirken kann und ihr stereotype, nur durch ihr Schwarzsein markierte Charaktere erspart bleiben. Als Teilnehmerin der „Mini Playback“ Show würde sie Judi Jacksons Hit „Still“ performen.

Jan Gehmlich studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er schreibt Songs, produziert Hörstücke, Podcasts, Soundcollagen und Bühnenarbeiten oftmals in Kollaboration. Sein Schaffen wird von dem Vorsatz geleitet, sich als weißer Cis-Mann in den Dienst feministischer und antirassistischer Kunstproduktion zu stellen, in der Frauen und POCs als Autor*innen auftreten können. Da das Kunstmachen nur die halbe Miete ist, fährt er mit einem Golfcaddy am Frankfurter Flughafen herum und bringt Passagiere zu ihrem Gate. Er ist auf der Suche nach Jobs im Bereich Ton, Performance und emotionale Fürsorge.

Elisabeth Hampe studierte Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie schreibt Konzepte, arbeitet als Performerin, Dramaturgin und nebenbei in einem Berliner Plattenladen. Ihr Interesse gilt den Repräsentationsmechanismen Schwarzer Musik und Kulturproduktion, so befasste sie sich z. B. kritisch mit dem viel diskutierten Mittel des Blackfacings auf deutschen Bühnen.

Dennis Dieter Kopp studierte Theater, Medien und Literatur an der Universität Hildesheim. Seit 2012 arbeitet er* als Beleuchter*, Performer* und Dramaturg* u. a. an den Münchner Kammerspielen sowie für Oliver Zahn//HAUPTAKTION, Thermoboy FK, christians//schwenk, Henrike Iglesias, Markus&Markus, Marie Simons und Ceren Oran und Joana Tischkau. Als Soloperformer* und Mitglied von cobragianni.cobra ist er* verantwortlich für „Let Me Be the Object of Your Desire“ (2012) und „EIN BISSCHEN MEHR MUSS MAN SCHON SEHEN oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte“ (2017). Seine* künstlerische Praxis befasst sich vor allem mit Fragen kritischer Männlichkeitsforschung auf der Suche nach queeren, feministischen und intersektionalen Perspektiven.

Clara Reiner kam dank ihrer Kindheit in einem popfernen Haushalt erst durch die Arbeit an PLAYBLACK in den Genuss der „Mini Playback Show“. Inzwischen hat sie ein Gespür für die Fallstricke des Showbusiness und einen Ohrwurm entwickelt. Wenn sie nicht mit PLAYBLACK tourt, studiert sie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie macht Stücke und Dinge, arbeitet meistens mit anderen und interessiert sich für nichtmenschliche Akteur*innen.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Ina Trenk studiert Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und lernte Joana Tischkau und Jan Gehmlich über die gemeinsame Arbeit am von Anne Kapsner initiierten Projekt „Der Ursprung der Welt“ an der Hessischen Theaterakademie kennen. Obwohl sie die Bühnenoutfits von Boney M. sofort inspirierten, kannte sie die Band vorher nicht. Ihr Lieblingssong ist „Green Grass of Tunnel“ von Múm.

14:00 – 14:45, Showcase Ülkü Süngün
Takdİr. Die Anerkennung
+ Gespräch im Anschluss Ebertplatz, Köln

Zehn Menschen hat der NSU ermordet. Ihre Namen können die meisten Deutschen noch nicht einmal korrekt aussprechen. Deshalb lädt Ülkü Süngün Passant*innen zu einem Sprachkurs ein. Ein temporäres Denkmal für Theodoros Boulgarides, Michèle Kiesewetter, Habil Kılıç, Mehmet Kubaşık, Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Süleyman Taşköprü, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar und Halit Yozgat.

05.06.21 14:00–14:45

+ Gespräch im Anschluss

Im Anschluss an die Vorstellung am 05.06. Gespräch mit Ülkü Süngün und Kutlu Yurtseven (engagiert bei der Initiative „Keupstraße ist überall“, Rapper bei der Kölner Gruppe Microphone Mafia, Lehrer, Sozialarbeiter sowie Mitwirkender bei der Keupstraßen-Trilogie am Schauspiel Köln).
Sie sprechen über verschiedene Formen der Erinnerungsarbeit und die Wichtigkeit eines solidarischen Aktivismus.

Sprache: Deutsch

TAKDİR. DIE ANERKENNUNG Ülkü Süngün © Robin Junicke
TAKDİR. DIE ANERKENNUNG Ülkü Süngün © Robin Junicke
© Christian Schuller

Die Performance beginnt mit einem Lauttraining: Jeweils eine Person sitzt der Künstlerin gegenüber und übt mit ihr die türkische Aussprache der Buchstaben „r“, „z“, „ı“ und „ç“. Daraufhin lernen die Teilnehmendein, die Namen der zehn Opfer richtig auszusprechen, um sie dann gemeinsam mit Ülkü Süngün laut vorzutragen. Der Sprachkurs wird per Lautsprecher übertragen und so verstärkt, dass er rundherum hörbar ist. Mit jeder*m weiteren Teilnehmenden wird der „Chor der Sprechenden und Erinnernden“ lauter.

Takdir heißt übersetzt Anerkennung, Wertschätzung. Im Akt des repetitiven Aussprechens der Namen klingen Erinnerung und Anerkennung nach, es entsteht ein temporäres Denkmal an die NSU-Mordopfer. Ülkü Süngün hinterfragt in ihrer Performance Praktiken der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum: Wer wird anerkannt, wer wird mit Denkmälern geehrt und wer nicht? Wie kann Erinnerung öffentlich stattfinden, ohne mit einem Monument bedacht zu werden? In welcher Form kann Erinnerung in Sprache gefasst werden? Und was bedeutet der jeweilige Moment des Erinnerns für jede*n Einzelne*n von uns?

Produktion

Eine Eigenproduktion von Ülkü Süngün.

Biografie

Ülkü Süngün lebt und arbeitet in Stuttgart, wo sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei studierte. Ihre künstlerische Forschung untersucht mittels prozessorientierter wie kollaborativer Ansätze Migrations- und Identitätspolitiken ebenso wie Erinnerung. Ihre kritischen Arbeiten bedienen sich dabei der Fotografie, der Installation und der Bildhauerei, werden aber auch als Lecture-Performances realisiert. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigte sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen der Lehre. Im Künstlerhaus Stuttgart realisierte sie ihr Projekt „Institut für Künstlerische Migrationsforschung“. Mit dem 2017 gegründeten gleichnamigen Verein macht sie ihre bisherige künstlerische, sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt Räume nomadisch.

22:30 – 23:45, Showcase Samara Hersch
Body of Knowledge (at home)
AUSVERKAUFT Telefon + Online

Das Theater kommt zum Publikum nach Hause! Per Telefon sind die Zuhörer*innen untereinander und mit acht Teenagern aus Australien verbunden. In körperlicher Vereinzelung entsteht ein berührender Dialog zwischen den Generationen – über Nähe, Sexualität, Zukunftsängste und Trauer.

05.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

06.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

11.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

13.06.21 11:00–12:15

AUSVERKAUFT

13.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

Telefongespräch + Videokonferenz

Sprache: Englisch

© Pier Carthew
© Pier Carthew
© Pier Carthew

Die ursprüngliche Version des Stücks tourte 2019 erfolgreich auf den Bühnen Australiens und Europas. Vor dem Hintergrund der Pandemie hat Samara Hersch eine Version ihrer Arbeit entworfen, die es den Zuschauer*innen ermöglicht, von zu Hause aus teilzunehmen. Über digitale Signale verbunden tauschen Jugendliche und Erwachsene Wissen und Erfahrungen untereinander aus und lassen sich im Schutz der Anonymität auf die unsicheren Gefilde einer Begegnung mit Unbekannten ein.

Um an der Performance teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Computer sowie ein Telefon mit WhatsApp-Zugang. Außerdem erhalten Sie per Post ein Päckchen mit Requisiten. Zur Abfrage der Nummer, unter der Sie bei WhatsApp zu erreichen sind, sowie Ihrer Postadresse senden wir Ihnen nach dem Ticketkauf eine E-Mail. Bitte schauen Sie ggf. auch in Ihrem Spam-Ordner nach.

Credits

Künstlerische Leitung: Samara Hersch

Creative Technology: Fred Rodrigues, Nathan Fain
Künstlerische Mitarbeit: Cassandra Fumi
Dramaturgie: Maria Rößler
Produktionsassistenz: Bec Reid
Photos: Pier Carthew

Produktion

BODY OF KNOWLEDGE wurde realisiert im Rahmen von Be SpectACTive! in Koproduktion mit SICK! Festival, Liveworks Festival of Experimental Art und Carriageworks. Die „At Home“-Version ist eine Koproduktion von Internationales Sommerfestival Kampnagel, Hamburg, und Zürcher Theater Spektakel.

Biografie

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master am DAS Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nichthierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT’S HAPPENING, die sie gemeinsam mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakel 2019 sowie mit dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

06
Sonntag
13:00 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht IMPULSE-ARCHIV

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

15:30 – 17:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht ARCHIV-GESPRÄCH, Vol. 5: Archiv & Utopie Live-Stream + Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

17:00 – 19:30, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht PLÄDOYER FÜR FREIE ARCHIVE: WAS BLEIBT? Live-Stream + Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

19:00, Akademie Akademie #1 – Geschichte wird gemacht WUNSCHPROGRAMM AUS DEM IMPULSE-ARCHIV Stream + Live-Chat

Ein performatives Archiv des Freien Theaters
02.06.–06.06., Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf + Online
Sprache: Deutsch

Das digitale Impulse-Archiv ist online.
Hier finden Sie die Forschungsarbeiten der Archiv-Künstler*innen und können direkt an Gesprächsreihen und allen weiteren Programmpunkten der AKADEMIE #1 teilnehmen oder diese später in der Archiv-Mediathek nachschauen.

Das Impulse-Archiv in der Graf-Adolf-Straße 49, 40210 Düsseldorf, ist vom 03.–06.06. von 13:00–17:00 geöffnet.
Bitte um Anmeldung.


Seit der Gründung des Impulse Theater Festivals hat sich das Freie Theater stark verändert: ästhetisch, inhaltlich und strukturell. Welche Spuren hat dies in 31 Jahren Festivalgeschichte hinterlassen, welche Überreste sind geblieben? Wie lassen sich mit ihrer Hilfe Aussagen über die Vergangenheit treffen? Und wie könnte ein Archiv aussehen, das die Vergangenheit nicht bloß konserviert, sondern auch vergegenwärtigt?

Ausgewählte Künstler*innen haben im Rahmen von Residenzen ihren eigenen Zugang zu den Relikten vergangener Festivals entwickelt. Sie befragen Statistiken, Objekte, Fotos und audiovisuelle Medien, Programmhefte, Pressetexte und Zeitzeug*innen. Dabei suchen sie nach dominanten Erzählungen und Utopien oder fragen nach dem Unsichtbaren, Marginalisierten und Ausgegrenzten.

Zeitgleich sind fünf Künstler*innenkollektive aus NRW im Rahmen von Forschungsstipendien des Impulse Theater Festivals der Frage nachgegangen, wie die Archivierung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit aussehen kann. Beim Durchstöbern ihrer Archivbestände haben sie unterschiedliche künstlerische Strategien zur (Selbst-)Archivierung an der Schnittstelle von Theater, Archiv und digitaler Kunst erprobt. Ihre Forschungszwischenstände stellen sie in der digitalen AKADEMIE vor.

Studierende unser Hochschulkooperationen haben sich ebenfalls mit Archivierungsprozessen und alternativen Sammlungsstrategien beschäftigt und eigene Perspektiven auf das Impulse Archiv eröffnet.

In täglichen Archiv-Gesprächen diskutieren Expert*innen aus den Forschungsbereichen Kultur- und Medienwissenschaft, Museologie, Historik, Oral History und Zukunftsforschung Prozesse des Archivierens zwischen Erinnerungskultur, utopischen Szenarien und dem Sichtbarmachen von Leerstellen. Zudem geben Zeitzeug*innen aus drei Jahrzehnten Festivalgeschichte Einblick in ihre persönlichen Erinnerungen.

Programmleitung: Daniel Richter
Produktionsleitung: Susanne Berthold
Konzeption 2020: Kolja Burgschuld, Alice Ferl

Die AKADEMIE #1 – GESCHICHTE WIRD GEMACHT findet in Kooperation mit der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., dem NRW KULTURsekretariat und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW statt.

Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

Showcase Joana Tischkau
Playblack
Video on demand

It’s Showtime, Baby! In PLAYBLACK werden Songs und Interviews von Ikonen der Popgeschichte kopiert und angeeignet. Eine rasante Collage über die Rolle Schwarzer Entertainer*innen in der weiß dominierten Unterhaltungsindustrie.

03.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat
04.–06.06. Video on demand

Sprache: Englisch und Deutsch

© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw
© Daniel Michael Shaw

„If you’re thinking about being my Baby, it don’t matter if you’re black or white” singt der King of Pop in seinem Hit. „Black or White“ ist eine audio-visuelle Symbiose zwischen weißen Rockgitarrenriffs und Schwarzem Gangster Rap. Zum Release 1991 schwärmt Michael Jacksons Plattenfirma Epic Records sogar von einem „’Rock n’ Roll dance song about racial harmony’“.

Popmusik behauptet immer wieder, rassistische Machtstrukturen überwinden zu können. Dieser Farbenblindheit begegnet PLAYBLACK mit einem kindlichen Trotz, der genau das Gegenteil beweist. Ungeniert klaut Joana Tischkau das Format der Mini Playback Show und zeigt darin, dass die weiße Erfahrung nicht allgemeingültig ist. In einem immer chaotischer werdenen Kampf mit Kostümen, Perücken und Tanzschritten imitieren die Performerinnen Interviews und Bühnenshows verschiedener Figuren der Popgeschichte: Choreografie, Gestik, Mimik, Playback – eine perfekte Kopie.

PLAYBLACK offenbart das ambivalente Potenzial der Nachahmung: Sie kann Solidaritätsbekundung sein, aber auch Karikatur. Das weiße Begehren nach Schwarzer Verkörperung wird entblößt, indem wir uns tief in den Abgründen, Erinnerungen und Projektionen Afroamerikanischer und -deutscher Kulturproduktionen verirren. Ab in die Zauberkugel!

Credits

Performance: Joana Tischkau, Dori Antrie, Clara Reiner
Chor: Dilara Celebi, Nadine Kiala, Rahma Klein
Tonregie: Jan Gehmlich
Dramaturgie: Elisabeth Hampe
Lichtdesign: Dennis Dieter Kopp
Kostüm: Nadine Wagner
Assistenz: Leonie Kopineck
Grafikdesign und Bühne: Justus Gelbert
Bildregie: Anh Trieu
DOP: An Nguyen
Bildmischer: Nao Aphischai Luu
Produktionsleitung: Lisa Gehring
Streaming Operator: Jonathan Kastl
Kamera: Michael Maurissens, Max Kluger

Produktion

PLAYBLACK ist eine Produktion von Joana Tischkau in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Studiengang Choreographie und Performance im Rahmen der Hessischen Theaterakademie, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

Biografien

Annedore Adei Antrie studiert derzeit als einzige Person of Color im dritten Jahr Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als schauspielender Mensch steht sie für studentische und freie Projekte auf der Bühne und vor der Kamera und hofft, dass sie als Schwarze Darstellerin nach ihrem Abschluss an interessanten und komplexen Rollen und Projekten mitwirken kann und ihr stereotype, nur durch ihr Schwarzsein markierte Charaktere erspart bleiben. Als Teilnehmerin der „Mini Playback“ Show würde sie Judi Jacksons Hit „Still“ performen.

Jan Gehmlich studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er schreibt Songs, produziert Hörstücke, Podcasts, Soundcollagen und Bühnenarbeiten oftmals in Kollaboration. Sein Schaffen wird von dem Vorsatz geleitet, sich als weißer Cis-Mann in den Dienst feministischer und antirassistischer Kunstproduktion zu stellen, in der Frauen und POCs als Autor*innen auftreten können. Da das Kunstmachen nur die halbe Miete ist, fährt er mit einem Golfcaddy am Frankfurter Flughafen herum und bringt Passagiere zu ihrem Gate. Er ist auf der Suche nach Jobs im Bereich Ton, Performance und emotionale Fürsorge.

Elisabeth Hampe studierte Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie schreibt Konzepte, arbeitet als Performerin, Dramaturgin und nebenbei in einem Berliner Plattenladen. Ihr Interesse gilt den Repräsentationsmechanismen Schwarzer Musik und Kulturproduktion, so befasste sie sich z. B. kritisch mit dem viel diskutierten Mittel des Blackfacings auf deutschen Bühnen.

Dennis Dieter Kopp studierte Theater, Medien und Literatur an der Universität Hildesheim. Seit 2012 arbeitet er* als Beleuchter*, Performer* und Dramaturg* u. a. an den Münchner Kammerspielen sowie für Oliver Zahn//HAUPTAKTION, Thermoboy FK, christians//schwenk, Henrike Iglesias, Markus&Markus, Marie Simons und Ceren Oran und Joana Tischkau. Als Soloperformer* und Mitglied von cobragianni.cobra ist er* verantwortlich für „Let Me Be the Object of Your Desire“ (2012) und „EIN BISSCHEN MEHR MUSS MAN SCHON SEHEN oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte“ (2017). Seine* künstlerische Praxis befasst sich vor allem mit Fragen kritischer Männlichkeitsforschung auf der Suche nach queeren, feministischen und intersektionalen Perspektiven.

Clara Reiner kam dank ihrer Kindheit in einem popfernen Haushalt erst durch die Arbeit an PLAYBLACK in den Genuss der „Mini Playback Show“. Inzwischen hat sie ein Gespür für die Fallstricke des Showbusiness und einen Ohrwurm entwickelt. Wenn sie nicht mit PLAYBLACK tourt, studiert sie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie macht Stücke und Dinge, arbeitet meistens mit anderen und interessiert sich für nichtmenschliche Akteur*innen.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Ina Trenk studiert Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und lernte Joana Tischkau und Jan Gehmlich über die gemeinsame Arbeit am von Anne Kapsner initiierten Projekt „Der Ursprung der Welt“ an der Hessischen Theaterakademie kennen. Obwohl sie die Bühnenoutfits von Boney M. sofort inspirierten, kannte sie die Band vorher nicht. Ihr Lieblingssong ist „Green Grass of Tunnel“ von Múm.

13:00 – 14:15, Showcase Samara Hersch
Body of Knowledge (at home)
AUSVERKAUFT Telefon + Online

Das Theater kommt zum Publikum nach Hause! Per Telefon sind die Zuhörer*innen untereinander und mit acht Teenagern aus Australien verbunden. In körperlicher Vereinzelung entsteht ein berührender Dialog zwischen den Generationen – über Nähe, Sexualität, Zukunftsängste und Trauer.

05.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

06.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

11.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

13.06.21 11:00–12:15

AUSVERKAUFT

13.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

Telefongespräch + Videokonferenz

Sprache: Englisch

© Pier Carthew
© Pier Carthew
© Pier Carthew

Die ursprüngliche Version des Stücks tourte 2019 erfolgreich auf den Bühnen Australiens und Europas. Vor dem Hintergrund der Pandemie hat Samara Hersch eine Version ihrer Arbeit entworfen, die es den Zuschauer*innen ermöglicht, von zu Hause aus teilzunehmen. Über digitale Signale verbunden tauschen Jugendliche und Erwachsene Wissen und Erfahrungen untereinander aus und lassen sich im Schutz der Anonymität auf die unsicheren Gefilde einer Begegnung mit Unbekannten ein.

Um an der Performance teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Computer sowie ein Telefon mit WhatsApp-Zugang. Außerdem erhalten Sie per Post ein Päckchen mit Requisiten. Zur Abfrage der Nummer, unter der Sie bei WhatsApp zu erreichen sind, sowie Ihrer Postadresse senden wir Ihnen nach dem Ticketkauf eine E-Mail. Bitte schauen Sie ggf. auch in Ihrem Spam-Ordner nach.

Credits

Künstlerische Leitung: Samara Hersch

Creative Technology: Fred Rodrigues, Nathan Fain
Künstlerische Mitarbeit: Cassandra Fumi
Dramaturgie: Maria Rößler
Produktionsassistenz: Bec Reid
Photos: Pier Carthew

Produktion

BODY OF KNOWLEDGE wurde realisiert im Rahmen von Be SpectACTive! in Koproduktion mit SICK! Festival, Liveworks Festival of Experimental Art und Carriageworks. Die „At Home“-Version ist eine Koproduktion von Internationales Sommerfestival Kampnagel, Hamburg, und Zürcher Theater Spektakel.

Biografie

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master am DAS Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nichthierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT’S HAPPENING, die sie gemeinsam mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakel 2019 sowie mit dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

07
Montag
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

08
Dienstag
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

10:00 – 11:15, Showcase Turbo Pascal
Unterscheidet Euch!
Schulvorstellung Videokonferenz

Menschen sind verschieden, und das ist ganz normal. Aber was ist mit dem Unterschied zwischen Arm und Reich? Muss das so sein? Und ist das gerecht? Ein interaktives Gesellschaftsspiel über die Frage, wer oder was bestimmt, welche Wege Kindern offenstehen und welche nicht.

08.06.21 10:00–11:15

Schulvorstellung

08.06.21 18:00–19:15 Tickets 09.06.21 10:00–11:15

Schulvorstellung

Videokonferenz

Sprache: Deutsch
Für Kinder von 9 bis 14 Jahren (4. – 7. Klasse) und Erwachsene

Informationen zu den Teilnahmemodalitäten finden Sie hier.
Interessierte Lehrer*innen wenden sich bitte an info[at]impulsefestival.de.

© Daniela del Pomar
© Christian Brachwitz
© Christian Brachwitz

Im Publikum gibt es Gestreifte, Geblümte und welche mit Schrift auf der Kleidung. „Ich kann da keine Ordnung erkennen!“, ruft einer der Schauspieler. Oder werden Menschen doch sortiert? Turbo Pascal spielen mit dem Publikum gesellschaftliche Ordnungen durch und versuchen, Unordnung zu stiften. Die jungen Zuschauer*innen können sich selbst aussuchen, unter welcher Überschrift sie sich wohlfühlen — bei den Schüchternen, den Coolen, den Fußballfans, den Pferdefans.

Aber ist es auch okay, die Armen und Reichen auseinander zu sortieren? Und wann ist man arm, wann reich, wann in der Mitte? Ist reich, wer in einem Haus am Stadtrand mit eigenem Garten wohnt? Oder erst wer Aktien im Wert von fünf Millionen Euro besitzt? Wie wird man arm, wie wird man reich? Hat das damit zu tun, wer wieviel arbeitet? Oder ist das von Anfang an vorbestimmt? Und wie sind die Leute, die hier auftreten, eigentlich zum Theater gekommen? Die eine hat in der Elternlotterie Theaterfans gezogen, der andere erzählt, dass Geld für seine Eltern kein Thema war — er sollte sich einfach einen Beruf aussuchen, der ihm Spaß macht. Und ein Dritter hatte Eltern, die kaum Bücher besaßen. Nicht alle haben dieselben Startbedingungen, dieselben Chancen. Und wenn man die Unterschiede nicht kennt, dann kann man auch nichts daran ändern.

Hinweis:
Die Online-Performance findet mittels der Plattform „Zoom“ statt. Für die Teilnahme wird pro Person ein Rechner oder ein Laptop mit Kamera und Mikrofon (am besten mit Kopfhörern) benötigt, auf dem die aktuelle Version der Software installiert ist. Mit Tablets oder Handys funktioniert das Format leider nicht. Für die interaktive Teilnahme ist es wichtig, dass die Kamera eingeschaltet sein darf. Deshalb muss im Vorfeld eine Datenschutzerklärung ausgefüllt werden.

Ausgezeichnet mit dem IKARUS-Theaterpreis des JugendKulturService Berlin 2019

Credits

Darsteller*innen: Friedrich Greiling, Hanni Lorenz, Wolfgang Boos sowie in
wechselnder Besetzung: Eva Plischke, Angela Löer, Frank Oberhäußer
Regie: Turbo Pascal
Bühne, Kostüm: Janina Janke
Musik: Friedrich Greiling
Dramaturgie: Karola Marsch
Dramaturgische Beratung digitales Spielformat: Jutta Wangemann
Vermittlung: Maria Karamoutsiou
Regieassistenz: Meike Krämer
Assistenz Bühne + Kostüme: Orli Baruch
Bühnentechnik: Henning Beckmann
Lichtgestaltung: Rainer Pagel
Ton- und Videotechnik: Max Berthold
Digitale Inspizienz: Janina Janke, Margret Schütz
Maske: Annika Titzmann
Requisite: Sarah Kornettka
Ankleide: Ute Seyer

Das Stück entstand in Zusammenarbeit mit Schulklassen der Hector-Peterson-Schule, der Pettenkofer-Grundschule, der Paavo-Nurmi-Grundschule und des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums.

Produktion

Junges Staatstheater Berlin – Theater an der Parkaue.

Biografie

Turbo Pascal entwickelt interaktive Performances, die das Theater zum Versammlungs- und Verhandlungsraum gesellschaftlicher Prozesse, Dynamiken und Utopien machen. Zudem realisiert das Kollektiv, das sich im Kontext des Studiengangs Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim gründete, partizipative Projekte mit Bürger*innen oder Jugendlichen und konzipiert Gesprächs- und Kommunikationsformate. Seit 2008 hat das Kollektiv seinen Sitz in Berlin und arbeitet kontinuierlich mit den Sophiensælen zusammen, außerdem mit dem HAU, dem Deutschen Theater und dem Theater an der Parkaue. Turbo Pascal sind Angela Löer, Eva Plischke, Frank Oberhäußer, Margret Schütz (Konzeption, Performance), Friedrich Greiling (Musik), Janina Janke (Raum) sowie Lisanne Grotz und Marit Buchmeier (Produktion).

18:00 – 19:15, Showcase Turbo Pascal
Unterscheidet Euch!
Videokonferenz

Menschen sind verschieden, und das ist ganz normal. Aber was ist mit dem Unterschied zwischen Arm und Reich? Muss das so sein? Und ist das gerecht? Ein interaktives Gesellschaftsspiel über die Frage, wer oder was bestimmt, welche Wege Kindern offenstehen und welche nicht.

08.06.21 10:00–11:15

Schulvorstellung

08.06.21 18:00–19:15 Tickets 09.06.21 10:00–11:15

Schulvorstellung

Videokonferenz

Sprache: Deutsch
Für Kinder von 9 bis 14 Jahren (4. – 7. Klasse) und Erwachsene

Informationen zu den Teilnahmemodalitäten finden Sie hier.
Interessierte Lehrer*innen wenden sich bitte an info[at]impulsefestival.de.

© Daniela del Pomar
© Christian Brachwitz
© Christian Brachwitz

Im Publikum gibt es Gestreifte, Geblümte und welche mit Schrift auf der Kleidung. „Ich kann da keine Ordnung erkennen!“, ruft einer der Schauspieler. Oder werden Menschen doch sortiert? Turbo Pascal spielen mit dem Publikum gesellschaftliche Ordnungen durch und versuchen, Unordnung zu stiften. Die jungen Zuschauer*innen können sich selbst aussuchen, unter welcher Überschrift sie sich wohlfühlen — bei den Schüchternen, den Coolen, den Fußballfans, den Pferdefans.

Aber ist es auch okay, die Armen und Reichen auseinander zu sortieren? Und wann ist man arm, wann reich, wann in der Mitte? Ist reich, wer in einem Haus am Stadtrand mit eigenem Garten wohnt? Oder erst wer Aktien im Wert von fünf Millionen Euro besitzt? Wie wird man arm, wie wird man reich? Hat das damit zu tun, wer wieviel arbeitet? Oder ist das von Anfang an vorbestimmt? Und wie sind die Leute, die hier auftreten, eigentlich zum Theater gekommen? Die eine hat in der Elternlotterie Theaterfans gezogen, der andere erzählt, dass Geld für seine Eltern kein Thema war — er sollte sich einfach einen Beruf aussuchen, der ihm Spaß macht. Und ein Dritter hatte Eltern, die kaum Bücher besaßen. Nicht alle haben dieselben Startbedingungen, dieselben Chancen. Und wenn man die Unterschiede nicht kennt, dann kann man auch nichts daran ändern.

Hinweis:
Die Online-Performance findet mittels der Plattform „Zoom“ statt. Für die Teilnahme wird pro Person ein Rechner oder ein Laptop mit Kamera und Mikrofon (am besten mit Kopfhörern) benötigt, auf dem die aktuelle Version der Software installiert ist. Mit Tablets oder Handys funktioniert das Format leider nicht. Für die interaktive Teilnahme ist es wichtig, dass die Kamera eingeschaltet sein darf. Deshalb muss im Vorfeld eine Datenschutzerklärung ausgefüllt werden.

Ausgezeichnet mit dem IKARUS-Theaterpreis des JugendKulturService Berlin 2019

Credits

Darsteller*innen: Friedrich Greiling, Hanni Lorenz, Wolfgang Boos sowie in
wechselnder Besetzung: Eva Plischke, Angela Löer, Frank Oberhäußer
Regie: Turbo Pascal
Bühne, Kostüm: Janina Janke
Musik: Friedrich Greiling
Dramaturgie: Karola Marsch
Dramaturgische Beratung digitales Spielformat: Jutta Wangemann
Vermittlung: Maria Karamoutsiou
Regieassistenz: Meike Krämer
Assistenz Bühne + Kostüme: Orli Baruch
Bühnentechnik: Henning Beckmann
Lichtgestaltung: Rainer Pagel
Ton- und Videotechnik: Max Berthold
Digitale Inspizienz: Janina Janke, Margret Schütz
Maske: Annika Titzmann
Requisite: Sarah Kornettka
Ankleide: Ute Seyer

Das Stück entstand in Zusammenarbeit mit Schulklassen der Hector-Peterson-Schule, der Pettenkofer-Grundschule, der Paavo-Nurmi-Grundschule und des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums.

Produktion

Junges Staatstheater Berlin – Theater an der Parkaue.

Biografie

Turbo Pascal entwickelt interaktive Performances, die das Theater zum Versammlungs- und Verhandlungsraum gesellschaftlicher Prozesse, Dynamiken und Utopien machen. Zudem realisiert das Kollektiv, das sich im Kontext des Studiengangs Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim gründete, partizipative Projekte mit Bürger*innen oder Jugendlichen und konzipiert Gesprächs- und Kommunikationsformate. Seit 2008 hat das Kollektiv seinen Sitz in Berlin und arbeitet kontinuierlich mit den Sophiensælen zusammen, außerdem mit dem HAU, dem Deutschen Theater und dem Theater an der Parkaue. Turbo Pascal sind Angela Löer, Eva Plischke, Frank Oberhäußer, Margret Schütz (Konzeption, Performance), Friedrich Greiling (Musik), Janina Janke (Raum) sowie Lisanne Grotz und Marit Buchmeier (Produktion).

09
Mittwoch
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

10:00 – 11:15, Showcase Turbo Pascal
Unterscheidet Euch!
Schulvorstellung Videokonferenz

Menschen sind verschieden, und das ist ganz normal. Aber was ist mit dem Unterschied zwischen Arm und Reich? Muss das so sein? Und ist das gerecht? Ein interaktives Gesellschaftsspiel über die Frage, wer oder was bestimmt, welche Wege Kindern offenstehen und welche nicht.

08.06.21 10:00–11:15

Schulvorstellung

08.06.21 18:00–19:15 Tickets 09.06.21 10:00–11:15

Schulvorstellung

Videokonferenz

Sprache: Deutsch
Für Kinder von 9 bis 14 Jahren (4. – 7. Klasse) und Erwachsene

Informationen zu den Teilnahmemodalitäten finden Sie hier.
Interessierte Lehrer*innen wenden sich bitte an info[at]impulsefestival.de.

© Daniela del Pomar
© Christian Brachwitz
© Christian Brachwitz

Im Publikum gibt es Gestreifte, Geblümte und welche mit Schrift auf der Kleidung. „Ich kann da keine Ordnung erkennen!“, ruft einer der Schauspieler. Oder werden Menschen doch sortiert? Turbo Pascal spielen mit dem Publikum gesellschaftliche Ordnungen durch und versuchen, Unordnung zu stiften. Die jungen Zuschauer*innen können sich selbst aussuchen, unter welcher Überschrift sie sich wohlfühlen — bei den Schüchternen, den Coolen, den Fußballfans, den Pferdefans.

Aber ist es auch okay, die Armen und Reichen auseinander zu sortieren? Und wann ist man arm, wann reich, wann in der Mitte? Ist reich, wer in einem Haus am Stadtrand mit eigenem Garten wohnt? Oder erst wer Aktien im Wert von fünf Millionen Euro besitzt? Wie wird man arm, wie wird man reich? Hat das damit zu tun, wer wieviel arbeitet? Oder ist das von Anfang an vorbestimmt? Und wie sind die Leute, die hier auftreten, eigentlich zum Theater gekommen? Die eine hat in der Elternlotterie Theaterfans gezogen, der andere erzählt, dass Geld für seine Eltern kein Thema war — er sollte sich einfach einen Beruf aussuchen, der ihm Spaß macht. Und ein Dritter hatte Eltern, die kaum Bücher besaßen. Nicht alle haben dieselben Startbedingungen, dieselben Chancen. Und wenn man die Unterschiede nicht kennt, dann kann man auch nichts daran ändern.

Hinweis:
Die Online-Performance findet mittels der Plattform „Zoom“ statt. Für die Teilnahme wird pro Person ein Rechner oder ein Laptop mit Kamera und Mikrofon (am besten mit Kopfhörern) benötigt, auf dem die aktuelle Version der Software installiert ist. Mit Tablets oder Handys funktioniert das Format leider nicht. Für die interaktive Teilnahme ist es wichtig, dass die Kamera eingeschaltet sein darf. Deshalb muss im Vorfeld eine Datenschutzerklärung ausgefüllt werden.

Ausgezeichnet mit dem IKARUS-Theaterpreis des JugendKulturService Berlin 2019

Credits

Darsteller*innen: Friedrich Greiling, Hanni Lorenz, Wolfgang Boos sowie in
wechselnder Besetzung: Eva Plischke, Angela Löer, Frank Oberhäußer
Regie: Turbo Pascal
Bühne, Kostüm: Janina Janke
Musik: Friedrich Greiling
Dramaturgie: Karola Marsch
Dramaturgische Beratung digitales Spielformat: Jutta Wangemann
Vermittlung: Maria Karamoutsiou
Regieassistenz: Meike Krämer
Assistenz Bühne + Kostüme: Orli Baruch
Bühnentechnik: Henning Beckmann
Lichtgestaltung: Rainer Pagel
Ton- und Videotechnik: Max Berthold
Digitale Inspizienz: Janina Janke, Margret Schütz
Maske: Annika Titzmann
Requisite: Sarah Kornettka
Ankleide: Ute Seyer

Das Stück entstand in Zusammenarbeit mit Schulklassen der Hector-Peterson-Schule, der Pettenkofer-Grundschule, der Paavo-Nurmi-Grundschule und des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums.

Produktion

Junges Staatstheater Berlin – Theater an der Parkaue.

Biografie

Turbo Pascal entwickelt interaktive Performances, die das Theater zum Versammlungs- und Verhandlungsraum gesellschaftlicher Prozesse, Dynamiken und Utopien machen. Zudem realisiert das Kollektiv, das sich im Kontext des Studiengangs Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim gründete, partizipative Projekte mit Bürger*innen oder Jugendlichen und konzipiert Gesprächs- und Kommunikationsformate. Seit 2008 hat das Kollektiv seinen Sitz in Berlin und arbeitet kontinuierlich mit den Sophiensælen zusammen, außerdem mit dem HAU, dem Deutschen Theater und dem Theater an der Parkaue. Turbo Pascal sind Angela Löer, Eva Plischke, Frank Oberhäußer, Margret Schütz (Konzeption, Performance), Friedrich Greiling (Musik), Janina Janke (Raum) sowie Lisanne Grotz und Marit Buchmeier (Produktion).

20:00, Showcase DARUM
404-Totlink
Hyperlink-Installation
10
Donnerstag
10:00 – 13:00, Akademie Akademie #2 – Lost in space? Konferenzprogramm: Körper und Gemeinschaftsbildung Online via Zoom

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit
10.–12.06., Konferenzprogramm Online, Workshops an verschiedenen Orten
Sprache: Englisch

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt:

Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. Sie finden online via Zoom statt.

In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit. Der Workshop findet vor Ort in Düsseldorf statt.

10.06. Körper und Gemeinschaftsbildung

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

10:00 Begrüßung

10:10 Körper in Verbundenheit
Keynote und Diskussion mit Mazda Adli, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin. Moderation: Eva Neklyaeva

Der Psychiater Mazda Adli zeigt in seiner Keynote, warum das Theater als Versammlungsort eine existenzielle Bedeutung hat: Das gemeinsame emotionale und kognitive Erlebnis trägt erheblich zur Bewältigung von Alltagsstress und zum psychischen Wohlbefinden bei, stellt Verbundenheit zwischen den Menschen her und stärkt damit die soziale Kohäsion in den Gesellschaften. Kurzum: Theater hält uns als Gesellschaft seelisch gesund. Aber welche Rolle spielt der Körper dabei? Stellen sich diese Effekte auch ein, wenn wir uns an den Bildschirmen versammeln?

11:00 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:15 Intimität auf Distanz
Input und Diskussion mit Samara Hersch und Damian Rebgetz. Moderation: Eva Neklyaeva
Die Regisseurin Samara Hersch und der Schauspieler und Performer Damian Rebgetz setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Stimme und Sound sowie Intimität und Distanz auseinander. Beide Themenkomplexe sind durch Covid-19 nochmal mehr in den Fokus gerückt. Samara und Damian berichten von ihren persönlichen und künstlerischen Erfahrungen. Mit der interaktiven Telefon-Performance BODY OF KNOWLEDGE (AT HOME) ist Samara Hersch außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten.

12:00 h a p t I c a f f I n I t i e s – a study group on touch, haptic aesthetics and intimacy in the arts
Breakout Rooms mit:
Joshua Wicke
Antonia Rohwetter
Carolina Mendonca
Bryana Fritz und Henry Andersen
Sofie Luckhardt, Anneliese Ostertag und Rahel Spöhrer
Siegmar Zacharias
Anna Zett

In einem informellen und partizipativen Setting sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, sich in Gesprächen und Übungen mit der Sehnsucht nach und dem Verlust von Nähe, sowie mit der Ambivalenz und Wechselwirkung von Berührung zu beschäftigen. Die Gastgeber*innen sind Praktiker*innen aus Kunst und Theorie, die zum Thema Berührung und Intimität in den Künsten arbeiten.

11.06. Körper und politischer Protest

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

10:00 Tanz im Protest
Keynote und Diskussion mit Kirsten Maar, Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft. Moderation: Irina Bârcă

Welches Potential haben choreographische Interventionen für Protestbewegungen in Zeiten der Pandemie? Sei es im Kontext von Black Lives Matter, in Belarus, Polen oder Ungarn? Kirsten Maar zeigt in ihrer Keynote, wie Choreographie mittels Versammlung und Intervention öffentliche Räume gestalten kann: Resiliente und ausdauernde Körper üben miteinander Kollektivität, nutzen das emanzipatorische Potential gegenseitiger Berührung.

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Anrufung, Ideologie und das Seltsame
Inputs und Diskussion mit Joana Tischkau und Julian Warner. Moderation: Irina Bârcă

Joana Tischkau spricht über die Visualisierung der BLM-Proteste im letzten Jahr. Wie wurden die widerständigen Körper medial inszeniert, und welche Bilder bleiben am Ende übrig? Julian Warner plädiert in seinem Input „Der Diskurs, der mich erschaffen hat – Anrufung, Ideologie und das Seltsame“ dafür, sich von dem falschen Bewusstsein eines neoliberalen Diversitäts-Paradigmas zu befreien: „Statt uns den Analogien des afrikanisch-amerikanischen Leidens zu beugen, müssen wir uns um unsere eigenen Archäologien bemühen und Wissen über die spezifischen Unterdrückungen erzeugen. Dafür brauchen wir unsere materiellen Körper und ein Gespür für das Seltsame und Unheimliche, um von der Anrufung durch den Plattform-Kapitalismus loszukommen.“
Beide Künstler*innen sind außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten, Joana Tischkau mit PLAYBLACK und Julian Warner mit THE HISTORY OF THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY AS TOLD BY FEHLER KUTI UND DIE POLIZEI.

12:00 „Es ist alles so schlimm, dass sogar total Introvertierte rausgehen.“ *
Diskussion in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belarus mit Mikhail Gulin, Sophia Sadovskaya und Igor Shugaleev. Moderation: Tania Arcimovich
Künstler*innen und Aktivist*innen aus Belarus berichten von der Rolle des Körpers im öffentlichen Raum für die Widerstandsbewegung. Welche Strategien wurden genutzt, welchen Einfluss hatte die Pandemie darauf? Welche Folgen ergaben sich daraus für die Kulturszene und für die darstellenden Künste im Besonderen?
* Plakat-Slogan während der Proteste in Minsk im August 2020

12.06. Körper und internationale Zusammenarbeit

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?

10:00 Körperlose Zusammenarbeit in kreativen Prozessen – wo kommt auch das beste digitale Tool an seine Grenzen? Medienpsychologische Erkenntnisse nach einem Jahr mit Covid-19
Keynote und Diskussion mit Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln. Moderation: Marta Keil
Von einem Tag auf den anderen hat uns die Pandemie gezwungen, unsere private, berufliche und kulturelle Kommunikation in die digitale Welt zu verlagern. Was sind die Risiken, was die Chancen von „Online-Vorlesungen”, „Online-Treffen” oder „Online-Versammlungen”? Was vermissen, was gewinnen wir? Und wie hat das Einfluss auf unser Wohlbefinden?

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Reisen für die Kunst?
Inputs und Diskussion mit Ant Hampton und Lázaro Gabino Rodríguez (Lagartijas tiradas al sol, Mexiko). Moderation: Marta Keil
Ant Hampton arbeitet gerade an dem Projekt „Showing without going – live performance options without air travel“. Lázaro Gabino Rodríguez hat mit einem offenen Brief auf Jerôme Bels Forderung geantwortet, in den Darstellenden Künsten auf Flugreisen zu verzichten und darauf hingewiesen, wie ein solcher Verzicht Kunstschaffende aus dem globalen Süden ihrer Existenzgrundlage berauben könnte. Die beiden Performancekünstler diskutieren die Notwendigkeit von Reisen, sprechen über Privilegien und den Luxus des Verzichts sowie darüber, wie sich ihre Einstellungen durch Covid-19 verändert haben.

12:00 Körperlose Kooperationen
Inputs und Diskussion mit Jayachandran Palazhy und Clara Vaughan. Moderation: Ogutu Muraya
Jayachandran Palazhy, Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore, und die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Clara Vaughan, sprechen über ihre Erfahrungen mit Proben, Aufführungen und Kooperationsprojekten im letzten Jahr. Welche positiven Effekte gab es vielleicht, aber wo lagen auch die Herausforderungen, sowohl vor Ort als auch im internationalen Kontext?

12:45 Schlussrunde

10.–12.06. Exercises in Social Intimacy: Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

jeweils 14:30–17:00 Uhr, vor Ort in Düsseldorf
Nur nach Anmeldung (siehe unten)

Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn
Arbeitssprache: Englisch

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“ Sibylle Peters

Die Teilnahme am Workshop ist nur vor Ort möglich.
Für die Teilnahme an der Workshop-Gruppe in Düsseldorf melden Sie sich bitte unter email hidden; JavaScript is required an. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kostenbeitrag für die drei Workshop-Nachmittage inkl. Verpflegung beträgt 30 Euro.
Der Workshop findet unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneverordnung statt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, täglich einen von den Veranstalter*innen organisierten Corona-Schnelltest durchzuführen.

Internationale Co-Gastgeber*innen:
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz)
The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika)
Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie
Goethe-Institut Belarus

Biografien

Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er leitet die Fliedner Klinik Berlin sowie den Forschungsbereich Affektive Störungen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat u. a. das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik ins Leben gerufen, das sich mit der Untersuchung des Einflusses von Stadtleben auf Emotionen und psychische Gesundheit beschäftigt, und ist Gründer der „Singing Shrinks“, des einzigen Psychiater-Chors der Welt. 2017 erschien sein Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“.

Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität-Gießen.

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler:innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys, des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste und kuratierte das Festival Augenblick mal! 2021.

Ansuman Biswas wurde in Indien geboren und absolvierte seine Ausbildung im Vereinigten Königreich. Seine internationale Praxis umfasst Musik, Film, live art, Texte und Theater. Er interessiert sich für Hybridität und Interdisziplinarität – oft arbeitet er im Grenzbereich von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder von Musik, Tanz und bildender Kunst. Improvisation und Spiel sind wichtige Elemente seiner Praxis, die Vipassana-Meditation deren Kern.

Moritz Frischkorn arbeitet seit 2014 als Choreograph, Performer und Theoretiker im Feld zeitgenössischer darstellender Kunst. Seine künstlerische und kuratorische Praxis beschäftigt sich mit Choreographien von Dingen und ihren sozialen und politischen Dimensionen. 2021 promovierte er an der HafenCity Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Thema „More-Than-Human Choreographies“. In den letzten Jahren hat er eine Reihe von eigenen Arbeiten präsentiert. Seine interdisziplinäre Recherche-Arbeit „The Great Report“ zum Verhältnis von Choreographie und Logistik hatte 2020 auf Kampnagel Premiere.

Stacie CC Graham (German translation to follow.) is a management consultant, executive coach, founder, speaker and writer. In her work, she uses practices and tools such as mindful leadership, intersectional attunement as well as emotional and social intelligence. Her holistic wellness brand, OYA: Body-Mind-Spirit Retreats, is dedicated to underrepresented communities typically underserved by the mainstream wellness industry. With an MS in economics and a PhD in psychology as well as experience living and working in different parts of the world, she continues to cultivate a nuanced understanding of underlying drivers of human motivation and behavior.

Mikhail Gulin ist Künstler und Kurator. Seit den 2000er-Jahren ist er einer der einflussreichsten belarussischen Künstler, bekannt für seine Interventionen im öffentlichen Raum und seine Reflektionen über Öffentlichkeit in Belarus. Seine Kunst wurde in Galerien in Minsk, Brest, Eindhoven, Vilnius, Moskau, Warschau, Kiew und anderen Städten gezeigt. Mikhail Gulin nahm an künstlerischen Symposien und Performance-Festivals in Litauen, Nordossetien-Alanien und Kasachstan teil.

Ant Hampton ist Performancekünstler. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet von einer deutlichen Spannung zwischen strengen formalen und strukturellen Elementen und solchen, die im Moment der Aufführung gelebt und verhandelt werden. Er entwickelte kleinformatige, intime Projekte, die den Zuschauer selbst einbezogen, und in Cafés („Etiquette“) oder im Lesesaal einer Bibliothek stattfanden („The Quiet Volume“). Seine letzten Arbeiten ermutigen das Publikum, selbst Wagnisse einzugehen, mit realen Konsequenzen („Someone Else“, „The Thing“).

In dem Verlust von und der Gefahr durch Berührung, die wir aktuell verstärkt erleben, treten die politischen und ethischen Implikationen von Berührung in den Vordergrund. Es gibt gegebene und gewählte Intimitäten, die sich der Kontrolle entziehen. Berührung zeigt sich dabei als die Grundbedingung einer verletzlichen Existenz. Sie verweist auf wechselseitige Abhängigkeiten, poröse Körpergrenzen, brutale Intimitäten und artenübergreifende Kollaborationen. Die study group h a p t i c a f f i n i t i e s wurde initiiert von Anneliese Ostertag, Sofie Luckhardt, Belle Santos und Rahel Spöhrer. Sie trifft sich seit Mitte April 2021 wöchentlich und fragt vor diesem Hintergrund: Welche Formen der Berührung finden in den performativen Künsten bemerkt und unbemerkt statt? Wie können wir uns der Performativität und Medialität von Berührung annähern? Und wie lassen sich die vielfältigen haptischen Begegnungen in den Künsten konsensual begreifen?

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master an Das Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nicht-hierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT‘S HAPPENING, die sie zusammen mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakels 2019 sowie dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

Marta Keil ist Kuratorin in den darstellenden Künsten, Forscherin und Dramaturgin sowie Co-Leiterin des Performing Arts Institute in Warschau. Zwischen 2012 und 2017 kuratierte sie mit Grzegorz Reske das Festival Konfrontacje Teatralne in Lublin. Sie gründete und kuratierte die East European Performing Arts Platform und war von 2014 bis 2015 Leiterin der Programmabteilung des Teatr Polski in Bydgoszcz. Als Kuratorin und Dramaturgin hat sie u. a. mit Agnieszka Jakimiak, Rabih Mroué, Agata Siniarska und Ana Vujanović gearbeitet. Sie unterrichtet an der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau und hat mehrere Bücher herausgegeben, u. a. „Choreography: Politicality“ (2018) und „Reclaiming the Obvious: on the Institution of Festival“ (2017).

Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersektionale Diskurse und Kanonfragen.

Ogutu Muraya ist ein Autor und Theatermacher, dessen Arbeit in der Praxis mündlicher Literatur verwurzelt ist. Er sucht nach neuen Formen des Geschichtenerzählens, die sozio-politische Aspekte mit dem Glauben verbinden, dass Kunst ein wichtiger Katalysator für die Infragestellung von Gewissheiten ist. Er studierte Internationale Beziehungen an der USIU-Africa und absolvierte einen Master am DAS Theatre. Seine Texte werden international veröffentlicht; seine performativen Arbeiten werden weltweit in Theatern und bei Festivals gezeigt. Ogutu Muraya lebt als Künstler in Nairobi und unterrichtet in Teilzeit im Film- und Performance-Bereich der KCA University.

Eva Neklyaeva ist Kuratorin und setzt sich in den Feldern darstellender Kunst, Politik und Sexualität mit der Frage der Freiheit auseinander. Zur Zeit ist sie Ko-Kuratorin von „Samara Editions – performances by post“, sowie des Spielart-Festivals 2021. Zuvor hat sie u.a. das Santarcangelo Festival kuratiert (2017–2019) und sechs Jahre lang das Baltic Circle International Contemporary Theatre Festival geleitet. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer renommierten internationalen Plattform für multidisziplinäre Nachwuchs-Performance entwickelt.

Jayachandran Palazhy ist der Gründer und künstlerische Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore und ein international renommierter Tänzer und Choreograph. Er absolvierte ein Physik-Studium in Kerala und begann seine Tanzausbildung in Indien mit Bharatanatyam, Kathakali, indischen Volkstänzen und dem Kampfsport Kalarippayattu. An der London Contemporary Dance School studierte er klassisches Ballett, Tai Chi, Capoeira und afrikanischen Tanz. Ein Schwerpunkt seiner choreographischen Arbeit mit internationalen Künstler*innen sind multimediale Tanzproduktionen unter Einsatz digitaler Künste und interaktiver Technologie. Im Attakkalari war er Leiter des Forschungs- und Dokumentationsprojekts NAGARIKA über die Bewegungsprinzipien traditioneller indischer Körperarbeit. In Zusammenarbeit mit der Arizona State University hat er sich mit der Rolle interaktiver Technologie und Telematik in der Performance auseinandergesetzt.

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Performance. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin, später auch als Dramaturgin und Regisseurin. Mittlerweile verschmilzt sie verschiedene Funktionen für Projekte über Alltagsthemen, Science-Fiction und Quatschkram und entwickelt diese gerne in Gruppen. PMS-LOUNGE – HULDIGUNG EINES ZUSTANDS wurde auf dem Hauptsache Frei Festival 2018 mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis ausgezeichnet. Sie war damit zum Impulse Theater Festival und dem Peforming Arts & Friends Festival in Berlin eingeladen. Mit der interdisziplinären Künstlergruppe TRAUMMASCHiNE Inc. produziert Pfeifer selbstentwickelte Kindertheaterstücke und Happenings.

Damian Rebgetz hat klassischen Gesang, Musiktheater und Sound Studies studiert. Als Performer war er an verschiedenen Theater-, Musiktheater-, Tanz- und Performance-Projekten beteiligt und war 2015–2020 Teil des Schauspielensembles an den Münchner Kammerspielen. Seine eigenen Performances sind inspiriert von Praktiken des Hörens und Erinnerns und verhandeln unterschiedliche Konzepte von Musik, Klang, Stimme, Identität und Materialität. Seine Performance „Something for the Fans“ wurde 2013 vom Impulse Theater Festival und dem HAU Hebbel am Ufer koproduziert.

Lázaro Gabino Rodriguez hat die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK) mit einem Master in Theater abgeschlossen. In seiner Arbeit erkundet er Konzepte von wahr und falsch, ausgehend von persönlichen Erinnerungen und deren Verhältnis zu Fiktionen. 2003 gründete er mit Luisa Pardo das Künstler*innenkollektiv Lagartijas tiradas al sol, mit dem sie Projekte in den Formaten Theater, Text, Film, Pädagogik und Radio entwickeln. Ihre Arbeit wird in Mexiko und international gezeigt.

Sophia Sadovskaya ist freie Kuratorin und Kunstpädagogin aus Minsk. Von 2012–2021 kuratierte sie das EVAA-Projekt (Environmental Visual Audial Art Project), das Umweltaktivismus mit zeitgenössischer Kunstpraxis verbindet. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist Sophia Sadovskaya Co-Autorin der Buchreihe „Belarussische Kunst des 20. Jahrhunderts für Kinder“.

Igor Shugaleev ist freier Schauspieler und Performer. Er kooperierte mit dem TOKtheatre in Minsk und dem HUNCHTheatre Belarus. Seit 2019 arbeitet Igor Shugaleev an Solo-Projekten. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Disziplinen sucht er seinen künstlerischen Ausdruck an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften und wurde am University College London in Neurowissenschaften promoviert. 2016 gründete sie das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit und leitete die Redaktion bis März 2019. Ihr erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ ist ein Bestseller, ihr zweites Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ erscheint im Mai 2021.

Clara Vaughan ist die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Südafrika, sowie Theatermacherin, Kulturmanagerin und Autorin. Im Market Lab bringt sie Theaterschaffende und andere Künstler*innen für kollaborative Arbeitsprozesse des Lernens, Herstellens, Experimentieren und Recherchierens zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nachwuchskünstler*innen sowie subalternen Erfahrungen, Stimmen und Identitäten.

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe interdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performance-Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters

Programmleitung: Anne Schulz
Workshopleitung: Sibylle Peters
Produktionsleitung: Lena Busse

Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.

14:30 – 17:30, Akademie Akademie #2 – Lost in space? Workshop: EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY. Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen Düsseldorf, vor Ort

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit
10.–12.06., Konferenzprogramm Online, Workshops an verschiedenen Orten
Sprache: Englisch

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt:

Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. Sie finden online via Zoom statt.

In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit. Der Workshop findet vor Ort in Düsseldorf statt.

10.06. Körper und Gemeinschaftsbildung

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

10:00 Begrüßung

10:10 Körper in Verbundenheit
Keynote und Diskussion mit Mazda Adli, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin. Moderation: Eva Neklyaeva

Der Psychiater Mazda Adli zeigt in seiner Keynote, warum das Theater als Versammlungsort eine existenzielle Bedeutung hat: Das gemeinsame emotionale und kognitive Erlebnis trägt erheblich zur Bewältigung von Alltagsstress und zum psychischen Wohlbefinden bei, stellt Verbundenheit zwischen den Menschen her und stärkt damit die soziale Kohäsion in den Gesellschaften. Kurzum: Theater hält uns als Gesellschaft seelisch gesund. Aber welche Rolle spielt der Körper dabei? Stellen sich diese Effekte auch ein, wenn wir uns an den Bildschirmen versammeln?

11:00 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:15 Intimität auf Distanz
Input und Diskussion mit Samara Hersch und Damian Rebgetz. Moderation: Eva Neklyaeva
Die Regisseurin Samara Hersch und der Schauspieler und Performer Damian Rebgetz setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Stimme und Sound sowie Intimität und Distanz auseinander. Beide Themenkomplexe sind durch Covid-19 nochmal mehr in den Fokus gerückt. Samara und Damian berichten von ihren persönlichen und künstlerischen Erfahrungen. Mit der interaktiven Telefon-Performance BODY OF KNOWLEDGE (AT HOME) ist Samara Hersch außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten.

12:00 h a p t I c a f f I n I t i e s – a study group on touch, haptic aesthetics and intimacy in the arts
Breakout Rooms mit:
Joshua Wicke
Antonia Rohwetter
Carolina Mendonca
Bryana Fritz und Henry Andersen
Sofie Luckhardt, Anneliese Ostertag und Rahel Spöhrer
Siegmar Zacharias
Anna Zett

In einem informellen und partizipativen Setting sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, sich in Gesprächen und Übungen mit der Sehnsucht nach und dem Verlust von Nähe, sowie mit der Ambivalenz und Wechselwirkung von Berührung zu beschäftigen. Die Gastgeber*innen sind Praktiker*innen aus Kunst und Theorie, die zum Thema Berührung und Intimität in den Künsten arbeiten.

11.06. Körper und politischer Protest

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

10:00 Tanz im Protest
Keynote und Diskussion mit Kirsten Maar, Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft. Moderation: Irina Bârcă

Welches Potential haben choreographische Interventionen für Protestbewegungen in Zeiten der Pandemie? Sei es im Kontext von Black Lives Matter, in Belarus, Polen oder Ungarn? Kirsten Maar zeigt in ihrer Keynote, wie Choreographie mittels Versammlung und Intervention öffentliche Räume gestalten kann: Resiliente und ausdauernde Körper üben miteinander Kollektivität, nutzen das emanzipatorische Potential gegenseitiger Berührung.

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Anrufung, Ideologie und das Seltsame
Inputs und Diskussion mit Joana Tischkau und Julian Warner. Moderation: Irina Bârcă

Joana Tischkau spricht über die Visualisierung der BLM-Proteste im letzten Jahr. Wie wurden die widerständigen Körper medial inszeniert, und welche Bilder bleiben am Ende übrig? Julian Warner plädiert in seinem Input „Der Diskurs, der mich erschaffen hat – Anrufung, Ideologie und das Seltsame“ dafür, sich von dem falschen Bewusstsein eines neoliberalen Diversitäts-Paradigmas zu befreien: „Statt uns den Analogien des afrikanisch-amerikanischen Leidens zu beugen, müssen wir uns um unsere eigenen Archäologien bemühen und Wissen über die spezifischen Unterdrückungen erzeugen. Dafür brauchen wir unsere materiellen Körper und ein Gespür für das Seltsame und Unheimliche, um von der Anrufung durch den Plattform-Kapitalismus loszukommen.“
Beide Künstler*innen sind außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten, Joana Tischkau mit PLAYBLACK und Julian Warner mit THE HISTORY OF THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY AS TOLD BY FEHLER KUTI UND DIE POLIZEI.

12:00 „Es ist alles so schlimm, dass sogar total Introvertierte rausgehen.“ *
Diskussion in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belarus mit Mikhail Gulin, Sophia Sadovskaya und Igor Shugaleev. Moderation: Tania Arcimovich
Künstler*innen und Aktivist*innen aus Belarus berichten von der Rolle des Körpers im öffentlichen Raum für die Widerstandsbewegung. Welche Strategien wurden genutzt, welchen Einfluss hatte die Pandemie darauf? Welche Folgen ergaben sich daraus für die Kulturszene und für die darstellenden Künste im Besonderen?
* Plakat-Slogan während der Proteste in Minsk im August 2020

12.06. Körper und internationale Zusammenarbeit

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?

10:00 Körperlose Zusammenarbeit in kreativen Prozessen – wo kommt auch das beste digitale Tool an seine Grenzen? Medienpsychologische Erkenntnisse nach einem Jahr mit Covid-19
Keynote und Diskussion mit Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln. Moderation: Marta Keil
Von einem Tag auf den anderen hat uns die Pandemie gezwungen, unsere private, berufliche und kulturelle Kommunikation in die digitale Welt zu verlagern. Was sind die Risiken, was die Chancen von „Online-Vorlesungen”, „Online-Treffen” oder „Online-Versammlungen”? Was vermissen, was gewinnen wir? Und wie hat das Einfluss auf unser Wohlbefinden?

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Reisen für die Kunst?
Inputs und Diskussion mit Ant Hampton und Lázaro Gabino Rodríguez (Lagartijas tiradas al sol, Mexiko). Moderation: Marta Keil
Ant Hampton arbeitet gerade an dem Projekt „Showing without going – live performance options without air travel“. Lázaro Gabino Rodríguez hat mit einem offenen Brief auf Jerôme Bels Forderung geantwortet, in den Darstellenden Künsten auf Flugreisen zu verzichten und darauf hingewiesen, wie ein solcher Verzicht Kunstschaffende aus dem globalen Süden ihrer Existenzgrundlage berauben könnte. Die beiden Performancekünstler diskutieren die Notwendigkeit von Reisen, sprechen über Privilegien und den Luxus des Verzichts sowie darüber, wie sich ihre Einstellungen durch Covid-19 verändert haben.

12:00 Körperlose Kooperationen
Inputs und Diskussion mit Jayachandran Palazhy und Clara Vaughan. Moderation: Ogutu Muraya
Jayachandran Palazhy, Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore, und die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Clara Vaughan, sprechen über ihre Erfahrungen mit Proben, Aufführungen und Kooperationsprojekten im letzten Jahr. Welche positiven Effekte gab es vielleicht, aber wo lagen auch die Herausforderungen, sowohl vor Ort als auch im internationalen Kontext?

12:45 Schlussrunde

10.–12.06. Exercises in Social Intimacy: Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

jeweils 14:30–17:00 Uhr, vor Ort in Düsseldorf
Nur nach Anmeldung (siehe unten)

Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn
Arbeitssprache: Englisch

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“ Sibylle Peters

Die Teilnahme am Workshop ist nur vor Ort möglich.
Für die Teilnahme an der Workshop-Gruppe in Düsseldorf melden Sie sich bitte unter email hidden; JavaScript is required an. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kostenbeitrag für die drei Workshop-Nachmittage inkl. Verpflegung beträgt 30 Euro.
Der Workshop findet unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneverordnung statt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, täglich einen von den Veranstalter*innen organisierten Corona-Schnelltest durchzuführen.

Internationale Co-Gastgeber*innen:
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz)
The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika)
Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie
Goethe-Institut Belarus

Biografien

Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er leitet die Fliedner Klinik Berlin sowie den Forschungsbereich Affektive Störungen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat u. a. das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik ins Leben gerufen, das sich mit der Untersuchung des Einflusses von Stadtleben auf Emotionen und psychische Gesundheit beschäftigt, und ist Gründer der „Singing Shrinks“, des einzigen Psychiater-Chors der Welt. 2017 erschien sein Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“.

Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität-Gießen.

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler:innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys, des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste und kuratierte das Festival Augenblick mal! 2021.

Ansuman Biswas wurde in Indien geboren und absolvierte seine Ausbildung im Vereinigten Königreich. Seine internationale Praxis umfasst Musik, Film, live art, Texte und Theater. Er interessiert sich für Hybridität und Interdisziplinarität – oft arbeitet er im Grenzbereich von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder von Musik, Tanz und bildender Kunst. Improvisation und Spiel sind wichtige Elemente seiner Praxis, die Vipassana-Meditation deren Kern.

Moritz Frischkorn arbeitet seit 2014 als Choreograph, Performer und Theoretiker im Feld zeitgenössischer darstellender Kunst. Seine künstlerische und kuratorische Praxis beschäftigt sich mit Choreographien von Dingen und ihren sozialen und politischen Dimensionen. 2021 promovierte er an der HafenCity Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Thema „More-Than-Human Choreographies“. In den letzten Jahren hat er eine Reihe von eigenen Arbeiten präsentiert. Seine interdisziplinäre Recherche-Arbeit „The Great Report“ zum Verhältnis von Choreographie und Logistik hatte 2020 auf Kampnagel Premiere.

Stacie CC Graham (German translation to follow.) is a management consultant, executive coach, founder, speaker and writer. In her work, she uses practices and tools such as mindful leadership, intersectional attunement as well as emotional and social intelligence. Her holistic wellness brand, OYA: Body-Mind-Spirit Retreats, is dedicated to underrepresented communities typically underserved by the mainstream wellness industry. With an MS in economics and a PhD in psychology as well as experience living and working in different parts of the world, she continues to cultivate a nuanced understanding of underlying drivers of human motivation and behavior.

Mikhail Gulin ist Künstler und Kurator. Seit den 2000er-Jahren ist er einer der einflussreichsten belarussischen Künstler, bekannt für seine Interventionen im öffentlichen Raum und seine Reflektionen über Öffentlichkeit in Belarus. Seine Kunst wurde in Galerien in Minsk, Brest, Eindhoven, Vilnius, Moskau, Warschau, Kiew und anderen Städten gezeigt. Mikhail Gulin nahm an künstlerischen Symposien und Performance-Festivals in Litauen, Nordossetien-Alanien und Kasachstan teil.

Ant Hampton ist Performancekünstler. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet von einer deutlichen Spannung zwischen strengen formalen und strukturellen Elementen und solchen, die im Moment der Aufführung gelebt und verhandelt werden. Er entwickelte kleinformatige, intime Projekte, die den Zuschauer selbst einbezogen, und in Cafés („Etiquette“) oder im Lesesaal einer Bibliothek stattfanden („The Quiet Volume“). Seine letzten Arbeiten ermutigen das Publikum, selbst Wagnisse einzugehen, mit realen Konsequenzen („Someone Else“, „The Thing“).

In dem Verlust von und der Gefahr durch Berührung, die wir aktuell verstärkt erleben, treten die politischen und ethischen Implikationen von Berührung in den Vordergrund. Es gibt gegebene und gewählte Intimitäten, die sich der Kontrolle entziehen. Berührung zeigt sich dabei als die Grundbedingung einer verletzlichen Existenz. Sie verweist auf wechselseitige Abhängigkeiten, poröse Körpergrenzen, brutale Intimitäten und artenübergreifende Kollaborationen. Die study group h a p t i c a f f i n i t i e s wurde initiiert von Anneliese Ostertag, Sofie Luckhardt, Belle Santos und Rahel Spöhrer. Sie trifft sich seit Mitte April 2021 wöchentlich und fragt vor diesem Hintergrund: Welche Formen der Berührung finden in den performativen Künsten bemerkt und unbemerkt statt? Wie können wir uns der Performativität und Medialität von Berührung annähern? Und wie lassen sich die vielfältigen haptischen Begegnungen in den Künsten konsensual begreifen?

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master an Das Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nicht-hierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT‘S HAPPENING, die sie zusammen mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakels 2019 sowie dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

Marta Keil ist Kuratorin in den darstellenden Künsten, Forscherin und Dramaturgin sowie Co-Leiterin des Performing Arts Institute in Warschau. Zwischen 2012 und 2017 kuratierte sie mit Grzegorz Reske das Festival Konfrontacje Teatralne in Lublin. Sie gründete und kuratierte die East European Performing Arts Platform und war von 2014 bis 2015 Leiterin der Programmabteilung des Teatr Polski in Bydgoszcz. Als Kuratorin und Dramaturgin hat sie u. a. mit Agnieszka Jakimiak, Rabih Mroué, Agata Siniarska und Ana Vujanović gearbeitet. Sie unterrichtet an der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau und hat mehrere Bücher herausgegeben, u. a. „Choreography: Politicality“ (2018) und „Reclaiming the Obvious: on the Institution of Festival“ (2017).

Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersektionale Diskurse und Kanonfragen.

Ogutu Muraya ist ein Autor und Theatermacher, dessen Arbeit in der Praxis mündlicher Literatur verwurzelt ist. Er sucht nach neuen Formen des Geschichtenerzählens, die sozio-politische Aspekte mit dem Glauben verbinden, dass Kunst ein wichtiger Katalysator für die Infragestellung von Gewissheiten ist. Er studierte Internationale Beziehungen an der USIU-Africa und absolvierte einen Master am DAS Theatre. Seine Texte werden international veröffentlicht; seine performativen Arbeiten werden weltweit in Theatern und bei Festivals gezeigt. Ogutu Muraya lebt als Künstler in Nairobi und unterrichtet in Teilzeit im Film- und Performance-Bereich der KCA University.

Eva Neklyaeva ist Kuratorin und setzt sich in den Feldern darstellender Kunst, Politik und Sexualität mit der Frage der Freiheit auseinander. Zur Zeit ist sie Ko-Kuratorin von „Samara Editions – performances by post“, sowie des Spielart-Festivals 2021. Zuvor hat sie u.a. das Santarcangelo Festival kuratiert (2017–2019) und sechs Jahre lang das Baltic Circle International Contemporary Theatre Festival geleitet. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer renommierten internationalen Plattform für multidisziplinäre Nachwuchs-Performance entwickelt.

Jayachandran Palazhy ist der Gründer und künstlerische Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore und ein international renommierter Tänzer und Choreograph. Er absolvierte ein Physik-Studium in Kerala und begann seine Tanzausbildung in Indien mit Bharatanatyam, Kathakali, indischen Volkstänzen und dem Kampfsport Kalarippayattu. An der London Contemporary Dance School studierte er klassisches Ballett, Tai Chi, Capoeira und afrikanischen Tanz. Ein Schwerpunkt seiner choreographischen Arbeit mit internationalen Künstler*innen sind multimediale Tanzproduktionen unter Einsatz digitaler Künste und interaktiver Technologie. Im Attakkalari war er Leiter des Forschungs- und Dokumentationsprojekts NAGARIKA über die Bewegungsprinzipien traditioneller indischer Körperarbeit. In Zusammenarbeit mit der Arizona State University hat er sich mit der Rolle interaktiver Technologie und Telematik in der Performance auseinandergesetzt.

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Performance. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin, später auch als Dramaturgin und Regisseurin. Mittlerweile verschmilzt sie verschiedene Funktionen für Projekte über Alltagsthemen, Science-Fiction und Quatschkram und entwickelt diese gerne in Gruppen. PMS-LOUNGE – HULDIGUNG EINES ZUSTANDS wurde auf dem Hauptsache Frei Festival 2018 mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis ausgezeichnet. Sie war damit zum Impulse Theater Festival und dem Peforming Arts & Friends Festival in Berlin eingeladen. Mit der interdisziplinären Künstlergruppe TRAUMMASCHiNE Inc. produziert Pfeifer selbstentwickelte Kindertheaterstücke und Happenings.

Damian Rebgetz hat klassischen Gesang, Musiktheater und Sound Studies studiert. Als Performer war er an verschiedenen Theater-, Musiktheater-, Tanz- und Performance-Projekten beteiligt und war 2015–2020 Teil des Schauspielensembles an den Münchner Kammerspielen. Seine eigenen Performances sind inspiriert von Praktiken des Hörens und Erinnerns und verhandeln unterschiedliche Konzepte von Musik, Klang, Stimme, Identität und Materialität. Seine Performance „Something for the Fans“ wurde 2013 vom Impulse Theater Festival und dem HAU Hebbel am Ufer koproduziert.

Lázaro Gabino Rodriguez hat die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK) mit einem Master in Theater abgeschlossen. In seiner Arbeit erkundet er Konzepte von wahr und falsch, ausgehend von persönlichen Erinnerungen und deren Verhältnis zu Fiktionen. 2003 gründete er mit Luisa Pardo das Künstler*innenkollektiv Lagartijas tiradas al sol, mit dem sie Projekte in den Formaten Theater, Text, Film, Pädagogik und Radio entwickeln. Ihre Arbeit wird in Mexiko und international gezeigt.

Sophia Sadovskaya ist freie Kuratorin und Kunstpädagogin aus Minsk. Von 2012–2021 kuratierte sie das EVAA-Projekt (Environmental Visual Audial Art Project), das Umweltaktivismus mit zeitgenössischer Kunstpraxis verbindet. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist Sophia Sadovskaya Co-Autorin der Buchreihe „Belarussische Kunst des 20. Jahrhunderts für Kinder“.

Igor Shugaleev ist freier Schauspieler und Performer. Er kooperierte mit dem TOKtheatre in Minsk und dem HUNCHTheatre Belarus. Seit 2019 arbeitet Igor Shugaleev an Solo-Projekten. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Disziplinen sucht er seinen künstlerischen Ausdruck an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften und wurde am University College London in Neurowissenschaften promoviert. 2016 gründete sie das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit und leitete die Redaktion bis März 2019. Ihr erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ ist ein Bestseller, ihr zweites Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ erscheint im Mai 2021.

Clara Vaughan ist die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Südafrika, sowie Theatermacherin, Kulturmanagerin und Autorin. Im Market Lab bringt sie Theaterschaffende und andere Künstler*innen für kollaborative Arbeitsprozesse des Lernens, Herstellens, Experimentieren und Recherchierens zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nachwuchskünstler*innen sowie subalternen Erfahrungen, Stimmen und Identitäten.

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe interdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performance-Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters

Programmleitung: Anne Schulz
Workshopleitung: Sibylle Peters
Produktionsleitung: Lena Busse

Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.

Showcase DARUM
404-Totlink
Hyperlink-Installation
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

20:00 – 21:00, Showcase Teresa Vittucci
Hate me, tender. Solo for future feminism
vor Ort in der TanzFaktur + Live-Stream

Reinheit, Unschuld, Perfektion — das sind die Attribute der Jungfrau Maria. In einem lust- und humorvollen Solo sucht Teresa Vittucci nach dem feministischen Potenzial dieser Ikone und zeigt, wie der Mythos der bis zum ersten Sex versiegelten Frau bis heute Vorstellungen von Weiblichkeit beeinflusst.

10.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat (in deutscher Sprache)
12.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat (in englischer Sprache)

Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Sprache: Englisch

© Yushiko Kusano
© Yushiko Kusano
© Yushiko Kusano

Maria gilt im Christentum als die ideale Frau. Denn sie vereinbart das Unvereinbare, sie ist Jungfrau und Mutter zugleich. Reale Frauen können diesem Ideal niemals gerecht werden. Der Marienkult stellt sie vor eine unerfüllbare Herausforderung. Damit ist Maria eine der Quellen von Selbsthass und Hass auf Frauen.

Aber Maria ist auch barmherzig, verletzlich und voller Liebe. Teresa Vittucci schafft Bilder, die diesen Eigenschaften andächtig Raum geben — und zeigt schonungslos auf all die Lügen und falschen Vorstellungen rund um die jungfräuliche Frau. Aus einem stillen Bild erwächst eine wütende Anklage. Vittucci räumt auf mit der Geschichte vom Jungfernhäutchen als einem Verschluss mit Frischegarantie, der beim ersten Sex durchstoßen wird. Die Ikone ermächtigt sich.

Credits

Konzept und Performance: Teresa Vittucci
Dramaturgische Beratung: Benjamin Egger, Veza Fernández, Rafał Pierzyński
Bühne: Jasmin Wiesli, Teresa Vittucci
Produktionsmanagement: groundworkers // Kira Koplin
Produktion: OH DEAR Zürich
Kontakt für Gastspielanfragen: Kira Koplin, kira[a]groundworkers.at

Produktion

Koproduktion: Tanzhaus Zürich, Zürcher Theater Spektakel. Entwickelt im Rahmen des PREMIO-Nachwuchspreises für Theater und Tanz, Espacio do Tempo Montemor. Gefördert von Migros-Kulturprozent, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung.

Mit besonderem Dank an Julia Haenni, Gina Gurtner und Simone Aughterlony.

Biografie

Teresa Vittucci ist Choreografin und Performerin. Sie absolvierte das Konservatorium in Wien, die Ailey School sowie die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) und machte ihren M.A. an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2013 arbeitet sie als Soloperformerin und entwickelt Stücke wie „UNLEASH“ (2012), „LUNCHTIME“ (2015), „ALL EYES ON“ (2017) und HATE ME, TENDER (2018). Sie kollaborierte mit zahlreichen Künstler*innen, darunter Simone
Aughterlony, Marie-Caroline Hominal, Trajal Harrell und Nils Amadeus Lange. 2019/20 ist Teresa Vittucci Young Associate Artist (YAA!) des Tanzhaus Zürich. Mit HATE ME, TENDER gewann sie 2019 den Schweizer Tanzpreis.

11
Freitag
10:00 – 13:00, Akademie Akademie #2 – Lost in space? Konferenzprogramm: Körper und politischer Protest Online via Zoom

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit
10.–12.06., Konferenzprogramm Online, Workshops an verschiedenen Orten
Sprache: Englisch

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt:

Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. Sie finden online via Zoom statt.

In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit. Der Workshop findet vor Ort in Düsseldorf statt.

10.06. Körper und Gemeinschaftsbildung

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

10:00 Begrüßung

10:10 Körper in Verbundenheit
Keynote und Diskussion mit Mazda Adli, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin. Moderation: Eva Neklyaeva

Der Psychiater Mazda Adli zeigt in seiner Keynote, warum das Theater als Versammlungsort eine existenzielle Bedeutung hat: Das gemeinsame emotionale und kognitive Erlebnis trägt erheblich zur Bewältigung von Alltagsstress und zum psychischen Wohlbefinden bei, stellt Verbundenheit zwischen den Menschen her und stärkt damit die soziale Kohäsion in den Gesellschaften. Kurzum: Theater hält uns als Gesellschaft seelisch gesund. Aber welche Rolle spielt der Körper dabei? Stellen sich diese Effekte auch ein, wenn wir uns an den Bildschirmen versammeln?

11:00 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:15 Intimität auf Distanz
Input und Diskussion mit Samara Hersch und Damian Rebgetz. Moderation: Eva Neklyaeva
Die Regisseurin Samara Hersch und der Schauspieler und Performer Damian Rebgetz setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Stimme und Sound sowie Intimität und Distanz auseinander. Beide Themenkomplexe sind durch Covid-19 nochmal mehr in den Fokus gerückt. Samara und Damian berichten von ihren persönlichen und künstlerischen Erfahrungen. Mit der interaktiven Telefon-Performance BODY OF KNOWLEDGE (AT HOME) ist Samara Hersch außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten.

12:00 h a p t I c a f f I n I t i e s – a study group on touch, haptic aesthetics and intimacy in the arts
Breakout Rooms mit:
Joshua Wicke
Antonia Rohwetter
Carolina Mendonca
Bryana Fritz und Henry Andersen
Sofie Luckhardt, Anneliese Ostertag und Rahel Spöhrer
Siegmar Zacharias
Anna Zett

In einem informellen und partizipativen Setting sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, sich in Gesprächen und Übungen mit der Sehnsucht nach und dem Verlust von Nähe, sowie mit der Ambivalenz und Wechselwirkung von Berührung zu beschäftigen. Die Gastgeber*innen sind Praktiker*innen aus Kunst und Theorie, die zum Thema Berührung und Intimität in den Künsten arbeiten.

11.06. Körper und politischer Protest

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

10:00 Tanz im Protest
Keynote und Diskussion mit Kirsten Maar, Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft. Moderation: Irina Bârcă

Welches Potential haben choreographische Interventionen für Protestbewegungen in Zeiten der Pandemie? Sei es im Kontext von Black Lives Matter, in Belarus, Polen oder Ungarn? Kirsten Maar zeigt in ihrer Keynote, wie Choreographie mittels Versammlung und Intervention öffentliche Räume gestalten kann: Resiliente und ausdauernde Körper üben miteinander Kollektivität, nutzen das emanzipatorische Potential gegenseitiger Berührung.

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Anrufung, Ideologie und das Seltsame
Inputs und Diskussion mit Joana Tischkau und Julian Warner. Moderation: Irina Bârcă

Joana Tischkau spricht über die Visualisierung der BLM-Proteste im letzten Jahr. Wie wurden die widerständigen Körper medial inszeniert, und welche Bilder bleiben am Ende übrig? Julian Warner plädiert in seinem Input „Der Diskurs, der mich erschaffen hat – Anrufung, Ideologie und das Seltsame“ dafür, sich von dem falschen Bewusstsein eines neoliberalen Diversitäts-Paradigmas zu befreien: „Statt uns den Analogien des afrikanisch-amerikanischen Leidens zu beugen, müssen wir uns um unsere eigenen Archäologien bemühen und Wissen über die spezifischen Unterdrückungen erzeugen. Dafür brauchen wir unsere materiellen Körper und ein Gespür für das Seltsame und Unheimliche, um von der Anrufung durch den Plattform-Kapitalismus loszukommen.“
Beide Künstler*innen sind außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten, Joana Tischkau mit PLAYBLACK und Julian Warner mit THE HISTORY OF THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY AS TOLD BY FEHLER KUTI UND DIE POLIZEI.

12:00 „Es ist alles so schlimm, dass sogar total Introvertierte rausgehen.“ *
Diskussion in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belarus mit Mikhail Gulin, Sophia Sadovskaya und Igor Shugaleev. Moderation: Tania Arcimovich
Künstler*innen und Aktivist*innen aus Belarus berichten von der Rolle des Körpers im öffentlichen Raum für die Widerstandsbewegung. Welche Strategien wurden genutzt, welchen Einfluss hatte die Pandemie darauf? Welche Folgen ergaben sich daraus für die Kulturszene und für die darstellenden Künste im Besonderen?
* Plakat-Slogan während der Proteste in Minsk im August 2020

12.06. Körper und internationale Zusammenarbeit

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?

10:00 Körperlose Zusammenarbeit in kreativen Prozessen – wo kommt auch das beste digitale Tool an seine Grenzen? Medienpsychologische Erkenntnisse nach einem Jahr mit Covid-19
Keynote und Diskussion mit Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln. Moderation: Marta Keil
Von einem Tag auf den anderen hat uns die Pandemie gezwungen, unsere private, berufliche und kulturelle Kommunikation in die digitale Welt zu verlagern. Was sind die Risiken, was die Chancen von „Online-Vorlesungen”, „Online-Treffen” oder „Online-Versammlungen”? Was vermissen, was gewinnen wir? Und wie hat das Einfluss auf unser Wohlbefinden?

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Reisen für die Kunst?
Inputs und Diskussion mit Ant Hampton und Lázaro Gabino Rodríguez (Lagartijas tiradas al sol, Mexiko). Moderation: Marta Keil
Ant Hampton arbeitet gerade an dem Projekt „Showing without going – live performance options without air travel“. Lázaro Gabino Rodríguez hat mit einem offenen Brief auf Jerôme Bels Forderung geantwortet, in den Darstellenden Künsten auf Flugreisen zu verzichten und darauf hingewiesen, wie ein solcher Verzicht Kunstschaffende aus dem globalen Süden ihrer Existenzgrundlage berauben könnte. Die beiden Performancekünstler diskutieren die Notwendigkeit von Reisen, sprechen über Privilegien und den Luxus des Verzichts sowie darüber, wie sich ihre Einstellungen durch Covid-19 verändert haben.

12:00 Körperlose Kooperationen
Inputs und Diskussion mit Jayachandran Palazhy und Clara Vaughan. Moderation: Ogutu Muraya
Jayachandran Palazhy, Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore, und die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Clara Vaughan, sprechen über ihre Erfahrungen mit Proben, Aufführungen und Kooperationsprojekten im letzten Jahr. Welche positiven Effekte gab es vielleicht, aber wo lagen auch die Herausforderungen, sowohl vor Ort als auch im internationalen Kontext?

12:45 Schlussrunde

10.–12.06. Exercises in Social Intimacy: Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

jeweils 14:30–17:00 Uhr, vor Ort in Düsseldorf
Nur nach Anmeldung (siehe unten)

Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn
Arbeitssprache: Englisch

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“ Sibylle Peters

Die Teilnahme am Workshop ist nur vor Ort möglich.
Für die Teilnahme an der Workshop-Gruppe in Düsseldorf melden Sie sich bitte unter email hidden; JavaScript is required an. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kostenbeitrag für die drei Workshop-Nachmittage inkl. Verpflegung beträgt 30 Euro.
Der Workshop findet unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneverordnung statt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, täglich einen von den Veranstalter*innen organisierten Corona-Schnelltest durchzuführen.

Internationale Co-Gastgeber*innen:
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz)
The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika)
Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie
Goethe-Institut Belarus

Biografien

Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er leitet die Fliedner Klinik Berlin sowie den Forschungsbereich Affektive Störungen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat u. a. das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik ins Leben gerufen, das sich mit der Untersuchung des Einflusses von Stadtleben auf Emotionen und psychische Gesundheit beschäftigt, und ist Gründer der „Singing Shrinks“, des einzigen Psychiater-Chors der Welt. 2017 erschien sein Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“.

Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität-Gießen.

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler:innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys, des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste und kuratierte das Festival Augenblick mal! 2021.

Ansuman Biswas wurde in Indien geboren und absolvierte seine Ausbildung im Vereinigten Königreich. Seine internationale Praxis umfasst Musik, Film, live art, Texte und Theater. Er interessiert sich für Hybridität und Interdisziplinarität – oft arbeitet er im Grenzbereich von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder von Musik, Tanz und bildender Kunst. Improvisation und Spiel sind wichtige Elemente seiner Praxis, die Vipassana-Meditation deren Kern.

Moritz Frischkorn arbeitet seit 2014 als Choreograph, Performer und Theoretiker im Feld zeitgenössischer darstellender Kunst. Seine künstlerische und kuratorische Praxis beschäftigt sich mit Choreographien von Dingen und ihren sozialen und politischen Dimensionen. 2021 promovierte er an der HafenCity Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Thema „More-Than-Human Choreographies“. In den letzten Jahren hat er eine Reihe von eigenen Arbeiten präsentiert. Seine interdisziplinäre Recherche-Arbeit „The Great Report“ zum Verhältnis von Choreographie und Logistik hatte 2020 auf Kampnagel Premiere.

Stacie CC Graham (German translation to follow.) is a management consultant, executive coach, founder, speaker and writer. In her work, she uses practices and tools such as mindful leadership, intersectional attunement as well as emotional and social intelligence. Her holistic wellness brand, OYA: Body-Mind-Spirit Retreats, is dedicated to underrepresented communities typically underserved by the mainstream wellness industry. With an MS in economics and a PhD in psychology as well as experience living and working in different parts of the world, she continues to cultivate a nuanced understanding of underlying drivers of human motivation and behavior.

Mikhail Gulin ist Künstler und Kurator. Seit den 2000er-Jahren ist er einer der einflussreichsten belarussischen Künstler, bekannt für seine Interventionen im öffentlichen Raum und seine Reflektionen über Öffentlichkeit in Belarus. Seine Kunst wurde in Galerien in Minsk, Brest, Eindhoven, Vilnius, Moskau, Warschau, Kiew und anderen Städten gezeigt. Mikhail Gulin nahm an künstlerischen Symposien und Performance-Festivals in Litauen, Nordossetien-Alanien und Kasachstan teil.

Ant Hampton ist Performancekünstler. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet von einer deutlichen Spannung zwischen strengen formalen und strukturellen Elementen und solchen, die im Moment der Aufführung gelebt und verhandelt werden. Er entwickelte kleinformatige, intime Projekte, die den Zuschauer selbst einbezogen, und in Cafés („Etiquette“) oder im Lesesaal einer Bibliothek stattfanden („The Quiet Volume“). Seine letzten Arbeiten ermutigen das Publikum, selbst Wagnisse einzugehen, mit realen Konsequenzen („Someone Else“, „The Thing“).

In dem Verlust von und der Gefahr durch Berührung, die wir aktuell verstärkt erleben, treten die politischen und ethischen Implikationen von Berührung in den Vordergrund. Es gibt gegebene und gewählte Intimitäten, die sich der Kontrolle entziehen. Berührung zeigt sich dabei als die Grundbedingung einer verletzlichen Existenz. Sie verweist auf wechselseitige Abhängigkeiten, poröse Körpergrenzen, brutale Intimitäten und artenübergreifende Kollaborationen. Die study group h a p t i c a f f i n i t i e s wurde initiiert von Anneliese Ostertag, Sofie Luckhardt, Belle Santos und Rahel Spöhrer. Sie trifft sich seit Mitte April 2021 wöchentlich und fragt vor diesem Hintergrund: Welche Formen der Berührung finden in den performativen Künsten bemerkt und unbemerkt statt? Wie können wir uns der Performativität und Medialität von Berührung annähern? Und wie lassen sich die vielfältigen haptischen Begegnungen in den Künsten konsensual begreifen?

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master an Das Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nicht-hierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT‘S HAPPENING, die sie zusammen mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakels 2019 sowie dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

Marta Keil ist Kuratorin in den darstellenden Künsten, Forscherin und Dramaturgin sowie Co-Leiterin des Performing Arts Institute in Warschau. Zwischen 2012 und 2017 kuratierte sie mit Grzegorz Reske das Festival Konfrontacje Teatralne in Lublin. Sie gründete und kuratierte die East European Performing Arts Platform und war von 2014 bis 2015 Leiterin der Programmabteilung des Teatr Polski in Bydgoszcz. Als Kuratorin und Dramaturgin hat sie u. a. mit Agnieszka Jakimiak, Rabih Mroué, Agata Siniarska und Ana Vujanović gearbeitet. Sie unterrichtet an der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau und hat mehrere Bücher herausgegeben, u. a. „Choreography: Politicality“ (2018) und „Reclaiming the Obvious: on the Institution of Festival“ (2017).

Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersektionale Diskurse und Kanonfragen.

Ogutu Muraya ist ein Autor und Theatermacher, dessen Arbeit in der Praxis mündlicher Literatur verwurzelt ist. Er sucht nach neuen Formen des Geschichtenerzählens, die sozio-politische Aspekte mit dem Glauben verbinden, dass Kunst ein wichtiger Katalysator für die Infragestellung von Gewissheiten ist. Er studierte Internationale Beziehungen an der USIU-Africa und absolvierte einen Master am DAS Theatre. Seine Texte werden international veröffentlicht; seine performativen Arbeiten werden weltweit in Theatern und bei Festivals gezeigt. Ogutu Muraya lebt als Künstler in Nairobi und unterrichtet in Teilzeit im Film- und Performance-Bereich der KCA University.

Eva Neklyaeva ist Kuratorin und setzt sich in den Feldern darstellender Kunst, Politik und Sexualität mit der Frage der Freiheit auseinander. Zur Zeit ist sie Ko-Kuratorin von „Samara Editions – performances by post“, sowie des Spielart-Festivals 2021. Zuvor hat sie u.a. das Santarcangelo Festival kuratiert (2017–2019) und sechs Jahre lang das Baltic Circle International Contemporary Theatre Festival geleitet. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer renommierten internationalen Plattform für multidisziplinäre Nachwuchs-Performance entwickelt.

Jayachandran Palazhy ist der Gründer und künstlerische Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore und ein international renommierter Tänzer und Choreograph. Er absolvierte ein Physik-Studium in Kerala und begann seine Tanzausbildung in Indien mit Bharatanatyam, Kathakali, indischen Volkstänzen und dem Kampfsport Kalarippayattu. An der London Contemporary Dance School studierte er klassisches Ballett, Tai Chi, Capoeira und afrikanischen Tanz. Ein Schwerpunkt seiner choreographischen Arbeit mit internationalen Künstler*innen sind multimediale Tanzproduktionen unter Einsatz digitaler Künste und interaktiver Technologie. Im Attakkalari war er Leiter des Forschungs- und Dokumentationsprojekts NAGARIKA über die Bewegungsprinzipien traditioneller indischer Körperarbeit. In Zusammenarbeit mit der Arizona State University hat er sich mit der Rolle interaktiver Technologie und Telematik in der Performance auseinandergesetzt.

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Performance. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin, später auch als Dramaturgin und Regisseurin. Mittlerweile verschmilzt sie verschiedene Funktionen für Projekte über Alltagsthemen, Science-Fiction und Quatschkram und entwickelt diese gerne in Gruppen. PMS-LOUNGE – HULDIGUNG EINES ZUSTANDS wurde auf dem Hauptsache Frei Festival 2018 mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis ausgezeichnet. Sie war damit zum Impulse Theater Festival und dem Peforming Arts & Friends Festival in Berlin eingeladen. Mit der interdisziplinären Künstlergruppe TRAUMMASCHiNE Inc. produziert Pfeifer selbstentwickelte Kindertheaterstücke und Happenings.

Damian Rebgetz hat klassischen Gesang, Musiktheater und Sound Studies studiert. Als Performer war er an verschiedenen Theater-, Musiktheater-, Tanz- und Performance-Projekten beteiligt und war 2015–2020 Teil des Schauspielensembles an den Münchner Kammerspielen. Seine eigenen Performances sind inspiriert von Praktiken des Hörens und Erinnerns und verhandeln unterschiedliche Konzepte von Musik, Klang, Stimme, Identität und Materialität. Seine Performance „Something for the Fans“ wurde 2013 vom Impulse Theater Festival und dem HAU Hebbel am Ufer koproduziert.

Lázaro Gabino Rodriguez hat die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK) mit einem Master in Theater abgeschlossen. In seiner Arbeit erkundet er Konzepte von wahr und falsch, ausgehend von persönlichen Erinnerungen und deren Verhältnis zu Fiktionen. 2003 gründete er mit Luisa Pardo das Künstler*innenkollektiv Lagartijas tiradas al sol, mit dem sie Projekte in den Formaten Theater, Text, Film, Pädagogik und Radio entwickeln. Ihre Arbeit wird in Mexiko und international gezeigt.

Sophia Sadovskaya ist freie Kuratorin und Kunstpädagogin aus Minsk. Von 2012–2021 kuratierte sie das EVAA-Projekt (Environmental Visual Audial Art Project), das Umweltaktivismus mit zeitgenössischer Kunstpraxis verbindet. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist Sophia Sadovskaya Co-Autorin der Buchreihe „Belarussische Kunst des 20. Jahrhunderts für Kinder“.

Igor Shugaleev ist freier Schauspieler und Performer. Er kooperierte mit dem TOKtheatre in Minsk und dem HUNCHTheatre Belarus. Seit 2019 arbeitet Igor Shugaleev an Solo-Projekten. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Disziplinen sucht er seinen künstlerischen Ausdruck an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften und wurde am University College London in Neurowissenschaften promoviert. 2016 gründete sie das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit und leitete die Redaktion bis März 2019. Ihr erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ ist ein Bestseller, ihr zweites Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ erscheint im Mai 2021.

Clara Vaughan ist die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Südafrika, sowie Theatermacherin, Kulturmanagerin und Autorin. Im Market Lab bringt sie Theaterschaffende und andere Künstler*innen für kollaborative Arbeitsprozesse des Lernens, Herstellens, Experimentieren und Recherchierens zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nachwuchskünstler*innen sowie subalternen Erfahrungen, Stimmen und Identitäten.

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe interdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performance-Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters

Programmleitung: Anne Schulz
Workshopleitung: Sibylle Peters
Produktionsleitung: Lena Busse

Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.

14:30 – 17:30, Akademie Akademie #2 – Lost in space? Workshop: EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY. Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen Düsseldorf, vor Ort

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit
10.–12.06., Konferenzprogramm Online, Workshops an verschiedenen Orten
Sprache: Englisch

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt:

Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. Sie finden online via Zoom statt.

In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit. Der Workshop findet vor Ort in Düsseldorf statt.

10.06. Körper und Gemeinschaftsbildung

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

10:00 Begrüßung

10:10 Körper in Verbundenheit
Keynote und Diskussion mit Mazda Adli, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin. Moderation: Eva Neklyaeva

Der Psychiater Mazda Adli zeigt in seiner Keynote, warum das Theater als Versammlungsort eine existenzielle Bedeutung hat: Das gemeinsame emotionale und kognitive Erlebnis trägt erheblich zur Bewältigung von Alltagsstress und zum psychischen Wohlbefinden bei, stellt Verbundenheit zwischen den Menschen her und stärkt damit die soziale Kohäsion in den Gesellschaften. Kurzum: Theater hält uns als Gesellschaft seelisch gesund. Aber welche Rolle spielt der Körper dabei? Stellen sich diese Effekte auch ein, wenn wir uns an den Bildschirmen versammeln?

11:00 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:15 Intimität auf Distanz
Input und Diskussion mit Samara Hersch und Damian Rebgetz. Moderation: Eva Neklyaeva
Die Regisseurin Samara Hersch und der Schauspieler und Performer Damian Rebgetz setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Stimme und Sound sowie Intimität und Distanz auseinander. Beide Themenkomplexe sind durch Covid-19 nochmal mehr in den Fokus gerückt. Samara und Damian berichten von ihren persönlichen und künstlerischen Erfahrungen. Mit der interaktiven Telefon-Performance BODY OF KNOWLEDGE (AT HOME) ist Samara Hersch außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten.

12:00 h a p t I c a f f I n I t i e s – a study group on touch, haptic aesthetics and intimacy in the arts
Breakout Rooms mit:
Joshua Wicke
Antonia Rohwetter
Carolina Mendonca
Bryana Fritz und Henry Andersen
Sofie Luckhardt, Anneliese Ostertag und Rahel Spöhrer
Siegmar Zacharias
Anna Zett

In einem informellen und partizipativen Setting sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, sich in Gesprächen und Übungen mit der Sehnsucht nach und dem Verlust von Nähe, sowie mit der Ambivalenz und Wechselwirkung von Berührung zu beschäftigen. Die Gastgeber*innen sind Praktiker*innen aus Kunst und Theorie, die zum Thema Berührung und Intimität in den Künsten arbeiten.

11.06. Körper und politischer Protest

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

10:00 Tanz im Protest
Keynote und Diskussion mit Kirsten Maar, Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft. Moderation: Irina Bârcă

Welches Potential haben choreographische Interventionen für Protestbewegungen in Zeiten der Pandemie? Sei es im Kontext von Black Lives Matter, in Belarus, Polen oder Ungarn? Kirsten Maar zeigt in ihrer Keynote, wie Choreographie mittels Versammlung und Intervention öffentliche Räume gestalten kann: Resiliente und ausdauernde Körper üben miteinander Kollektivität, nutzen das emanzipatorische Potential gegenseitiger Berührung.

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Anrufung, Ideologie und das Seltsame
Inputs und Diskussion mit Joana Tischkau und Julian Warner. Moderation: Irina Bârcă

Joana Tischkau spricht über die Visualisierung der BLM-Proteste im letzten Jahr. Wie wurden die widerständigen Körper medial inszeniert, und welche Bilder bleiben am Ende übrig? Julian Warner plädiert in seinem Input „Der Diskurs, der mich erschaffen hat – Anrufung, Ideologie und das Seltsame“ dafür, sich von dem falschen Bewusstsein eines neoliberalen Diversitäts-Paradigmas zu befreien: „Statt uns den Analogien des afrikanisch-amerikanischen Leidens zu beugen, müssen wir uns um unsere eigenen Archäologien bemühen und Wissen über die spezifischen Unterdrückungen erzeugen. Dafür brauchen wir unsere materiellen Körper und ein Gespür für das Seltsame und Unheimliche, um von der Anrufung durch den Plattform-Kapitalismus loszukommen.“
Beide Künstler*innen sind außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten, Joana Tischkau mit PLAYBLACK und Julian Warner mit THE HISTORY OF THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY AS TOLD BY FEHLER KUTI UND DIE POLIZEI.

12:00 „Es ist alles so schlimm, dass sogar total Introvertierte rausgehen.“ *
Diskussion in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belarus mit Mikhail Gulin, Sophia Sadovskaya und Igor Shugaleev. Moderation: Tania Arcimovich
Künstler*innen und Aktivist*innen aus Belarus berichten von der Rolle des Körpers im öffentlichen Raum für die Widerstandsbewegung. Welche Strategien wurden genutzt, welchen Einfluss hatte die Pandemie darauf? Welche Folgen ergaben sich daraus für die Kulturszene und für die darstellenden Künste im Besonderen?
* Plakat-Slogan während der Proteste in Minsk im August 2020

12.06. Körper und internationale Zusammenarbeit

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?

10:00 Körperlose Zusammenarbeit in kreativen Prozessen – wo kommt auch das beste digitale Tool an seine Grenzen? Medienpsychologische Erkenntnisse nach einem Jahr mit Covid-19
Keynote und Diskussion mit Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln. Moderation: Marta Keil
Von einem Tag auf den anderen hat uns die Pandemie gezwungen, unsere private, berufliche und kulturelle Kommunikation in die digitale Welt zu verlagern. Was sind die Risiken, was die Chancen von „Online-Vorlesungen”, „Online-Treffen” oder „Online-Versammlungen”? Was vermissen, was gewinnen wir? Und wie hat das Einfluss auf unser Wohlbefinden?

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Reisen für die Kunst?
Inputs und Diskussion mit Ant Hampton und Lázaro Gabino Rodríguez (Lagartijas tiradas al sol, Mexiko). Moderation: Marta Keil
Ant Hampton arbeitet gerade an dem Projekt „Showing without going – live performance options without air travel“. Lázaro Gabino Rodríguez hat mit einem offenen Brief auf Jerôme Bels Forderung geantwortet, in den Darstellenden Künsten auf Flugreisen zu verzichten und darauf hingewiesen, wie ein solcher Verzicht Kunstschaffende aus dem globalen Süden ihrer Existenzgrundlage berauben könnte. Die beiden Performancekünstler diskutieren die Notwendigkeit von Reisen, sprechen über Privilegien und den Luxus des Verzichts sowie darüber, wie sich ihre Einstellungen durch Covid-19 verändert haben.

12:00 Körperlose Kooperationen
Inputs und Diskussion mit Jayachandran Palazhy und Clara Vaughan. Moderation: Ogutu Muraya
Jayachandran Palazhy, Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore, und die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Clara Vaughan, sprechen über ihre Erfahrungen mit Proben, Aufführungen und Kooperationsprojekten im letzten Jahr. Welche positiven Effekte gab es vielleicht, aber wo lagen auch die Herausforderungen, sowohl vor Ort als auch im internationalen Kontext?

12:45 Schlussrunde

10.–12.06. Exercises in Social Intimacy: Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

jeweils 14:30–17:00 Uhr, vor Ort in Düsseldorf
Nur nach Anmeldung (siehe unten)

Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn
Arbeitssprache: Englisch

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“ Sibylle Peters

Die Teilnahme am Workshop ist nur vor Ort möglich.
Für die Teilnahme an der Workshop-Gruppe in Düsseldorf melden Sie sich bitte unter email hidden; JavaScript is required an. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kostenbeitrag für die drei Workshop-Nachmittage inkl. Verpflegung beträgt 30 Euro.
Der Workshop findet unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneverordnung statt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, täglich einen von den Veranstalter*innen organisierten Corona-Schnelltest durchzuführen.

Internationale Co-Gastgeber*innen:
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz)
The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika)
Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie
Goethe-Institut Belarus

Biografien

Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er leitet die Fliedner Klinik Berlin sowie den Forschungsbereich Affektive Störungen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat u. a. das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik ins Leben gerufen, das sich mit der Untersuchung des Einflusses von Stadtleben auf Emotionen und psychische Gesundheit beschäftigt, und ist Gründer der „Singing Shrinks“, des einzigen Psychiater-Chors der Welt. 2017 erschien sein Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“.

Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität-Gießen.

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler:innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys, des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste und kuratierte das Festival Augenblick mal! 2021.

Ansuman Biswas wurde in Indien geboren und absolvierte seine Ausbildung im Vereinigten Königreich. Seine internationale Praxis umfasst Musik, Film, live art, Texte und Theater. Er interessiert sich für Hybridität und Interdisziplinarität – oft arbeitet er im Grenzbereich von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder von Musik, Tanz und bildender Kunst. Improvisation und Spiel sind wichtige Elemente seiner Praxis, die Vipassana-Meditation deren Kern.

Moritz Frischkorn arbeitet seit 2014 als Choreograph, Performer und Theoretiker im Feld zeitgenössischer darstellender Kunst. Seine künstlerische und kuratorische Praxis beschäftigt sich mit Choreographien von Dingen und ihren sozialen und politischen Dimensionen. 2021 promovierte er an der HafenCity Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Thema „More-Than-Human Choreographies“. In den letzten Jahren hat er eine Reihe von eigenen Arbeiten präsentiert. Seine interdisziplinäre Recherche-Arbeit „The Great Report“ zum Verhältnis von Choreographie und Logistik hatte 2020 auf Kampnagel Premiere.

Stacie CC Graham (German translation to follow.) is a management consultant, executive coach, founder, speaker and writer. In her work, she uses practices and tools such as mindful leadership, intersectional attunement as well as emotional and social intelligence. Her holistic wellness brand, OYA: Body-Mind-Spirit Retreats, is dedicated to underrepresented communities typically underserved by the mainstream wellness industry. With an MS in economics and a PhD in psychology as well as experience living and working in different parts of the world, she continues to cultivate a nuanced understanding of underlying drivers of human motivation and behavior.

Mikhail Gulin ist Künstler und Kurator. Seit den 2000er-Jahren ist er einer der einflussreichsten belarussischen Künstler, bekannt für seine Interventionen im öffentlichen Raum und seine Reflektionen über Öffentlichkeit in Belarus. Seine Kunst wurde in Galerien in Minsk, Brest, Eindhoven, Vilnius, Moskau, Warschau, Kiew und anderen Städten gezeigt. Mikhail Gulin nahm an künstlerischen Symposien und Performance-Festivals in Litauen, Nordossetien-Alanien und Kasachstan teil.

Ant Hampton ist Performancekünstler. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet von einer deutlichen Spannung zwischen strengen formalen und strukturellen Elementen und solchen, die im Moment der Aufführung gelebt und verhandelt werden. Er entwickelte kleinformatige, intime Projekte, die den Zuschauer selbst einbezogen, und in Cafés („Etiquette“) oder im Lesesaal einer Bibliothek stattfanden („The Quiet Volume“). Seine letzten Arbeiten ermutigen das Publikum, selbst Wagnisse einzugehen, mit realen Konsequenzen („Someone Else“, „The Thing“).

In dem Verlust von und der Gefahr durch Berührung, die wir aktuell verstärkt erleben, treten die politischen und ethischen Implikationen von Berührung in den Vordergrund. Es gibt gegebene und gewählte Intimitäten, die sich der Kontrolle entziehen. Berührung zeigt sich dabei als die Grundbedingung einer verletzlichen Existenz. Sie verweist auf wechselseitige Abhängigkeiten, poröse Körpergrenzen, brutale Intimitäten und artenübergreifende Kollaborationen. Die study group h a p t i c a f f i n i t i e s wurde initiiert von Anneliese Ostertag, Sofie Luckhardt, Belle Santos und Rahel Spöhrer. Sie trifft sich seit Mitte April 2021 wöchentlich und fragt vor diesem Hintergrund: Welche Formen der Berührung finden in den performativen Künsten bemerkt und unbemerkt statt? Wie können wir uns der Performativität und Medialität von Berührung annähern? Und wie lassen sich die vielfältigen haptischen Begegnungen in den Künsten konsensual begreifen?

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master an Das Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nicht-hierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT‘S HAPPENING, die sie zusammen mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakels 2019 sowie dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

Marta Keil ist Kuratorin in den darstellenden Künsten, Forscherin und Dramaturgin sowie Co-Leiterin des Performing Arts Institute in Warschau. Zwischen 2012 und 2017 kuratierte sie mit Grzegorz Reske das Festival Konfrontacje Teatralne in Lublin. Sie gründete und kuratierte die East European Performing Arts Platform und war von 2014 bis 2015 Leiterin der Programmabteilung des Teatr Polski in Bydgoszcz. Als Kuratorin und Dramaturgin hat sie u. a. mit Agnieszka Jakimiak, Rabih Mroué, Agata Siniarska und Ana Vujanović gearbeitet. Sie unterrichtet an der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau und hat mehrere Bücher herausgegeben, u. a. „Choreography: Politicality“ (2018) und „Reclaiming the Obvious: on the Institution of Festival“ (2017).

Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersektionale Diskurse und Kanonfragen.

Ogutu Muraya ist ein Autor und Theatermacher, dessen Arbeit in der Praxis mündlicher Literatur verwurzelt ist. Er sucht nach neuen Formen des Geschichtenerzählens, die sozio-politische Aspekte mit dem Glauben verbinden, dass Kunst ein wichtiger Katalysator für die Infragestellung von Gewissheiten ist. Er studierte Internationale Beziehungen an der USIU-Africa und absolvierte einen Master am DAS Theatre. Seine Texte werden international veröffentlicht; seine performativen Arbeiten werden weltweit in Theatern und bei Festivals gezeigt. Ogutu Muraya lebt als Künstler in Nairobi und unterrichtet in Teilzeit im Film- und Performance-Bereich der KCA University.

Eva Neklyaeva ist Kuratorin und setzt sich in den Feldern darstellender Kunst, Politik und Sexualität mit der Frage der Freiheit auseinander. Zur Zeit ist sie Ko-Kuratorin von „Samara Editions – performances by post“, sowie des Spielart-Festivals 2021. Zuvor hat sie u.a. das Santarcangelo Festival kuratiert (2017–2019) und sechs Jahre lang das Baltic Circle International Contemporary Theatre Festival geleitet. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer renommierten internationalen Plattform für multidisziplinäre Nachwuchs-Performance entwickelt.

Jayachandran Palazhy ist der Gründer und künstlerische Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore und ein international renommierter Tänzer und Choreograph. Er absolvierte ein Physik-Studium in Kerala und begann seine Tanzausbildung in Indien mit Bharatanatyam, Kathakali, indischen Volkstänzen und dem Kampfsport Kalarippayattu. An der London Contemporary Dance School studierte er klassisches Ballett, Tai Chi, Capoeira und afrikanischen Tanz. Ein Schwerpunkt seiner choreographischen Arbeit mit internationalen Künstler*innen sind multimediale Tanzproduktionen unter Einsatz digitaler Künste und interaktiver Technologie. Im Attakkalari war er Leiter des Forschungs- und Dokumentationsprojekts NAGARIKA über die Bewegungsprinzipien traditioneller indischer Körperarbeit. In Zusammenarbeit mit der Arizona State University hat er sich mit der Rolle interaktiver Technologie und Telematik in der Performance auseinandergesetzt.

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Performance. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin, später auch als Dramaturgin und Regisseurin. Mittlerweile verschmilzt sie verschiedene Funktionen für Projekte über Alltagsthemen, Science-Fiction und Quatschkram und entwickelt diese gerne in Gruppen. PMS-LOUNGE – HULDIGUNG EINES ZUSTANDS wurde auf dem Hauptsache Frei Festival 2018 mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis ausgezeichnet. Sie war damit zum Impulse Theater Festival und dem Peforming Arts & Friends Festival in Berlin eingeladen. Mit der interdisziplinären Künstlergruppe TRAUMMASCHiNE Inc. produziert Pfeifer selbstentwickelte Kindertheaterstücke und Happenings.

Damian Rebgetz hat klassischen Gesang, Musiktheater und Sound Studies studiert. Als Performer war er an verschiedenen Theater-, Musiktheater-, Tanz- und Performance-Projekten beteiligt und war 2015–2020 Teil des Schauspielensembles an den Münchner Kammerspielen. Seine eigenen Performances sind inspiriert von Praktiken des Hörens und Erinnerns und verhandeln unterschiedliche Konzepte von Musik, Klang, Stimme, Identität und Materialität. Seine Performance „Something for the Fans“ wurde 2013 vom Impulse Theater Festival und dem HAU Hebbel am Ufer koproduziert.

Lázaro Gabino Rodriguez hat die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK) mit einem Master in Theater abgeschlossen. In seiner Arbeit erkundet er Konzepte von wahr und falsch, ausgehend von persönlichen Erinnerungen und deren Verhältnis zu Fiktionen. 2003 gründete er mit Luisa Pardo das Künstler*innenkollektiv Lagartijas tiradas al sol, mit dem sie Projekte in den Formaten Theater, Text, Film, Pädagogik und Radio entwickeln. Ihre Arbeit wird in Mexiko und international gezeigt.

Sophia Sadovskaya ist freie Kuratorin und Kunstpädagogin aus Minsk. Von 2012–2021 kuratierte sie das EVAA-Projekt (Environmental Visual Audial Art Project), das Umweltaktivismus mit zeitgenössischer Kunstpraxis verbindet. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist Sophia Sadovskaya Co-Autorin der Buchreihe „Belarussische Kunst des 20. Jahrhunderts für Kinder“.

Igor Shugaleev ist freier Schauspieler und Performer. Er kooperierte mit dem TOKtheatre in Minsk und dem HUNCHTheatre Belarus. Seit 2019 arbeitet Igor Shugaleev an Solo-Projekten. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Disziplinen sucht er seinen künstlerischen Ausdruck an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften und wurde am University College London in Neurowissenschaften promoviert. 2016 gründete sie das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit und leitete die Redaktion bis März 2019. Ihr erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ ist ein Bestseller, ihr zweites Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ erscheint im Mai 2021.

Clara Vaughan ist die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Südafrika, sowie Theatermacherin, Kulturmanagerin und Autorin. Im Market Lab bringt sie Theaterschaffende und andere Künstler*innen für kollaborative Arbeitsprozesse des Lernens, Herstellens, Experimentieren und Recherchierens zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nachwuchskünstler*innen sowie subalternen Erfahrungen, Stimmen und Identitäten.

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe interdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performance-Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters

Programmleitung: Anne Schulz
Workshopleitung: Sibylle Peters
Produktionsleitung: Lena Busse

Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.

Showcase DARUM
404-Totlink
Hyperlink-Installation
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

22:00 – 24:00, Showcase Julian Warner
The History of the Federal Republic of Germany as told by Fehler Kuti und die Polizei
Stream mit Live-Chat mit Julian Warner

„Take my hand as we collect Dosenpfand“, fordern Fehler Kuti und die Polizei. In ihrer Bühnenshow wirbeln sie Musik, Theater und Theorie durcheinander. Heraus kommt ein tanzbares quasireligiöses Ritual, das die rassistischen und kapitalistischen Machtverhältnisse eines Landes offenbart, in dem es noch nie gleiche Rechte und Chancen für alle gegeben hat.

11.06. 22:00-24:00: Stream mit Live-Chat mit Julian Warner
12.06. 00:00–24:00: Video on demand

Sprache: Deutsch und Englisch

© Julian Baumann
© Julian Baumann
© Julian Baumann
© Julian Baumann

Die Polizei spielt auf. Frontman Fehler Kuti besingt deutsches Sicherheitsbedürfnis, Heimat- und Ordnungspolitik: von der Verklärung des deutschen Waldes über Deindustrialisierung und Klassenkampf bis hin zu Informationsgesellschaft und racial profiling. Gemeinsam offenbaren sie die rassistischen und kapitalistischen Machtverhältnisse eines Landes, in dem es noch nie gleiche Rechte und Chancen für alle gegeben hat. Wer ist hier die Polizei, wer setzt die herrschende Ordnung durch, wer hält sie am Leben?

Credits

Von und mit Markus Acher, Micha Acher, Cico Beck, Fehler Kuti, Theresa Loibl, Sascha Schwegeler

Dramaturgie: Adele Mike Dittrich Frydetzki
Bühne: Jana Schützendübel
Kostüm: Katharina Böhringer
Licht: Jonaid Khodabakhshi
Ton: Nicolas Sierig
Kamera: Nicole Marianna Wytyczak, Joel Heyd
Schnitt: Su Steinmassl
Produktionsmanagement: Veronika Heinrich

Produktion

Eine Produktion von Julian Warner in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Biografien

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe in den Bereichen Kuration, Musik, Performancekunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erschien der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE. Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

Markus Acher ist Sänger, Schlagzeuger und Komponist. Mit seinem Bruder Micha Acher ist er Teil der Weilheimer Band The Notwist. Neben anderen Bandprojekten macht Acher auch Musik für Film, Hörspiel und Theater. Gemeinsam mit Micha Acher kuratierte er das Festival Alien Disko, das viermal in den Münchner Kammerspielen stattfand.

Micha Acher ist Komponist und Musiker und Mitglied von The Notwist. Seit 2018 spielt und komponiert er in einem Trio mit dem Jazz-Saxofonisten Johannes Enders und dem Jazz-Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer. Zudem macht Acher Musik für Theater und Film.

Cico Beck ist freiberuflicher Komponist und Musiker. Er studierte an der Musikhochschule Münster. Neben seinem Studium beschäftigte Beck sich mit elektronischer, experimenteller und Popmusik sowie mit deren Überschneidungen. Beck schreibt und spielt Musik für Theater- und Tanzproduktionen, Kino- und Fernsehfilme und ist in zahlreichen Bands aktiv (u. a. The Notwist).

Theresa Loibl studierte Klarinette an der Hochschule für Musik Nürnberg und spielt zudem Tuba, Tasteninstrumente, Percussion und Bassklarinette. Als Musikinstrumentalistin pendelt sie für verschiedene Bandprojekte zwischen München und New Orleans.

Sascha Schwegeler, geboren in Köln, ist Grafiker und Musiker. Seit er denken kann, spielt er Schlagzeug und Percussion in Bands. Schwegeler ist Mitbetreiber des Münchner Plattenlabels Gutfeeling.

22:30 – 23:45, Showcase Samara Hersch
Body of Knowledge (at home)
AUSVERKAUFT Telefon + Online

Das Theater kommt zum Publikum nach Hause! Per Telefon sind die Zuhörer*innen untereinander und mit acht Teenagern aus Australien verbunden. In körperlicher Vereinzelung entsteht ein berührender Dialog zwischen den Generationen – über Nähe, Sexualität, Zukunftsängste und Trauer.

05.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

06.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

11.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

13.06.21 11:00–12:15

AUSVERKAUFT

13.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

Telefongespräch + Videokonferenz

Sprache: Englisch

© Pier Carthew
© Pier Carthew
© Pier Carthew

Die ursprüngliche Version des Stücks tourte 2019 erfolgreich auf den Bühnen Australiens und Europas. Vor dem Hintergrund der Pandemie hat Samara Hersch eine Version ihrer Arbeit entworfen, die es den Zuschauer*innen ermöglicht, von zu Hause aus teilzunehmen. Über digitale Signale verbunden tauschen Jugendliche und Erwachsene Wissen und Erfahrungen untereinander aus und lassen sich im Schutz der Anonymität auf die unsicheren Gefilde einer Begegnung mit Unbekannten ein.

Um an der Performance teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Computer sowie ein Telefon mit WhatsApp-Zugang. Außerdem erhalten Sie per Post ein Päckchen mit Requisiten. Zur Abfrage der Nummer, unter der Sie bei WhatsApp zu erreichen sind, sowie Ihrer Postadresse senden wir Ihnen nach dem Ticketkauf eine E-Mail. Bitte schauen Sie ggf. auch in Ihrem Spam-Ordner nach.

Credits

Künstlerische Leitung: Samara Hersch

Creative Technology: Fred Rodrigues, Nathan Fain
Künstlerische Mitarbeit: Cassandra Fumi
Dramaturgie: Maria Rößler
Produktionsassistenz: Bec Reid
Photos: Pier Carthew

Produktion

BODY OF KNOWLEDGE wurde realisiert im Rahmen von Be SpectACTive! in Koproduktion mit SICK! Festival, Liveworks Festival of Experimental Art und Carriageworks. Die „At Home“-Version ist eine Koproduktion von Internationales Sommerfestival Kampnagel, Hamburg, und Zürcher Theater Spektakel.

Biografie

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master am DAS Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nichthierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT’S HAPPENING, die sie gemeinsam mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakel 2019 sowie mit dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

12
Samstag
10:00 – 13:00, Akademie Akademie #2 – Lost in space? Konferenzprogramm: Körper und internationale Zusammenarbeit Online via Zoom

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit
10.–12.06., Konferenzprogramm Online, Workshops an verschiedenen Orten
Sprache: Englisch

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt:

Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. Sie finden online via Zoom statt.

In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit. Der Workshop findet vor Ort in Düsseldorf statt.

10.06. Körper und Gemeinschaftsbildung

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

10:00 Begrüßung

10:10 Körper in Verbundenheit
Keynote und Diskussion mit Mazda Adli, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin. Moderation: Eva Neklyaeva

Der Psychiater Mazda Adli zeigt in seiner Keynote, warum das Theater als Versammlungsort eine existenzielle Bedeutung hat: Das gemeinsame emotionale und kognitive Erlebnis trägt erheblich zur Bewältigung von Alltagsstress und zum psychischen Wohlbefinden bei, stellt Verbundenheit zwischen den Menschen her und stärkt damit die soziale Kohäsion in den Gesellschaften. Kurzum: Theater hält uns als Gesellschaft seelisch gesund. Aber welche Rolle spielt der Körper dabei? Stellen sich diese Effekte auch ein, wenn wir uns an den Bildschirmen versammeln?

11:00 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:15 Intimität auf Distanz
Input und Diskussion mit Samara Hersch und Damian Rebgetz. Moderation: Eva Neklyaeva
Die Regisseurin Samara Hersch und der Schauspieler und Performer Damian Rebgetz setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Stimme und Sound sowie Intimität und Distanz auseinander. Beide Themenkomplexe sind durch Covid-19 nochmal mehr in den Fokus gerückt. Samara und Damian berichten von ihren persönlichen und künstlerischen Erfahrungen. Mit der interaktiven Telefon-Performance BODY OF KNOWLEDGE (AT HOME) ist Samara Hersch außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten.

12:00 h a p t I c a f f I n I t i e s – a study group on touch, haptic aesthetics and intimacy in the arts
Breakout Rooms mit:
Joshua Wicke
Antonia Rohwetter
Carolina Mendonca
Bryana Fritz und Henry Andersen
Sofie Luckhardt, Anneliese Ostertag und Rahel Spöhrer
Siegmar Zacharias
Anna Zett

In einem informellen und partizipativen Setting sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, sich in Gesprächen und Übungen mit der Sehnsucht nach und dem Verlust von Nähe, sowie mit der Ambivalenz und Wechselwirkung von Berührung zu beschäftigen. Die Gastgeber*innen sind Praktiker*innen aus Kunst und Theorie, die zum Thema Berührung und Intimität in den Künsten arbeiten.

11.06. Körper und politischer Protest

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

10:00 Tanz im Protest
Keynote und Diskussion mit Kirsten Maar, Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft. Moderation: Irina Bârcă

Welches Potential haben choreographische Interventionen für Protestbewegungen in Zeiten der Pandemie? Sei es im Kontext von Black Lives Matter, in Belarus, Polen oder Ungarn? Kirsten Maar zeigt in ihrer Keynote, wie Choreographie mittels Versammlung und Intervention öffentliche Räume gestalten kann: Resiliente und ausdauernde Körper üben miteinander Kollektivität, nutzen das emanzipatorische Potential gegenseitiger Berührung.

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Anrufung, Ideologie und das Seltsame
Inputs und Diskussion mit Joana Tischkau und Julian Warner. Moderation: Irina Bârcă

Joana Tischkau spricht über die Visualisierung der BLM-Proteste im letzten Jahr. Wie wurden die widerständigen Körper medial inszeniert, und welche Bilder bleiben am Ende übrig? Julian Warner plädiert in seinem Input „Der Diskurs, der mich erschaffen hat – Anrufung, Ideologie und das Seltsame“ dafür, sich von dem falschen Bewusstsein eines neoliberalen Diversitäts-Paradigmas zu befreien: „Statt uns den Analogien des afrikanisch-amerikanischen Leidens zu beugen, müssen wir uns um unsere eigenen Archäologien bemühen und Wissen über die spezifischen Unterdrückungen erzeugen. Dafür brauchen wir unsere materiellen Körper und ein Gespür für das Seltsame und Unheimliche, um von der Anrufung durch den Plattform-Kapitalismus loszukommen.“
Beide Künstler*innen sind außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten, Joana Tischkau mit PLAYBLACK und Julian Warner mit THE HISTORY OF THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY AS TOLD BY FEHLER KUTI UND DIE POLIZEI.

12:00 „Es ist alles so schlimm, dass sogar total Introvertierte rausgehen.“ *
Diskussion in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belarus mit Mikhail Gulin, Sophia Sadovskaya und Igor Shugaleev. Moderation: Tania Arcimovich
Künstler*innen und Aktivist*innen aus Belarus berichten von der Rolle des Körpers im öffentlichen Raum für die Widerstandsbewegung. Welche Strategien wurden genutzt, welchen Einfluss hatte die Pandemie darauf? Welche Folgen ergaben sich daraus für die Kulturszene und für die darstellenden Künste im Besonderen?
* Plakat-Slogan während der Proteste in Minsk im August 2020

12.06. Körper und internationale Zusammenarbeit

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?

10:00 Körperlose Zusammenarbeit in kreativen Prozessen – wo kommt auch das beste digitale Tool an seine Grenzen? Medienpsychologische Erkenntnisse nach einem Jahr mit Covid-19
Keynote und Diskussion mit Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln. Moderation: Marta Keil
Von einem Tag auf den anderen hat uns die Pandemie gezwungen, unsere private, berufliche und kulturelle Kommunikation in die digitale Welt zu verlagern. Was sind die Risiken, was die Chancen von „Online-Vorlesungen”, „Online-Treffen” oder „Online-Versammlungen”? Was vermissen, was gewinnen wir? Und wie hat das Einfluss auf unser Wohlbefinden?

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Reisen für die Kunst?
Inputs und Diskussion mit Ant Hampton und Lázaro Gabino Rodríguez (Lagartijas tiradas al sol, Mexiko). Moderation: Marta Keil
Ant Hampton arbeitet gerade an dem Projekt „Showing without going – live performance options without air travel“. Lázaro Gabino Rodríguez hat mit einem offenen Brief auf Jerôme Bels Forderung geantwortet, in den Darstellenden Künsten auf Flugreisen zu verzichten und darauf hingewiesen, wie ein solcher Verzicht Kunstschaffende aus dem globalen Süden ihrer Existenzgrundlage berauben könnte. Die beiden Performancekünstler diskutieren die Notwendigkeit von Reisen, sprechen über Privilegien und den Luxus des Verzichts sowie darüber, wie sich ihre Einstellungen durch Covid-19 verändert haben.

12:00 Körperlose Kooperationen
Inputs und Diskussion mit Jayachandran Palazhy und Clara Vaughan. Moderation: Ogutu Muraya
Jayachandran Palazhy, Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore, und die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Clara Vaughan, sprechen über ihre Erfahrungen mit Proben, Aufführungen und Kooperationsprojekten im letzten Jahr. Welche positiven Effekte gab es vielleicht, aber wo lagen auch die Herausforderungen, sowohl vor Ort als auch im internationalen Kontext?

12:45 Schlussrunde

10.–12.06. Exercises in Social Intimacy: Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

jeweils 14:30–17:00 Uhr, vor Ort in Düsseldorf
Nur nach Anmeldung (siehe unten)

Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn
Arbeitssprache: Englisch

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“ Sibylle Peters

Die Teilnahme am Workshop ist nur vor Ort möglich.
Für die Teilnahme an der Workshop-Gruppe in Düsseldorf melden Sie sich bitte unter email hidden; JavaScript is required an. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kostenbeitrag für die drei Workshop-Nachmittage inkl. Verpflegung beträgt 30 Euro.
Der Workshop findet unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneverordnung statt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, täglich einen von den Veranstalter*innen organisierten Corona-Schnelltest durchzuführen.

Internationale Co-Gastgeber*innen:
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz)
The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika)
Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie
Goethe-Institut Belarus

Biografien

Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er leitet die Fliedner Klinik Berlin sowie den Forschungsbereich Affektive Störungen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat u. a. das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik ins Leben gerufen, das sich mit der Untersuchung des Einflusses von Stadtleben auf Emotionen und psychische Gesundheit beschäftigt, und ist Gründer der „Singing Shrinks“, des einzigen Psychiater-Chors der Welt. 2017 erschien sein Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“.

Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität-Gießen.

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler:innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys, des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste und kuratierte das Festival Augenblick mal! 2021.

Ansuman Biswas wurde in Indien geboren und absolvierte seine Ausbildung im Vereinigten Königreich. Seine internationale Praxis umfasst Musik, Film, live art, Texte und Theater. Er interessiert sich für Hybridität und Interdisziplinarität – oft arbeitet er im Grenzbereich von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder von Musik, Tanz und bildender Kunst. Improvisation und Spiel sind wichtige Elemente seiner Praxis, die Vipassana-Meditation deren Kern.

Moritz Frischkorn arbeitet seit 2014 als Choreograph, Performer und Theoretiker im Feld zeitgenössischer darstellender Kunst. Seine künstlerische und kuratorische Praxis beschäftigt sich mit Choreographien von Dingen und ihren sozialen und politischen Dimensionen. 2021 promovierte er an der HafenCity Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Thema „More-Than-Human Choreographies“. In den letzten Jahren hat er eine Reihe von eigenen Arbeiten präsentiert. Seine interdisziplinäre Recherche-Arbeit „The Great Report“ zum Verhältnis von Choreographie und Logistik hatte 2020 auf Kampnagel Premiere.

Stacie CC Graham (German translation to follow.) is a management consultant, executive coach, founder, speaker and writer. In her work, she uses practices and tools such as mindful leadership, intersectional attunement as well as emotional and social intelligence. Her holistic wellness brand, OYA: Body-Mind-Spirit Retreats, is dedicated to underrepresented communities typically underserved by the mainstream wellness industry. With an MS in economics and a PhD in psychology as well as experience living and working in different parts of the world, she continues to cultivate a nuanced understanding of underlying drivers of human motivation and behavior.

Mikhail Gulin ist Künstler und Kurator. Seit den 2000er-Jahren ist er einer der einflussreichsten belarussischen Künstler, bekannt für seine Interventionen im öffentlichen Raum und seine Reflektionen über Öffentlichkeit in Belarus. Seine Kunst wurde in Galerien in Minsk, Brest, Eindhoven, Vilnius, Moskau, Warschau, Kiew und anderen Städten gezeigt. Mikhail Gulin nahm an künstlerischen Symposien und Performance-Festivals in Litauen, Nordossetien-Alanien und Kasachstan teil.

Ant Hampton ist Performancekünstler. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet von einer deutlichen Spannung zwischen strengen formalen und strukturellen Elementen und solchen, die im Moment der Aufführung gelebt und verhandelt werden. Er entwickelte kleinformatige, intime Projekte, die den Zuschauer selbst einbezogen, und in Cafés („Etiquette“) oder im Lesesaal einer Bibliothek stattfanden („The Quiet Volume“). Seine letzten Arbeiten ermutigen das Publikum, selbst Wagnisse einzugehen, mit realen Konsequenzen („Someone Else“, „The Thing“).

In dem Verlust von und der Gefahr durch Berührung, die wir aktuell verstärkt erleben, treten die politischen und ethischen Implikationen von Berührung in den Vordergrund. Es gibt gegebene und gewählte Intimitäten, die sich der Kontrolle entziehen. Berührung zeigt sich dabei als die Grundbedingung einer verletzlichen Existenz. Sie verweist auf wechselseitige Abhängigkeiten, poröse Körpergrenzen, brutale Intimitäten und artenübergreifende Kollaborationen. Die study group h a p t i c a f f i n i t i e s wurde initiiert von Anneliese Ostertag, Sofie Luckhardt, Belle Santos und Rahel Spöhrer. Sie trifft sich seit Mitte April 2021 wöchentlich und fragt vor diesem Hintergrund: Welche Formen der Berührung finden in den performativen Künsten bemerkt und unbemerkt statt? Wie können wir uns der Performativität und Medialität von Berührung annähern? Und wie lassen sich die vielfältigen haptischen Begegnungen in den Künsten konsensual begreifen?

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master an Das Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nicht-hierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT‘S HAPPENING, die sie zusammen mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakels 2019 sowie dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

Marta Keil ist Kuratorin in den darstellenden Künsten, Forscherin und Dramaturgin sowie Co-Leiterin des Performing Arts Institute in Warschau. Zwischen 2012 und 2017 kuratierte sie mit Grzegorz Reske das Festival Konfrontacje Teatralne in Lublin. Sie gründete und kuratierte die East European Performing Arts Platform und war von 2014 bis 2015 Leiterin der Programmabteilung des Teatr Polski in Bydgoszcz. Als Kuratorin und Dramaturgin hat sie u. a. mit Agnieszka Jakimiak, Rabih Mroué, Agata Siniarska und Ana Vujanović gearbeitet. Sie unterrichtet an der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau und hat mehrere Bücher herausgegeben, u. a. „Choreography: Politicality“ (2018) und „Reclaiming the Obvious: on the Institution of Festival“ (2017).

Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersektionale Diskurse und Kanonfragen.

Ogutu Muraya ist ein Autor und Theatermacher, dessen Arbeit in der Praxis mündlicher Literatur verwurzelt ist. Er sucht nach neuen Formen des Geschichtenerzählens, die sozio-politische Aspekte mit dem Glauben verbinden, dass Kunst ein wichtiger Katalysator für die Infragestellung von Gewissheiten ist. Er studierte Internationale Beziehungen an der USIU-Africa und absolvierte einen Master am DAS Theatre. Seine Texte werden international veröffentlicht; seine performativen Arbeiten werden weltweit in Theatern und bei Festivals gezeigt. Ogutu Muraya lebt als Künstler in Nairobi und unterrichtet in Teilzeit im Film- und Performance-Bereich der KCA University.

Eva Neklyaeva ist Kuratorin und setzt sich in den Feldern darstellender Kunst, Politik und Sexualität mit der Frage der Freiheit auseinander. Zur Zeit ist sie Ko-Kuratorin von „Samara Editions – performances by post“, sowie des Spielart-Festivals 2021. Zuvor hat sie u.a. das Santarcangelo Festival kuratiert (2017–2019) und sechs Jahre lang das Baltic Circle International Contemporary Theatre Festival geleitet. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer renommierten internationalen Plattform für multidisziplinäre Nachwuchs-Performance entwickelt.

Jayachandran Palazhy ist der Gründer und künstlerische Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore und ein international renommierter Tänzer und Choreograph. Er absolvierte ein Physik-Studium in Kerala und begann seine Tanzausbildung in Indien mit Bharatanatyam, Kathakali, indischen Volkstänzen und dem Kampfsport Kalarippayattu. An der London Contemporary Dance School studierte er klassisches Ballett, Tai Chi, Capoeira und afrikanischen Tanz. Ein Schwerpunkt seiner choreographischen Arbeit mit internationalen Künstler*innen sind multimediale Tanzproduktionen unter Einsatz digitaler Künste und interaktiver Technologie. Im Attakkalari war er Leiter des Forschungs- und Dokumentationsprojekts NAGARIKA über die Bewegungsprinzipien traditioneller indischer Körperarbeit. In Zusammenarbeit mit der Arizona State University hat er sich mit der Rolle interaktiver Technologie und Telematik in der Performance auseinandergesetzt.

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Performance. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin, später auch als Dramaturgin und Regisseurin. Mittlerweile verschmilzt sie verschiedene Funktionen für Projekte über Alltagsthemen, Science-Fiction und Quatschkram und entwickelt diese gerne in Gruppen. PMS-LOUNGE – HULDIGUNG EINES ZUSTANDS wurde auf dem Hauptsache Frei Festival 2018 mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis ausgezeichnet. Sie war damit zum Impulse Theater Festival und dem Peforming Arts & Friends Festival in Berlin eingeladen. Mit der interdisziplinären Künstlergruppe TRAUMMASCHiNE Inc. produziert Pfeifer selbstentwickelte Kindertheaterstücke und Happenings.

Damian Rebgetz hat klassischen Gesang, Musiktheater und Sound Studies studiert. Als Performer war er an verschiedenen Theater-, Musiktheater-, Tanz- und Performance-Projekten beteiligt und war 2015–2020 Teil des Schauspielensembles an den Münchner Kammerspielen. Seine eigenen Performances sind inspiriert von Praktiken des Hörens und Erinnerns und verhandeln unterschiedliche Konzepte von Musik, Klang, Stimme, Identität und Materialität. Seine Performance „Something for the Fans“ wurde 2013 vom Impulse Theater Festival und dem HAU Hebbel am Ufer koproduziert.

Lázaro Gabino Rodriguez hat die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK) mit einem Master in Theater abgeschlossen. In seiner Arbeit erkundet er Konzepte von wahr und falsch, ausgehend von persönlichen Erinnerungen und deren Verhältnis zu Fiktionen. 2003 gründete er mit Luisa Pardo das Künstler*innenkollektiv Lagartijas tiradas al sol, mit dem sie Projekte in den Formaten Theater, Text, Film, Pädagogik und Radio entwickeln. Ihre Arbeit wird in Mexiko und international gezeigt.

Sophia Sadovskaya ist freie Kuratorin und Kunstpädagogin aus Minsk. Von 2012–2021 kuratierte sie das EVAA-Projekt (Environmental Visual Audial Art Project), das Umweltaktivismus mit zeitgenössischer Kunstpraxis verbindet. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist Sophia Sadovskaya Co-Autorin der Buchreihe „Belarussische Kunst des 20. Jahrhunderts für Kinder“.

Igor Shugaleev ist freier Schauspieler und Performer. Er kooperierte mit dem TOKtheatre in Minsk und dem HUNCHTheatre Belarus. Seit 2019 arbeitet Igor Shugaleev an Solo-Projekten. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Disziplinen sucht er seinen künstlerischen Ausdruck an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften und wurde am University College London in Neurowissenschaften promoviert. 2016 gründete sie das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit und leitete die Redaktion bis März 2019. Ihr erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ ist ein Bestseller, ihr zweites Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ erscheint im Mai 2021.

Clara Vaughan ist die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Südafrika, sowie Theatermacherin, Kulturmanagerin und Autorin. Im Market Lab bringt sie Theaterschaffende und andere Künstler*innen für kollaborative Arbeitsprozesse des Lernens, Herstellens, Experimentieren und Recherchierens zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nachwuchskünstler*innen sowie subalternen Erfahrungen, Stimmen und Identitäten.

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe interdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performance-Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters

Programmleitung: Anne Schulz
Workshopleitung: Sibylle Peters
Produktionsleitung: Lena Busse

Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.

14:30 – 17:30, Akademie Akademie #2 – Lost in space? Workshop: EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY. Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen Düsseldorf, vor Ort

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit
10.–12.06., Konferenzprogramm Online, Workshops an verschiedenen Orten
Sprache: Englisch

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt:

Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. Sie finden online via Zoom statt.

In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit. Der Workshop findet vor Ort in Düsseldorf statt.

10.06. Körper und Gemeinschaftsbildung

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

10:00 Begrüßung

10:10 Körper in Verbundenheit
Keynote und Diskussion mit Mazda Adli, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin. Moderation: Eva Neklyaeva

Der Psychiater Mazda Adli zeigt in seiner Keynote, warum das Theater als Versammlungsort eine existenzielle Bedeutung hat: Das gemeinsame emotionale und kognitive Erlebnis trägt erheblich zur Bewältigung von Alltagsstress und zum psychischen Wohlbefinden bei, stellt Verbundenheit zwischen den Menschen her und stärkt damit die soziale Kohäsion in den Gesellschaften. Kurzum: Theater hält uns als Gesellschaft seelisch gesund. Aber welche Rolle spielt der Körper dabei? Stellen sich diese Effekte auch ein, wenn wir uns an den Bildschirmen versammeln?

11:00 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:15 Intimität auf Distanz
Input und Diskussion mit Samara Hersch und Damian Rebgetz. Moderation: Eva Neklyaeva
Die Regisseurin Samara Hersch und der Schauspieler und Performer Damian Rebgetz setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Stimme und Sound sowie Intimität und Distanz auseinander. Beide Themenkomplexe sind durch Covid-19 nochmal mehr in den Fokus gerückt. Samara und Damian berichten von ihren persönlichen und künstlerischen Erfahrungen. Mit der interaktiven Telefon-Performance BODY OF KNOWLEDGE (AT HOME) ist Samara Hersch außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten.

12:00 h a p t I c a f f I n I t i e s – a study group on touch, haptic aesthetics and intimacy in the arts
Breakout Rooms mit:
Joshua Wicke
Antonia Rohwetter
Carolina Mendonca
Bryana Fritz und Henry Andersen
Sofie Luckhardt, Anneliese Ostertag und Rahel Spöhrer
Siegmar Zacharias
Anna Zett

In einem informellen und partizipativen Setting sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, sich in Gesprächen und Übungen mit der Sehnsucht nach und dem Verlust von Nähe, sowie mit der Ambivalenz und Wechselwirkung von Berührung zu beschäftigen. Die Gastgeber*innen sind Praktiker*innen aus Kunst und Theorie, die zum Thema Berührung und Intimität in den Künsten arbeiten.

11.06. Körper und politischer Protest

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

10:00 Tanz im Protest
Keynote und Diskussion mit Kirsten Maar, Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft. Moderation: Irina Bârcă

Welches Potential haben choreographische Interventionen für Protestbewegungen in Zeiten der Pandemie? Sei es im Kontext von Black Lives Matter, in Belarus, Polen oder Ungarn? Kirsten Maar zeigt in ihrer Keynote, wie Choreographie mittels Versammlung und Intervention öffentliche Räume gestalten kann: Resiliente und ausdauernde Körper üben miteinander Kollektivität, nutzen das emanzipatorische Potential gegenseitiger Berührung.

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Anrufung, Ideologie und das Seltsame
Inputs und Diskussion mit Joana Tischkau und Julian Warner. Moderation: Irina Bârcă

Joana Tischkau spricht über die Visualisierung der BLM-Proteste im letzten Jahr. Wie wurden die widerständigen Körper medial inszeniert, und welche Bilder bleiben am Ende übrig? Julian Warner plädiert in seinem Input „Der Diskurs, der mich erschaffen hat – Anrufung, Ideologie und das Seltsame“ dafür, sich von dem falschen Bewusstsein eines neoliberalen Diversitäts-Paradigmas zu befreien: „Statt uns den Analogien des afrikanisch-amerikanischen Leidens zu beugen, müssen wir uns um unsere eigenen Archäologien bemühen und Wissen über die spezifischen Unterdrückungen erzeugen. Dafür brauchen wir unsere materiellen Körper und ein Gespür für das Seltsame und Unheimliche, um von der Anrufung durch den Plattform-Kapitalismus loszukommen.“
Beide Künstler*innen sind außerdem im Impulse-SHOWCASE vertreten, Joana Tischkau mit PLAYBLACK und Julian Warner mit THE HISTORY OF THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY AS TOLD BY FEHLER KUTI UND DIE POLIZEI.

12:00 „Es ist alles so schlimm, dass sogar total Introvertierte rausgehen.“ *
Diskussion in Kooperation mit dem Goethe-Institut Belarus mit Mikhail Gulin, Sophia Sadovskaya und Igor Shugaleev. Moderation: Tania Arcimovich
Künstler*innen und Aktivist*innen aus Belarus berichten von der Rolle des Körpers im öffentlichen Raum für die Widerstandsbewegung. Welche Strategien wurden genutzt, welchen Einfluss hatte die Pandemie darauf? Welche Folgen ergaben sich daraus für die Kulturszene und für die darstellenden Künste im Besonderen?
* Plakat-Slogan während der Proteste in Minsk im August 2020

12.06. Körper und internationale Zusammenarbeit

10:00–13:00 Uhr, online (Zoom + Live-Stream)
Für die Teilnahme per Zoom ist eine Anmeldung notwendig.
Hier geht's zum Live-Stream (ohne Anmeldung).


Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?

10:00 Körperlose Zusammenarbeit in kreativen Prozessen – wo kommt auch das beste digitale Tool an seine Grenzen? Medienpsychologische Erkenntnisse nach einem Jahr mit Covid-19
Keynote und Diskussion mit Maren Urner, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Köln. Moderation: Marta Keil
Von einem Tag auf den anderen hat uns die Pandemie gezwungen, unsere private, berufliche und kulturelle Kommunikation in die digitale Welt zu verlagern. Was sind die Risiken, was die Chancen von „Online-Vorlesungen”, „Online-Treffen” oder „Online-Versammlungen”? Was vermissen, was gewinnen wir? Und wie hat das Einfluss auf unser Wohlbefinden?

10:45 15 Minuten Achtsamkeit mit Stacie CC Graham
Die Beraterin und Yogini Stacie CC Graham unterstützt das Publikum mit kleinen Übungen dabei, den eigenen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

11:00 Reisen für die Kunst?
Inputs und Diskussion mit Ant Hampton und Lázaro Gabino Rodríguez (Lagartijas tiradas al sol, Mexiko). Moderation: Marta Keil
Ant Hampton arbeitet gerade an dem Projekt „Showing without going – live performance options without air travel“. Lázaro Gabino Rodríguez hat mit einem offenen Brief auf Jerôme Bels Forderung geantwortet, in den Darstellenden Künsten auf Flugreisen zu verzichten und darauf hingewiesen, wie ein solcher Verzicht Kunstschaffende aus dem globalen Süden ihrer Existenzgrundlage berauben könnte. Die beiden Performancekünstler diskutieren die Notwendigkeit von Reisen, sprechen über Privilegien und den Luxus des Verzichts sowie darüber, wie sich ihre Einstellungen durch Covid-19 verändert haben.

12:00 Körperlose Kooperationen
Inputs und Diskussion mit Jayachandran Palazhy und Clara Vaughan. Moderation: Ogutu Muraya
Jayachandran Palazhy, Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore, und die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Clara Vaughan, sprechen über ihre Erfahrungen mit Proben, Aufführungen und Kooperationsprojekten im letzten Jahr. Welche positiven Effekte gab es vielleicht, aber wo lagen auch die Herausforderungen, sowohl vor Ort als auch im internationalen Kontext?

12:45 Schlussrunde

10.–12.06. Exercises in Social Intimacy: Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

jeweils 14:30–17:00 Uhr, vor Ort in Düsseldorf
Nur nach Anmeldung (siehe unten)

Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn
Arbeitssprache: Englisch

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“ Sibylle Peters

Die Teilnahme am Workshop ist nur vor Ort möglich.
Für die Teilnahme an der Workshop-Gruppe in Düsseldorf melden Sie sich bitte unter email hidden; JavaScript is required an. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kostenbeitrag für die drei Workshop-Nachmittage inkl. Verpflegung beträgt 30 Euro.
Der Workshop findet unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneverordnung statt. Die Teilnehmenden verpflichten sich, täglich einen von den Veranstalter*innen organisierten Corona-Schnelltest durchzuführen.

Internationale Co-Gastgeber*innen:
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz)
The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika)
Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie
Goethe-Institut Belarus

Biografien

Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er leitet die Fliedner Klinik Berlin sowie den Forschungsbereich Affektive Störungen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er hat u. a. das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik ins Leben gerufen, das sich mit der Untersuchung des Einflusses von Stadtleben auf Emotionen und psychische Gesundheit beschäftigt, und ist Gründer der „Singing Shrinks“, des einzigen Psychiater-Chors der Welt. 2017 erschien sein Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“.

Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität-Gießen.

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler:innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys, des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste und kuratierte das Festival Augenblick mal! 2021.

Ansuman Biswas wurde in Indien geboren und absolvierte seine Ausbildung im Vereinigten Königreich. Seine internationale Praxis umfasst Musik, Film, live art, Texte und Theater. Er interessiert sich für Hybridität und Interdisziplinarität – oft arbeitet er im Grenzbereich von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder von Musik, Tanz und bildender Kunst. Improvisation und Spiel sind wichtige Elemente seiner Praxis, die Vipassana-Meditation deren Kern.

Moritz Frischkorn arbeitet seit 2014 als Choreograph, Performer und Theoretiker im Feld zeitgenössischer darstellender Kunst. Seine künstlerische und kuratorische Praxis beschäftigt sich mit Choreographien von Dingen und ihren sozialen und politischen Dimensionen. 2021 promovierte er an der HafenCity Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Thema „More-Than-Human Choreographies“. In den letzten Jahren hat er eine Reihe von eigenen Arbeiten präsentiert. Seine interdisziplinäre Recherche-Arbeit „The Great Report“ zum Verhältnis von Choreographie und Logistik hatte 2020 auf Kampnagel Premiere.

Stacie CC Graham (German translation to follow.) is a management consultant, executive coach, founder, speaker and writer. In her work, she uses practices and tools such as mindful leadership, intersectional attunement as well as emotional and social intelligence. Her holistic wellness brand, OYA: Body-Mind-Spirit Retreats, is dedicated to underrepresented communities typically underserved by the mainstream wellness industry. With an MS in economics and a PhD in psychology as well as experience living and working in different parts of the world, she continues to cultivate a nuanced understanding of underlying drivers of human motivation and behavior.

Mikhail Gulin ist Künstler und Kurator. Seit den 2000er-Jahren ist er einer der einflussreichsten belarussischen Künstler, bekannt für seine Interventionen im öffentlichen Raum und seine Reflektionen über Öffentlichkeit in Belarus. Seine Kunst wurde in Galerien in Minsk, Brest, Eindhoven, Vilnius, Moskau, Warschau, Kiew und anderen Städten gezeigt. Mikhail Gulin nahm an künstlerischen Symposien und Performance-Festivals in Litauen, Nordossetien-Alanien und Kasachstan teil.

Ant Hampton ist Performancekünstler. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet von einer deutlichen Spannung zwischen strengen formalen und strukturellen Elementen und solchen, die im Moment der Aufführung gelebt und verhandelt werden. Er entwickelte kleinformatige, intime Projekte, die den Zuschauer selbst einbezogen, und in Cafés („Etiquette“) oder im Lesesaal einer Bibliothek stattfanden („The Quiet Volume“). Seine letzten Arbeiten ermutigen das Publikum, selbst Wagnisse einzugehen, mit realen Konsequenzen („Someone Else“, „The Thing“).

In dem Verlust von und der Gefahr durch Berührung, die wir aktuell verstärkt erleben, treten die politischen und ethischen Implikationen von Berührung in den Vordergrund. Es gibt gegebene und gewählte Intimitäten, die sich der Kontrolle entziehen. Berührung zeigt sich dabei als die Grundbedingung einer verletzlichen Existenz. Sie verweist auf wechselseitige Abhängigkeiten, poröse Körpergrenzen, brutale Intimitäten und artenübergreifende Kollaborationen. Die study group h a p t i c a f f i n i t i e s wurde initiiert von Anneliese Ostertag, Sofie Luckhardt, Belle Santos und Rahel Spöhrer. Sie trifft sich seit Mitte April 2021 wöchentlich und fragt vor diesem Hintergrund: Welche Formen der Berührung finden in den performativen Künsten bemerkt und unbemerkt statt? Wie können wir uns der Performativität und Medialität von Berührung annähern? Und wie lassen sich die vielfältigen haptischen Begegnungen in den Künsten konsensual begreifen?

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master an Das Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nicht-hierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT‘S HAPPENING, die sie zusammen mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakels 2019 sowie dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

Marta Keil ist Kuratorin in den darstellenden Künsten, Forscherin und Dramaturgin sowie Co-Leiterin des Performing Arts Institute in Warschau. Zwischen 2012 und 2017 kuratierte sie mit Grzegorz Reske das Festival Konfrontacje Teatralne in Lublin. Sie gründete und kuratierte die East European Performing Arts Platform und war von 2014 bis 2015 Leiterin der Programmabteilung des Teatr Polski in Bydgoszcz. Als Kuratorin und Dramaturgin hat sie u. a. mit Agnieszka Jakimiak, Rabih Mroué, Agata Siniarska und Ana Vujanović gearbeitet. Sie unterrichtet an der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau und hat mehrere Bücher herausgegeben, u. a. „Choreography: Politicality“ (2018) und „Reclaiming the Obvious: on the Institution of Festival“ (2017).

Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersektionale Diskurse und Kanonfragen.

Ogutu Muraya ist ein Autor und Theatermacher, dessen Arbeit in der Praxis mündlicher Literatur verwurzelt ist. Er sucht nach neuen Formen des Geschichtenerzählens, die sozio-politische Aspekte mit dem Glauben verbinden, dass Kunst ein wichtiger Katalysator für die Infragestellung von Gewissheiten ist. Er studierte Internationale Beziehungen an der USIU-Africa und absolvierte einen Master am DAS Theatre. Seine Texte werden international veröffentlicht; seine performativen Arbeiten werden weltweit in Theatern und bei Festivals gezeigt. Ogutu Muraya lebt als Künstler in Nairobi und unterrichtet in Teilzeit im Film- und Performance-Bereich der KCA University.

Eva Neklyaeva ist Kuratorin und setzt sich in den Feldern darstellender Kunst, Politik und Sexualität mit der Frage der Freiheit auseinander. Zur Zeit ist sie Ko-Kuratorin von „Samara Editions – performances by post“, sowie des Spielart-Festivals 2021. Zuvor hat sie u.a. das Santarcangelo Festival kuratiert (2017–2019) und sechs Jahre lang das Baltic Circle International Contemporary Theatre Festival geleitet. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einer renommierten internationalen Plattform für multidisziplinäre Nachwuchs-Performance entwickelt.

Jayachandran Palazhy ist der Gründer und künstlerische Leiter des Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore und ein international renommierter Tänzer und Choreograph. Er absolvierte ein Physik-Studium in Kerala und begann seine Tanzausbildung in Indien mit Bharatanatyam, Kathakali, indischen Volkstänzen und dem Kampfsport Kalarippayattu. An der London Contemporary Dance School studierte er klassisches Ballett, Tai Chi, Capoeira und afrikanischen Tanz. Ein Schwerpunkt seiner choreographischen Arbeit mit internationalen Künstler*innen sind multimediale Tanzproduktionen unter Einsatz digitaler Künste und interaktiver Technologie. Im Attakkalari war er Leiter des Forschungs- und Dokumentationsprojekts NAGARIKA über die Bewegungsprinzipien traditioneller indischer Körperarbeit. In Zusammenarbeit mit der Arizona State University hat er sich mit der Rolle interaktiver Technologie und Telematik in der Performance auseinandergesetzt.

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Charlotte Pfeifer interessiert sich für die Erweiterung der Bühnensituation im Zusammenspiel von Kunst, Musik, Hörspiel und Performance. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin, später auch als Dramaturgin und Regisseurin. Mittlerweile verschmilzt sie verschiedene Funktionen für Projekte über Alltagsthemen, Science-Fiction und Quatschkram und entwickelt diese gerne in Gruppen. PMS-LOUNGE – HULDIGUNG EINES ZUSTANDS wurde auf dem Hauptsache Frei Festival 2018 mit dem Publikumspreis und dem Jurypreis ausgezeichnet. Sie war damit zum Impulse Theater Festival und dem Peforming Arts & Friends Festival in Berlin eingeladen. Mit der interdisziplinären Künstlergruppe TRAUMMASCHiNE Inc. produziert Pfeifer selbstentwickelte Kindertheaterstücke und Happenings.

Damian Rebgetz hat klassischen Gesang, Musiktheater und Sound Studies studiert. Als Performer war er an verschiedenen Theater-, Musiktheater-, Tanz- und Performance-Projekten beteiligt und war 2015–2020 Teil des Schauspielensembles an den Münchner Kammerspielen. Seine eigenen Performances sind inspiriert von Praktiken des Hörens und Erinnerns und verhandeln unterschiedliche Konzepte von Musik, Klang, Stimme, Identität und Materialität. Seine Performance „Something for the Fans“ wurde 2013 vom Impulse Theater Festival und dem HAU Hebbel am Ufer koproduziert.

Lázaro Gabino Rodriguez hat die Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK) mit einem Master in Theater abgeschlossen. In seiner Arbeit erkundet er Konzepte von wahr und falsch, ausgehend von persönlichen Erinnerungen und deren Verhältnis zu Fiktionen. 2003 gründete er mit Luisa Pardo das Künstler*innenkollektiv Lagartijas tiradas al sol, mit dem sie Projekte in den Formaten Theater, Text, Film, Pädagogik und Radio entwickeln. Ihre Arbeit wird in Mexiko und international gezeigt.

Sophia Sadovskaya ist freie Kuratorin und Kunstpädagogin aus Minsk. Von 2012–2021 kuratierte sie das EVAA-Projekt (Environmental Visual Audial Art Project), das Umweltaktivismus mit zeitgenössischer Kunstpraxis verbindet. Neben ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist Sophia Sadovskaya Co-Autorin der Buchreihe „Belarussische Kunst des 20. Jahrhunderts für Kinder“.

Igor Shugaleev ist freier Schauspieler und Performer. Er kooperierte mit dem TOKtheatre in Minsk und dem HUNCHTheatre Belarus. Seit 2019 arbeitet Igor Shugaleev an Solo-Projekten. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Disziplinen sucht er seinen künstlerischen Ausdruck an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance.

Joana Tischkau tanzt. Eine der ersten Erinnerungen daran ist der Moment, als sie zu Kaomas Hit „Lambada“ von 1989 auf einer Kindergeburtstagsparty abdancte. Diese Erfahrung bewegte sie dazu, sich bei der Tanzschule nebenan für Jazzdance, Streetdance und Videoclip-Dancing anzumelden. Später studierte sie Tanz und Schauspiel an der Coventry University in Großbritannien sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Praxis ist ein hybrides Durcheinander, das die Schriften von bel hooks auf Beatboxing treffen lässt, in dem ein Fitness-Workout aus weißem Bewegungsmaterial entsteht und Roberto Blanco als König Schwarzer deutscher Unterhaltungskunst gehuldigt wird. PLAYBLACK ist ihre Master-Abschlussinszenierung.

Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften und wurde am University College London in Neurowissenschaften promoviert. 2016 gründete sie das Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit und leitete die Redaktion bis März 2019. Ihr erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ ist ein Bestseller, ihr zweites Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ erscheint im Mai 2021.

Clara Vaughan ist die Leiterin des Market Theatre Laboratory in Johannesburg, Südafrika, sowie Theatermacherin, Kulturmanagerin und Autorin. Im Market Lab bringt sie Theaterschaffende und andere Künstler*innen für kollaborative Arbeitsprozesse des Lernens, Herstellens, Experimentieren und Recherchierens zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Nachwuchskünstler*innen sowie subalternen Erfahrungen, Stimmen und Identitäten.

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe interdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performance-Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erscheint der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters
© Ansuman Biswas, Sibylle Peters

Programmleitung: Anne Schulz
Workshopleitung: Sibylle Peters
Produktionsleitung: Lena Busse

Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.

Showcase Julian Warner
The History of the Federal Republic of Germany as told by Fehler Kuti und die Polizei
Video on demand

„Take my hand as we collect Dosenpfand“, fordern Fehler Kuti und die Polizei. In ihrer Bühnenshow wirbeln sie Musik, Theater und Theorie durcheinander. Heraus kommt ein tanzbares quasireligiöses Ritual, das die rassistischen und kapitalistischen Machtverhältnisse eines Landes offenbart, in dem es noch nie gleiche Rechte und Chancen für alle gegeben hat.

11.06. 22:00-24:00: Stream mit Live-Chat mit Julian Warner
12.06. 00:00–24:00: Video on demand

Sprache: Deutsch und Englisch

© Julian Baumann
© Julian Baumann
© Julian Baumann
© Julian Baumann

Die Polizei spielt auf. Frontman Fehler Kuti besingt deutsches Sicherheitsbedürfnis, Heimat- und Ordnungspolitik: von der Verklärung des deutschen Waldes über Deindustrialisierung und Klassenkampf bis hin zu Informationsgesellschaft und racial profiling. Gemeinsam offenbaren sie die rassistischen und kapitalistischen Machtverhältnisse eines Landes, in dem es noch nie gleiche Rechte und Chancen für alle gegeben hat. Wer ist hier die Polizei, wer setzt die herrschende Ordnung durch, wer hält sie am Leben?

Credits

Von und mit Markus Acher, Micha Acher, Cico Beck, Fehler Kuti, Theresa Loibl, Sascha Schwegeler

Dramaturgie: Adele Mike Dittrich Frydetzki
Bühne: Jana Schützendübel
Kostüm: Katharina Böhringer
Licht: Jonaid Khodabakhshi
Ton: Nicolas Sierig
Kamera: Nicole Marianna Wytyczak, Joel Heyd
Schnitt: Su Steinmassl
Produktionsmanagement: Veronika Heinrich

Produktion

Eine Produktion von Julian Warner in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Biografien

Julian Warner arbeitet als Kulturanthropologe in den Bereichen Kuration, Musik, Performancekunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Festival Spielart in München. Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete Warner am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen. Im April 2021 erschien der von ihm herausgegebene Sammelband AFTER EUROPE. Beiträge zur dekolonialen Kritik im Verbrecher Verlag.

Markus Acher ist Sänger, Schlagzeuger und Komponist. Mit seinem Bruder Micha Acher ist er Teil der Weilheimer Band The Notwist. Neben anderen Bandprojekten macht Acher auch Musik für Film, Hörspiel und Theater. Gemeinsam mit Micha Acher kuratierte er das Festival Alien Disko, das viermal in den Münchner Kammerspielen stattfand.

Micha Acher ist Komponist und Musiker und Mitglied von The Notwist. Seit 2018 spielt und komponiert er in einem Trio mit dem Jazz-Saxofonisten Johannes Enders und dem Jazz-Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer. Zudem macht Acher Musik für Theater und Film.

Cico Beck ist freiberuflicher Komponist und Musiker. Er studierte an der Musikhochschule Münster. Neben seinem Studium beschäftigte Beck sich mit elektronischer, experimenteller und Popmusik sowie mit deren Überschneidungen. Beck schreibt und spielt Musik für Theater- und Tanzproduktionen, Kino- und Fernsehfilme und ist in zahlreichen Bands aktiv (u. a. The Notwist).

Theresa Loibl studierte Klarinette an der Hochschule für Musik Nürnberg und spielt zudem Tuba, Tasteninstrumente, Percussion und Bassklarinette. Als Musikinstrumentalistin pendelt sie für verschiedene Bandprojekte zwischen München und New Orleans.

Sascha Schwegeler, geboren in Köln, ist Grafiker und Musiker. Seit er denken kann, spielt er Schlagzeug und Percussion in Bands. Schwegeler ist Mitbetreiber des Münchner Plattenlabels Gutfeeling.

Showcase DARUM
404-Totlink
Hyperlink-Installation
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

21:00 – 22:00, Showcase Teresa Vittucci
Hate me, tender. Solo for future feminism
vor Ort in der TanzFaktur + Live-Stream

Reinheit, Unschuld, Perfektion — das sind die Attribute der Jungfrau Maria. In einem lust- und humorvollen Solo sucht Teresa Vittucci nach dem feministischen Potenzial dieser Ikone und zeigt, wie der Mythos der bis zum ersten Sex versiegelten Frau bis heute Vorstellungen von Weiblichkeit beeinflusst.

10.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat (in deutscher Sprache)
12.06. vor Ort in der TanzFaktur, Köln / Live-Stream + Chat (in englischer Sprache)

Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Sprache: Englisch

© Yushiko Kusano
© Yushiko Kusano
© Yushiko Kusano

Maria gilt im Christentum als die ideale Frau. Denn sie vereinbart das Unvereinbare, sie ist Jungfrau und Mutter zugleich. Reale Frauen können diesem Ideal niemals gerecht werden. Der Marienkult stellt sie vor eine unerfüllbare Herausforderung. Damit ist Maria eine der Quellen von Selbsthass und Hass auf Frauen.

Aber Maria ist auch barmherzig, verletzlich und voller Liebe. Teresa Vittucci schafft Bilder, die diesen Eigenschaften andächtig Raum geben — und zeigt schonungslos auf all die Lügen und falschen Vorstellungen rund um die jungfräuliche Frau. Aus einem stillen Bild erwächst eine wütende Anklage. Vittucci räumt auf mit der Geschichte vom Jungfernhäutchen als einem Verschluss mit Frischegarantie, der beim ersten Sex durchstoßen wird. Die Ikone ermächtigt sich.

Credits

Konzept und Performance: Teresa Vittucci
Dramaturgische Beratung: Benjamin Egger, Veza Fernández, Rafał Pierzyński
Bühne: Jasmin Wiesli, Teresa Vittucci
Produktionsmanagement: groundworkers // Kira Koplin
Produktion: OH DEAR Zürich
Kontakt für Gastspielanfragen: Kira Koplin, kira[a]groundworkers.at

Produktion

Koproduktion: Tanzhaus Zürich, Zürcher Theater Spektakel. Entwickelt im Rahmen des PREMIO-Nachwuchspreises für Theater und Tanz, Espacio do Tempo Montemor. Gefördert von Migros-Kulturprozent, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung.

Mit besonderem Dank an Julia Haenni, Gina Gurtner und Simone Aughterlony.

Biografie

Teresa Vittucci ist Choreografin und Performerin. Sie absolvierte das Konservatorium in Wien, die Ailey School sowie die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) und machte ihren M.A. an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2013 arbeitet sie als Soloperformerin und entwickelt Stücke wie „UNLEASH“ (2012), „LUNCHTIME“ (2015), „ALL EYES ON“ (2017) und HATE ME, TENDER (2018). Sie kollaborierte mit zahlreichen Künstler*innen, darunter Simone
Aughterlony, Marie-Caroline Hominal, Trajal Harrell und Nils Amadeus Lange. 2019/20 ist Teresa Vittucci Young Associate Artist (YAA!) des Tanzhaus Zürich. Mit HATE ME, TENDER gewann sie 2019 den Schweizer Tanzpreis.

13
Sonntag
Showcase DARUM
404-Totlink
Hyperlink-Installation
Showcase Sibylle Peters
Love, Heteraclub, Grüße aus dem Trainingscamp
Video on demand

Im Februar 2020 war St. Pauli für kurze Zeit um eine Attraktion reicher: Das Queens, ein Club nur für Frauen, die Männer begehren. Auf dem schmalen Grat zwischen Kunst, Sexarbeit und Fürsorge erlebten die Besucher*innen in 1:1-Begegnungen mit männlichen Performern, was viele seit Beginn der Pandemie schmerzlich vermissen: Berührung. Im Impulse-SHOWCASE ist das Team des Queens mit einer Videobotschaft vertreten.

Video on demand (kostenfrei)

Sprache: Deutsch

© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß
© Margaux Weiß

Credits

Konzept: Sibylle Peters
Kamera: Ansuman Biswas u.a.
Schnitt: Nils Loefke, Sibylle Peters
Text und Performance: Sibylle Peters, Charlotte Pfeifer, Ansuman Biswas, Nina Klöckner, Nils Loefke, Simon Mantei, Maik Reif, Michael von Schönberg, Bakary Trawally, Eidglas Xavier.

Danke an Katharina Duve, Matthias Anton und die MS Stubnitz.

Produktion

Eine Koproduktion mit Kampnagel, Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.

Biografie

Sibylle Peters ist Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des FUNDUS THEATERS/THEATRE OF RESEARCH in Hamburg und Mitgründerin des Graduiertenkollegs Performing Citizenship. Sie arbeitet häufig mit dem Performancekollektiv geheimagentur. Ihre Schwerpunkte sind: Theorie und Praxis der Versammlung, transgenerationelle und partizipative Forschungsprozesse. Zu ihren jüngsten Projekten zählt QUEENS. DER HETERACLUB, das für den Impulse-SHOWCASE 2021 ausgewählt wurde.

Showcase Tanja Krone und Friedrich Greiling (Mittekill)
Mit Echten singen
Video on demand

30 Jahre nach der Wende fährt Tanja Krone in ihre sächsische Heimat und stellt Fragen: Was war da eigentlich los, ’89/90? Die Stimmen ihrer alten Weggefährt*innen fügen Krone und der Musiker Friedrich Greiling in einer Mischung aus Pop, Rock, Techno, Disco und Trance zusammen. Eine persönliche Konzert-Performance, die tiefe Einblicke in ostdeutsche Realitäten gewährt.

04.06. TanzFaktur, Köln / Live-Stream
05.-13.06. Video on demand

Für die Konzert-Performance am 04.06. ist eine begrenzte Anzahl von Open-Air-Tickets erhältlich.

Sprache: Deutsch

© Manuela Krone
© Manuela Krone
© Jasper Kettner

Credits

On Stage: Tanja Krone, Friedrich Greiling
Backstage: Johanna-Yasirra Kluhs, Eva Lochner, Leonie Kusterer
Mit Texten von: Ulla, Manu, Herr H., Carmen K., Randy, Herr N., Frau M., Eric, Marco, Josi, Kati, Verena, Katja, Antje

Produktion

Mit Dank an HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Biografien

Tanja Krone ist Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Musikerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Kunst als Möglichkeitsraum und dem Aspekt gesellschaftlicher Teilhabe und sucht nach der Poesie im Dokumentarischen. Seit 2019 verschafft sie in ihrer Realserie MIT ECHTEN REDEN den Stimmen der (und ihrer) Vergangenheit auf unterschiedlichste Weise Gehör. Gemeinsam mit Friedrich Greiling und der Konzert-Performance MIT ECHTEN SINGEN tourt Krone seit Sommer 2020 durch die Provinzen.

Friedrich Greiling ist als Musiker sowohl Komponist, Texter, Produzent und Performer als auch Singer und Songwriter für Theater, Pop, Film und Club. In künstlerischen Projekten wie VÖLKERWANDERUNG (Turbo Pascal, Theater Freiburg), WECHSELSTUBE (Deutsches Theater Berlin), UNTERSCHEIDET EUCH! (Theater an der Parkaue, Berlin) oder der europäischen Expedition FROM A TO BE – TRANSPORT/ART FOR FREE werden unter seiner Leitung von Teilnehmenden Musikstücke erarbeitet und performt. Gemeinsam mit Jan Hohmann produziert er unter dem Namen Mittekill u. a. elektronische Musik.

11:00 – 12:15, Showcase Samara Hersch
Body of Knowledge (at home)
AUSVERKAUFT Telefon + Online

Das Theater kommt zum Publikum nach Hause! Per Telefon sind die Zuhörer*innen untereinander und mit acht Teenagern aus Australien verbunden. In körperlicher Vereinzelung entsteht ein berührender Dialog zwischen den Generationen – über Nähe, Sexualität, Zukunftsängste und Trauer.

05.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

06.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

11.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

13.06.21 11:00–12:15

AUSVERKAUFT

13.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

Telefongespräch + Videokonferenz

Sprache: Englisch

© Pier Carthew
© Pier Carthew
© Pier Carthew

Die ursprüngliche Version des Stücks tourte 2019 erfolgreich auf den Bühnen Australiens und Europas. Vor dem Hintergrund der Pandemie hat Samara Hersch eine Version ihrer Arbeit entworfen, die es den Zuschauer*innen ermöglicht, von zu Hause aus teilzunehmen. Über digitale Signale verbunden tauschen Jugendliche und Erwachsene Wissen und Erfahrungen untereinander aus und lassen sich im Schutz der Anonymität auf die unsicheren Gefilde einer Begegnung mit Unbekannten ein.

Um an der Performance teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Computer sowie ein Telefon mit WhatsApp-Zugang. Außerdem erhalten Sie per Post ein Päckchen mit Requisiten. Zur Abfrage der Nummer, unter der Sie bei WhatsApp zu erreichen sind, sowie Ihrer Postadresse senden wir Ihnen nach dem Ticketkauf eine E-Mail. Bitte schauen Sie ggf. auch in Ihrem Spam-Ordner nach.

Credits

Künstlerische Leitung: Samara Hersch

Creative Technology: Fred Rodrigues, Nathan Fain
Künstlerische Mitarbeit: Cassandra Fumi
Dramaturgie: Maria Rößler
Produktionsassistenz: Bec Reid
Photos: Pier Carthew

Produktion

BODY OF KNOWLEDGE wurde realisiert im Rahmen von Be SpectACTive! in Koproduktion mit SICK! Festival, Liveworks Festival of Experimental Art und Carriageworks. Die „At Home“-Version ist eine Koproduktion von Internationales Sommerfestival Kampnagel, Hamburg, und Zürcher Theater Spektakel.

Biografie

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master am DAS Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nichthierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT’S HAPPENING, die sie gemeinsam mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakel 2019 sowie mit dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.

13:00 – 14:15, Showcase Samara Hersch
Body of Knowledge (at home)
AUSVERKAUFT Telefon + Online

Das Theater kommt zum Publikum nach Hause! Per Telefon sind die Zuhörer*innen untereinander und mit acht Teenagern aus Australien verbunden. In körperlicher Vereinzelung entsteht ein berührender Dialog zwischen den Generationen – über Nähe, Sexualität, Zukunftsängste und Trauer.

05.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

06.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

11.06.21 22:30–23:45

AUSVERKAUFT

13.06.21 11:00–12:15

AUSVERKAUFT

13.06.21 13:00–14:15

AUSVERKAUFT

Telefongespräch + Videokonferenz

Sprache: Englisch

© Pier Carthew
© Pier Carthew
© Pier Carthew

Die ursprüngliche Version des Stücks tourte 2019 erfolgreich auf den Bühnen Australiens und Europas. Vor dem Hintergrund der Pandemie hat Samara Hersch eine Version ihrer Arbeit entworfen, die es den Zuschauer*innen ermöglicht, von zu Hause aus teilzunehmen. Über digitale Signale verbunden tauschen Jugendliche und Erwachsene Wissen und Erfahrungen untereinander aus und lassen sich im Schutz der Anonymität auf die unsicheren Gefilde einer Begegnung mit Unbekannten ein.

Um an der Performance teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Computer sowie ein Telefon mit WhatsApp-Zugang. Außerdem erhalten Sie per Post ein Päckchen mit Requisiten. Zur Abfrage der Nummer, unter der Sie bei WhatsApp zu erreichen sind, sowie Ihrer Postadresse senden wir Ihnen nach dem Ticketkauf eine E-Mail. Bitte schauen Sie ggf. auch in Ihrem Spam-Ordner nach.

Credits

Künstlerische Leitung: Samara Hersch

Creative Technology: Fred Rodrigues, Nathan Fain
Künstlerische Mitarbeit: Cassandra Fumi
Dramaturgie: Maria Rößler
Produktionsassistenz: Bec Reid
Photos: Pier Carthew

Produktion

BODY OF KNOWLEDGE wurde realisiert im Rahmen von Be SpectACTive! in Koproduktion mit SICK! Festival, Liveworks Festival of Experimental Art und Carriageworks. Die „At Home“-Version ist eine Koproduktion von Internationales Sommerfestival Kampnagel, Hamburg, und Zürcher Theater Spektakel.

Biografie

Samara Hersch ist Theatermacherin, Regisseurin und Künstlerin, deren Praxis die Intersektionen von zeitgenössischer Performance und gesellschaftlichem Engagement erforscht. Sie schloss kürzlich ihren Master am DAS Theatre in Amsterdam ab. Ihr Interesse gilt dem generationenübergreifenden Diskurs und nichthierarchischen Formen des Wissensaustauschs. Ihre Arbeit WE ALL KNOW WHAT’S HAPPENING, die sie gemeinsam mit Lara Thoms und sieben Kindern aus Melbourne realisierte, wurde mit dem ZKB Förderpreis und dem Publikumspreis des Zürcher Theater Spektakel 2019 sowie mit dem Green Room Award für die beste zeitgenössische und experimentelle Performance in Melbourne ausgezeichnet.