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Nachhall eines Bruchs — Ost-West-Verhältnis als offene Wunde

Impulse meets...

FWT: Köln – Hoffnungswerkstatt

Nachhall eines Bruchs — Ost-West-Verhältnis als offene Wunde

Gespräch


Rechtsruck in Ostdeutschland: eine Folge von Wendeversäumnissen, die zum Verlust politischer Sebstwirksamkeit und generationsübergreifender Kränkungserfahrungen geführt haben? Dieser Beobachtung geht der Journalist und Autor Georg Diez in seinem neuen Buch „Kipppunkte. Von den Versprechen der Neunziger zu den Krisen der Gegenwart“ nach. Und fragt, was Teile der Bevölkerung besonders anfällig für autoritäre Ideologien macht. An welcher Stelle hätte die Geschichte anders verlaufen können, wo sind Kippunkte? Und was braucht es heute, um verpasste historische Möglichkeiten nicht weiter fortschreiben zu lassen – damit die Beziehung zwischen Ost und West neu zueinanderfinden kann?

Künstlerische Wege schlagen die in Thüringen geborene Regisseurin Luisa Bäde und der Choreograf und Aktivist Ming Poon ein, der in Sachsen-Anhalt auf dem Land lebt. Im Netzwerk „Nachwendekinder“ und der Performance „OSTBEGEGNUNGEN – Nachwendekinder alive and kicking“ stoßen Luisa Bäde und Künstler*innen mit Ostperspektiven Prozesse an, um die (Nach-)Wendezeit aufzuarbeiten. Ming Poon wiederum bringt auf seiner Farm in Bräsen/Coswig Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund und Dorfbewohner*innen in partizipativen Kunstprojekten zusammen. Mit Georg Diez diskutieren die beiden, wie aus den offenen Brüchen der Wende neue Formen solidarischen Handelns entstehen können.

Die Hoffnungswerkstatt im FWT findet im Rahmen der Themenreihe Focus on: Tipping Points statt – eine Diskussionsreihe zu den großen Kipppunkten unserer Zeit – vom Klima über KI bis zur Weltordnung. Begleitet wird das Programm von drei Hoffnungswerkstätten, in denen das Hoffen als politische und selbstermächtigende Praxis erprobt wird. Im Rahmen der Impulse findet die zweite Ausgabe statt.

Ein Gespräch mit Georg Diez, Luisa Bäde und Ming Poon. Kuration: Dandan Liu (FWT).

Termine

19. Juni, 17:00–18:30

Tickets

Eintritt frei

Spielort

FWT: Köln

Dauer

90 Minuten

Sprache

Deutsch und Englisch (mit Dolmetscher*in),
Deutsche Gebärdensprache (DGS)