2. – 13. Juni 2021 in Köln, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr
DE / EN
Newsletter
Kontakt

Presse

Kontakt
Sina Langner, Presse/Marketing
email hidden; JavaScript is required presse[at]impulsefestival.de

Pressestimmen

„Lernen aus dem Lockdown? Nachdenken über Freies Theater”

„Lernen aus dem Lockdown‘ ist eine Momentaufnahme, entstanden im ersten Lockdown auf Initiative des Impulse-Teams. Damit ist es neu, uralt und seiner Zeit voraus zugleich. [...] Es geht den Autor*innen nicht darum, zum 21.687ten Mal die bis zum Erbrechen wiedergekäute Phrase von der Systemrelevanz der Kultur zu promoten, sondern darum, die Lockdown-Zeit zu nutzen, um grundsätzlich über (freies)Theater nachzudenken: Michael Annoff und Nuray Demir beleuchten beispielsweise die Ausschlussmechanismen der eigenen Szene. Sie stellen die These auf, das Theater habe sich großen Bevölkerungsteilen gegenüber schon immer im Lockdown befunden. […] Neben konkreten künstlerischen Positionierungen versammelt der Band auch Beiträge über Arbeitsweisen in der Freien Szene, darüber, wie sich idealerweise politische Haltung und gelebte Praxis verbinden sollen und wo diese Utopie an Grenzen stößt. Ein zentrales Thema ist zudem die(Selbst-)Prekarisierung der freien Theaterschaffenden.”
Theater Heute, April 2021

„Ein tolles Buch ist hier gelungen. In vielen kurzen Texten in multiplen Formen nehmen die durch ihre Nähe zum Netzwerk des Impulse Theater Festivals verbundenen Autorinnen und Autoren den Untertitel ‚Nachdenken über Freies Theater‘ sämtlich spielerisch ernst.”
Deutsche Bühne, März 2021

„Das ist der Grundtenor [...]: Nicht die möglichst rasche Rückkehr zu einer Normalität vor der Corona-Krise wird hier propagiert, vielmehr geht es um ein Nachdenken darüber, wie sich der Theaterbetrieb langfristig verändern könnte.”
Wiener Zeitung, 2. Februar 2021

„Gut, dass die Dramaturgin Joy Kristin Kalu eine zentrale Aufgabe formuliert: ‚Die Aufhebung jener Barrieren, die verletzliche Personen vom Theater abhalten‘, gut, dass die Kuratorin Christine Peters mehr Zeit für Reflexion einfordert, ‚um bisherige Produktions- und Förderpraxen sowie Organisationsregime zu hinterfragen‘, gut, dass Holger Bergmann vom Fonds Darstellende Künste den Wandel von der Projekt- zur Prozessförderung propagiert und zum Schluss wesentliche Fragen stellt, warum es so wenige Künstler*innen aus nicht-akademischen Haushalten gebe, warum im ruralen Raum verhältnismäßig wenig gefördert werde und warum die Kunst – auch die freie – immer noch so weiß, europäisch und bildungsbürgerlich sei.”
Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 171, Januar 2021

„Wenn insbesondere freie Theater, in denen ja nicht zuletzt ‚freie‘ Künstler arbei­ten, sich dabei hervortun, ihre Verletzlichkeit zu zeigen, dann auch deswegen, wie die Jour­nalistin Anja Quickert in ihrem Beitrag Ein Totentanz zeigt, weil sie aufgrund ihrer pre­kären Situation in besonderem Maß existen­ziell betroffen sind. Die Krise, so Quickert, habe ‚etwas Unerwartetes‘ gezeigt: Die Ge­sellschaft war bereit, wirtschaftlichen Scha­den auf sich zu nehmen, um das Gemeinwohl zu stärken. Aber wer kommt für den Schaden auf?”
Theater der Zeit, Januar 2021

„Lernen aus dem Lockdown?” [fokussiert sich] ganz auf die freie Theaterszene, lenkt aber dabei den Blick über eine digitale Theaterpraxis hinaus auch auf Themen wie Ungleichheit und strukturelle Diskriminierung, auf rechtliche und wirtschaftliche Fragen zu Fördermodellen, Honoraruntergrenzen oder Überlegungen zu Kunst- und Berufsfreiheit. Auch hier wird die Textauswahl bewusst um internationale Beiträge erweitert. [...] Lernen aus dem Lockdown versammelt multiperspektivische Ansätze, die so unterschiedlich sind wie die jeweiligen Autor*innen.”
Münchner Feuilleton, Dezember 2020

„Die besten Beiträge sind die, die die eigene Ratlosigkeit nicht verhehlen. ‚Ich habe keine Ahnung‘, leitet Arne Vogelgesang, seit einigen Jahren intensiver Erforscher der toxischen Elemente digitaler Kommunikation, seinen Text ein. Der Performer und Rechercheur betont nicht nur die Schwierigkeit, nach dem ersten Lockdown einen Text zu schrei­ben, der zum Zeitpunkt der Publikation wegen neu gemachter Erfahrungen längst überholt sein könnte.”
taz, 14. Dezember 2020

„Die Texte entwerfen zugleich Szenarien, die weit über die Zusammenhänge der Freien Theater hinausreichen und porträtieren die Szene als Labor – für die gesamte Gesellschaft.”
kultur.west, Dezember 2020 / Januar 2021

„Das ‚Lernen aus dem Lockdown‘, so zeigt der gelungene Sammelband, geschieht auf unterschiedlichen Ebenen und durchaus widersprüchlich, skeptisch und konfliktreich. [...] Lernen aus dem Lockdown liest sich mit Gewinn. Womöglich schaffen die ausgebluteten Theater den digitalen Sprung nach vorne. Im besten Falle gelingt die überfällige Reform problematischer oder diskriminierender Strukturen. Bleibt zu hoffen, dass sich die prekäre Situation der vielen freien Künstler*innen nicht noch weiter verschärft.”
nachtkritik.de, 18. November 2020

„Aufschlussreiche Momentaufnahmen der Krise sind hier versammelt. Lernen aus dem Lockdown? versammelt die Stimmen von 30 Kurator*innen, Tänzern, Schauspieler*innen und Freien Gruppen. Manche sprechen von persönlichen Fragen in der Krise. Andere von systematischen Schiefstellungen im Kulturbetrieb. Die Haltungen sind divers. […] Doch die Systemfragen sind dringlich: Wird das Theater zum Elitentreff? Wird die Krise die Verteilungskämpfe verschärfen? Wie kann ein Theater auch die Verwundbarsten der Gesellschaft teilhaben lassen? Und immer wieder: Die Forderung nach dem bedingungslosen Grundeinkommen.”
rbb, Der Morgen, 10. November 2020


„Begnügten sich vor allem die meisten etablierten Ensembletheater im Lockdown zunächst mit dem simplen Streamen von abgefilmten Inszenierungen aus dem Aufführungsfundus, arbeiten andere insbesondere in der freien Szene an neuen digitalen Formaten. Heute ist der Szene die Unterscheidung zwischen den Begriffen der Digitalisierung und der Digitalität wichtig: Das eine meint die simple Migration analogen Theaters ins Internet, das andere ein Denken und kreatives Arbeiten innerhalb des digitalen Raums.”
Deutschlandfunk, Kultur Heute, 07. November 2020


„Schneller hat wohl kaum ein Buch je auf eine Krise reagiert. […] Es sind Gedichte, Tagebucheinträge, Analysen, Visionen einer anderen Zukunft. Ergänzt werden die Texte von 22 Fotos von leeren Zuschauerräumen und Foyers. Gespenstische Aufnahmen verlassener Spielstätten. Lernen aus dem Lockdown? ist eigentlich Fachliteratur – liest sich aber sehr unterhaltsam. Die Texte sind kurz, prägnant, selbst erlebt. Und sie zeigen, dass viele Akteure versuchen, das beste aus der Krise zu machen. Einer Krise, wie sie das Theater so bisher nicht gekannt hat.”
WDR5, Scala, 02. November 2020


„Der Lockdown ließ die Stunde des Digitaltheaters schlagen. Plattformen wurden gegründet, Schulungen in technischer wie in digitaldramaturgischer Hinsicht angetreten. Wer dann noch keine stabile WLAN-Verbindung hatte, wurde nicht mehr ernst genommen. Das brachte einigen Häusern und Ensembles gewiss einen beachtlichen Modernisierungsschub. Andererseits ging mit den dabei – oft im Schnellverfahren – entwickelten neuen Digitalformaten eine Ernüchterung einher. Es wurde rasch klar, dass exklusive Onlinekonzepte nur additiv bzw. als kleiner Nebenschauplatz am Theater Relevanz erlangen können. Das in dieser Zeit gefeierte Internet ist ‚ein gigantischer Nichtort‘, wie es Arne Vogelsang im soeben erschienenen Buch Lernen aus dem Lockdown? (Alexander-Verlag) bezeichnet.”
Der Standard, 30. Oktober 2020


„Aber es sind solche pointierten Sichtweisen, die das Kompendium Lernen aus dem Lockdown für Theatermenschen und Kunstschaffende anderer Branchen sehr lesenswert machen, weil sie tatsächlich Zukünfte entwerfen, die man sich vorstellen kann und über die nicht nur diskutiert wird, sondern die in Teilen auch schon realisiert werden.”
Deutschlandfunk Kultur, Rang I, 24. Oktober 2020